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15.05.2004

Stoiber: Weitere Verschärfung des Waffenrechts nicht nötig

Coburg (dpa/lby) - Eine weitere Verschärfung des Waffenrechts ist nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) aktuell nicht nötig. Das am 1. April 2003 in Kraft getretene Gesetz berücksichtige nach dem Amoklauf von Erfurt die Interessen der Öffentlichkeit ebenso wie die des Deutschen Schützenbundes, sagte Stoiber beim Festakt des Verbandes am Samstag im oberfränkischen Coburg. Nach dem neuen Waffenrecht dürfen großkalibrige Waffen nur an Personen ab 21 Jahren verkauft werden. Außerdem ist ein medizinisch- psychologisches Gutachten bis 25 Jahre notwendig.

Coburg (dpa/lby) - Eine weitere Verschärfung des Waffenrechts ist nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) aktuell nicht nötig. Das am 1. April 2003 in Kraft getretene Gesetz berücksichtige nach dem Amoklauf von Erfurt die Interessen der Öffentlichkeit ebenso wie die des Deutschen Schützenbundes, sagte Stoiber beim Festakt des Verbandes am Samstag im oberfränkischen Coburg.
Nach dem neuen Waffenrecht dürfen großkalibrige Waffen nur an Personen ab 21 Jahren verkauft werden. Außerdem ist ein medizinisch- psychologisches Gutachten bis 25 Jahre notwendig.

Die Schützen würden nach Ereignissen wie dem Amoklauf von Erfurt oder dem Selbstmord eines Schülers im vergangenen Jahr in Coburg fälschlicherweise unter Generalverdacht gestellt, sagte Stoiber. "Entscheidend ist doch der Mensch, der mit den Waffen umgeht, sein Charakter und seine Persönlichkeit."

Es beruhige, von der Politik zu hören, dass keine weitere Verschärfung des Waffenrechts geplant sei, sagte der für Waffenrecht zuständige Vizepräsident des Deutschen Schützenbundes, Jürgen Kohlheim der dpa. Allerdings seien die Verwaltungsvorschriften für das Waffenrecht noch immer nicht verabschiedet. "Auf diese Weise könnte noch eine weitere Verschärfung durch die Hintertür erfolgen."

Die mit dem neuen Waffenrecht erfolgte Anhebung der Altersgrenze für Luftdruckwaffen von zehn auf zwölf Jahre bereitet dem Schützenbund große Sorge. Es werde immer schwieriger, Jugendliche zu finden, die mit zwölf Jahren noch mit dem Schießsport begännen. "Dagegen dürfen Kinder an jeder Schießbude so lange dem Vergnügen nachgehen, so lange das Taschengeld reicht", kritisierte Kohlheim.

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