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Tierschutz
09.03.2019

Verbotsliste für Viehtransporte lässt auf sich warten

Tiere sollen auf Viehtransporten nicht länger gequält werden. Doch der Prozess stockt.
Foto: Marcus Merk (Symbolbild)

Um den kriminellen Tiertransporten Einhalt zu gebieten, hat Umweltminister Glauber eine Verbotsliste angekündigt. Doch die kommt später als versprochen.

Der Kampf gegen Tierquälerei bei Viehtransporten stockt. Eine vom Umweltministerium angekündigte Liste von Staaten, in die generell keine Fahrten mehr erlaubt werden, liegt noch nicht vor. Sie solle aber bald fertiggestellt sein, kündigte eine Sprecherin des Ministeriums in München an.

Minister Thorsten Glauber (Freie Wähler) hatte Mitte Februar angekündigt, die Liste den Veterinärbehörden nach Anhörung der Verbände in der kommenden Woche zur Verfügung zu stellen. Er hatte sich zu einem Runden Tisch mit Vertretern unter anderem des Tierschutzes, der Amtstierärzte, des Bauernverbandes und des Viehhandels getroffen. Gründe für die Verzögerung nannte die Sprecherin nicht.

Bis die Liste vorliegt, gilt nach Angaben vom 19. Februar ein Stopp für Transporte von Zuchtrindern in Drittstaaten. "Ein Export von Schlachttieren in Drittstaaten findet nicht statt", hieß es.

Veterinärämter hatten Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten verboten

Hintergrund der Maßnahmen ist unter anderem, dass jüngst mehrere Veterinärämter Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten verboten hatten mit Verweis etwa auf tierquälerische Schlachtmethoden in den Zielländern und sehr lange Fahrten. Auch könnten Tierärtzen nach Einschätzung des Ministeriums Strafen wegen Beihilfe zu späteren Tierschutzverstößen in Drittstaaten drohen. Glauber hatte darüber hinaus angekündigt, sich auch auf Bundes- und EU-Ebene um das Thema kümmern zu wollen.

Das Umweltministerium hatte betont: "Transporte innerhalb der EU sowie in nicht genannte Drittstaaten sind grundsätzlich möglich." Ausnahmen könne es geben, wenn den Genehmigungsbehörden konkrete Anhaltspunkte vorliegen, dass der Transport nicht nach den rechtlichen Vorschriften umgesetzt oder im Bestimmungsland im Einzelfall nicht tierschutzkonform gehandelt wird. (dpa/lby)

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Die Diskussion ist geschlossen.

10.03.2019

Hat jemand etwas anderes als das Einknicken des zuständigen Ministers erwartet? Hätte er nicht schon längst handeln können oder ist dieses Thema brandneu? Alles erfolgt nur auf Druck, aber nie auf Eigeninitiative der Verantwortlichen! Es geht ja schließlich nur um Nutzvieh, das ruhig gequält oder verrecken darf.

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