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Kreis Lindau

22.02.2018

Technischer Defekt war schuld an Busbrand bei Oberreute

Durch den Brand entstand ein Schaden von 100.000 Euro.
Bild: Bettina Buhl

Ein Reisebus ist am Mittwoch bei Oberreute in Brand geraten. 15 Schüler wurden leicht verletzt. Jetzt steht fest, dass ein technischer Defekt Ursache für den Brand war.

Ein technischer Defekt war die Ursache dafür, dass ein Bus am Mittwoch auf der B308 bei Oberreute (Landkreis Lindau) in Brand geraten ist. Das hat die Untersuchung eines Sachverständigen der Kriminalpolizei Lindau ergeben. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es nach Angaben der Polizei nicht.

Wie berichtet, wurden 15 Schüler des Sonthofer Gymnasiums bei dem Vorfall leicht verletzt – zehn erlitten Schnittverletzungen und Prellungen, fünf kamen mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Drei von ihnen hatten die Klinik am Donnerstag bereits wieder verlassen, teilte die Polizei mit. Das obere Busdeck wurde durch den Brand völlig zerstört. Es entstand ein Sachschaden von 100.000 Euro. Insgesamt waren 107 Schüler im Alter zwischen 16 und 18 Jahren am Mittwochabend mit zwei Bussen auf dem Weg zu einer Opernaufführung ins Landestheater nach Bregenz. In dem Fahrzeug, das in Brand geriet, fuhren 55 Menschen mit.

15 Schüler des Sonthofer Gymnasiums wurden leicht verletzt

"Ich kann mir nicht erklären, wie das passiert ist", sagt Busunternehmer Friedrich Göhl. Er selbst saß am Steuer des Doppeldeckerbusses, als dieser während der Fahrt plötzlich "ausging" und es am Heck rauchte. "Ich hielt an und öffnete die Türen", schildert der 55-Jährige. Als alle Schüler den Bus verlassen hatten, habe er noch Rucksäcke herausgeholt, bevor das Fahrzeug in Flammen stand. Dass die Schüler trotz geöffneter Türen die Fenster einschlugen, sei der Panik geschuldet gewesen, die durch die Rauchentwicklung aufkam. Der Brand im Motorraum habe außerdem die Elektronik lahmgelegt, wodurch alle Lichter ausgingen. "Das hat schnell eine Eigendynamik entwickelt und die Jugendlichen sind aus dem Fenster in den Schnee gesprungen", sagt Göhl.

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Er sei nur froh, dass niemand schwer verletzt wurde. "Der materielle Schaden ist nicht so wichtig", sagt der Unternehmer. Dass einer seiner Busse in Flammen aufgeht, habe er noch nie erlebt. "Es könnte ein Kurzschluss gewesen sein", sagt Göhl, der bei der Untersuchung des Kripo-Ermittlers dabei war. Mit Sicherheit könne man aber nur sagen, dass es im Motorraum zu brennen begonnen habe. Da dort viele Kabel, Kunststoff und brennbare Flüssigkeiten seien, könne sich ein Feuer relativ schnell ausbreiten. Es habe aber schon eine Weile gedauert, bis der Bus in Flammen stand. Da seien bereits alle Insassen in Sicherheit gewesen.

Ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten aus Oberreute, Weiler und Simmerberg löschte den Brand. Zudem waren acht Polizisten und 60 Rettungskräfte im Einsatz. (kam)

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