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Taser für die bayerische Polizei? Richtiger Schritt!

Kommentar Von Henry Stern
11.11.2020

Bayern ist längst nicht das erste Bundesland, dass den Einsatz der Elektroschock-Pistolen ermöglicht. Richtig so.

Es ist richtig und nachvollziehbar, dass die bayerische Polizei mit deutlich mehr Elektroschock-Pistolen als bisher ausgestattet werden soll. Schließlich kann man nicht auf der einen Seite die wachsende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft gegenüber Polizisten beklagen – und den Beamten auf der anderen Seite auch mit Blick auf den Selbstschutz wirksame Waffen verweigern.

Eine sachliche Diskussion, wie Taser eingesetzt werden, ist ohne Zweifel nötig

Positiv ist zudem, dass Innenminister Joachim Herrmann ( CSU) beim Thema Taser auf bayerische Muskelspiele verzichtet: Bayern ist längst nicht das erste Bundesland, dass den Einsatz jenseits von Sondereinsatzkommandos ermöglicht. Die Nutzung bleibt auf speziell trainierte Teams eng beschränkt. Und die Einsatz-Vorgaben sind strikt, um schwere Verletzungen oder gar Todesfälle zu vermeiden.

Es ist deshalb Unfug, wenn die Grünen im Landtag durch den Einsatz von Tasern vor amerikanischen Verhältnissen bei der bayerischen Polizei warnen. Ja, auch Taser können gefährliche Waffen sein. Doch in den USA sitzt bei vielen Polizisten offenbar nicht nur der Colt, sondern auch der Elektroschocker locker. Ebenso wie die strukturellen Probleme der Polizei in den USA kann man aber auch den Waffeneinsatz dort nicht mit der Situation in Deutschland oder Bayern vergleichen.

Bayern: Keine billige Polemik auf dem Rücken der Beamten

Eine sachliche Diskussion, wo und wie Taser bei der bayerischen Polizei eingesetzt werden sollen, ist ohne Zweifel nötig. Billige Polemik auf dem Rücken der Beamten braucht es dagegen nicht.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Die bayerische Polizei bekommt mehr Elektroschock-Pistolen

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