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Neuburg

06.02.2015

Strafbefehl wegen Nötigung: Immer mehr Zuspruch für Notarzt

Eine Welle der Solidarität erreichte den Notarzt Alexander Hatz, der wegen Nötigung vor Gericht steht.
Bild: Symbolfoto: Stephan Jansen/dpa

Der Strafbefehl gegen den Notarzt Alexander Hatz sorgt für Aufregung. Nun wurde eine Online-Petition zugunsten des Mediziners gestartet. Bisher haben über 100.000 unterzeichnet.

Die Welle der Unterstützung für den Neuburger Notarzt Alexander Hatz gewinnt ungeheuer an Fahrt. Vor allem im Internet ist der Strafbefehl für den Mediziner wegen einer Rettungsfahrt derzeit eines der meistdiskutierten Themen. Eine Online-Petititon zugunsten des Notarztes auf der Plattform „openPetition“ hat bis Freitagabend bereits mehr als 100.000 Unterzeichner gefunden. Und es wurden jede Minute mehr. Der Initiator Florian Jornitz will die Unterschriften am Ende dem Bayerischen Landtag übergeben.

Tausende unterzeichnen Petition für Notarzt Alexander Hatz

Im April 2014 war Alexander Hatz, 51, mit Blaulicht und Martinshorn zu einem Einsatz gefahren. Es musste alles sehr schnell gehen, denn ein Kleinkind drohte zu ersticken. Doch ein Autofahrer hat Anzeige gegen den Notarzt erstattet. Der Vorwurf: Hatz soll beim Überholen zu weit ausgeschert haben. Der entgegenkommende Autofahrer habe scharf abbremsen und ausweichen müssen. Das Amtsgericht Neuburg hat Hatz einen Strafbefehl geschickt: Er soll 4500 Euro zahlen und für ein halbes Jahr seinen Führerschein abgeben. Hatz hat Einspruch eingelegt, es wird zum Prozess kommen.

Doch die zehntausende Protest-Unterschriften scheinen zu belegen, dass das Vorgehen der Justiz nicht mit dem Gerechtigkeitsempfinden vieler Menschen übereinstimmt. Die laufende Petition „Freispruch für den Notarzt Alexander Hatz“ ist zwar keine offizielle, weil sie nicht an einen Petitionsausschuss gerichtet ist, derlei Online-Petitionen entwickeln jedoch oft einen starken Kampagnen-Charakter. Entscheiden wird im Fall Hatz aber letztlich ein Gericht.

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