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Landkreis Bayreuth

20.02.2018

Terrorverdächtiger Syrer soll Bekennervideo aus Ansbach gespeichert haben

Schon im Juni 2017 nahm die Polizei in Pegnitz (Landkreis Bayreuth) einen terrorverdächtigen Syrer fest. Nun muss er sich vor Gericht verantworten.
Bild: Paul Zinken, dpa (Symbol)

Die Polizei fand bei dem 19-Jährigen im vergangenen Sommer außerdem Anleitungen zum Bombenbau. Zum Prozessauftakt gab er an, nicht gewusst zu haben, was sich dahinter verbarg.

Ein terrorverdächtiger Syrer, der in Bayreuth derzeit vor Gericht steht, soll auf seinem Mobiltelefon ein Bekennervideo des Attentäters von Ansbach gespeichert haben. In Ansbach wurden bei einem Bombenanschlag im Juli vor zwei Jahren 15 Menschen teils schwer verletzt, der Attentäter, ein 27 Jahre alter Flüchtling aus Syrien, kam dabei ums Leben. Der IS reklamierte den Anschlag für sich. Es handle sich "eindeutig" um ein solches Video, sagte ein Sachbearbeiter der Polizei am Dienstag vor dem Landgericht Bayreuth. Im Prozess gegen einen 19-jährigen terrorverdächtigen Flüchtling aus Syrien werden am Dienstag die Plädoyers erwartet. Der junge Syrer soll Pläne für einen Terroranschlag geschmiedet haben. In der Wohnung des Mannes in Pegnitz (Landkreis Bayreuth) fanden Polizisten im vergangenen Sommer Propagandamaterial der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Videos von brutalen Hinrichtungen und Anleitungen zum Bombenbau. 

Das Video zur Bombenherstellung habe ihn nicht interessiert

Zum Prozessauftakt sagte der Angeklagte, der vor rund drei Jahren nach Deutschland eingereist war, er bekomme täglich mehrere Tausend Nachrichten über einen Messenger-Dienst auf sein Handy. Ein Video zur Bombenherstellung habe er geöffnet, aber nicht gewusst, was sich genau hinter dem Link verbarg. Es habe ihn auch nicht interessiert.  

Laut Anklage hatte er auf seinem Handy auch ein Video mit kinderpornografischem Inhalt, das der Mann auch weitergeleitet hatte. Hier ließ der Syrer über seinen Verteidiger erklären: "Das tatsächliche Geschehen wird eingeräumt." Ein Urteil in dem Prozess soll an diesem Mittwoch gesprochen werden. (dpa/lby)

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