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Gewerkschaften

24.06.2014

Streiks im Nahverkehr: Mittwoch in München, Donnerstag in Augsburg

Busse und Bahnen in Nürnberg bestreikt
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In Nürnberg, Fürth und Erlangen führte der Warnstreik am 24. Juni zu starken Behinderungen im Nahverkehr.
Bild: Daniel Karmann

Die Mitarbeiter des Münchner Straßenbahnverkehrs legen am Mittwoch die Arbeit nieder. Am Donnerstag soll in Augsburg gestreikt werden. Dort geht dann von 4 bis 0 Uhr nichts mehr.

Die Streiks im Nachverkehr weiten sich aus: Nach Nürnberg ist am Mittwoch München und am Donnerstag Augsburg betroffen. In der Fuggerstadt stehen von 4 Uhr bis Mitternacht sämtliche Busse und Straßenbahnen still, wie Arina Wolf von Verdi am Dienstag mitteilte. Die Nachtbusse ab 0 Uhr sollen dann aber wieder fahren, wegen des erhöhten Bedarfs durch Public Viewing, das vielerorts wegen des Fußball-WM-Spiels zwischen Deutschland und den USA stattfindet.

Nahverkehr: Streik in München am Mittwoch

Anders als in der Frankenmetropole ist in München kein flächendeckender Streik geplant. Vielmehr wolle die Gewerkschaft Verdi mit "gezielten Nadelstichen" ihren Lohnforderungen Nachdruck verleihen, erklärte Verdi-Landesfachbereichsleiter Manfred Weidenfelder am Dienstag in München. Dem Aufruf schloss sich die Nahverkehrsgewerkschaft im Deutschen Beamtenbund (DBB) an.

Busse, U- und S-Bahnen fahren normal

In die Streikwelle sind nur ein Teil der Trambahnfahrer einbezogen, heißt es auf der Seite der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Busse werden laut MVG nicht bestreikt. "Auf jeden Fall werden alle U-Bahnen fahren", betonte Weidenfelder von Verdi. Der S-Bahn-Verkehr sei von der laufenden Tarifauseinandersetzung ohnehin nicht betroffen. Ziel sei es, möglichst das Nahverkehrsunternehmen und nicht dessen Kunden zu treffen, sagte Weidenfelder.

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So sollen Fahrkartenkontrolleure ganztägig die Arbeit niederlegen, erklärte Weidenfelder. Fahrkartenkontrolleure privater Wachdienste blieben aber weiter im Einsatz. Teile des Verkehrsbetriebs der Stadtwerke München sollen von vier Uhr früh bis in den Vormittag hinein in den Ausstand treten.

Der MVG informiert auf seiner Seite über streikbedingte Angebotseinschränkungen.

Nahverkehr in Mittelfranken wird durch Warnstreiks teilweise lahmgelegt

Der angekündigte Warnstreik im Nahverkehr in Nürnberg, Fürth und Erlangen hat am Dienstagmorgen zu erheblichen Behinderungen geführt. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi fuhren weder U-Bahnen noch Straßenbahnen oder Busse des öffentlichen Nahverkehrs. "Die massiven Auswirkungen legen nahe, dass sich die Masse der Beschäftigten am Streik beteiligt", erklärte der Gewerkschaftssekretär Stefan Wolf in Nürnberg. Genaue Zahlen zur Streikbeteiligung konnte er nicht nennen.

Trotz eines Ersatzdienstes mit privaten Bussen bildeten sich während des Berufsverkehrs an den Bahnhöfen größere Menschentrauben. "Viele sind heute aber auch aufs Auto umgestiegen", sagte die Sprecherin der Nürnberger Verkehrsbetriebe, Elisabeth Seitzinger. Die Straßen seien im morgendlichen Berufsverkehr verstopft, weshalb auch die Ersatzbusse nur schwer vorankämen.

Arbeitnehmer fordern Steigerung um vier Prozent

Die Gewerkschaft Verdi und die Nahverkehrsgewerkschaft in der dbb Tarifunion hatten wegen des Tarifkonflikts zu einem 24 Stunden dauernden Warnstreik in Mittelfranken aufgerufen. Die Arbeitnehmervertreter fordern eine Anhebung der unteren Löhne um 120 Euro bei einer Laufzeit von einem Jahr und eine weitere Steigerung um vier Prozent. (lby)

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