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Transplantation
15.05.2014

Die meisten Bayern sind bereit, ihre Organe zu spenden

Nur 35 Prozent der Bayern haben einen Organspendeausweis- viele mehr wären aber bereit,nach dem Tod ihre Organe zu spenden.
Foto: Angelika Warmuth (dpa)

Fast zwei Drittel der Menschen in Bayern ist grundsätzlich zu einer Organspende bereit. Trotzdem wurden im vergangenen Jahr nur sehr wenige Spenden verzeichnet.

Knapp 60 Prozent der Menschen in Bayern sind laut einer Umfrage grundsätzlich zu einer Organspende bereit - doch nur 118 Spenden wurden im vergangenen Jahr verzeichnet. Damit war die Spendenzahl so niedrig wie nie zuvor seit Einführung des Transplantationsgesetzes im Jahr 1997, wie die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Donnerstag mitteilte.

Dem Ministerium zufolge sterben in Deutschland täglich drei Menschen, weil sie vergeblich auf ein Spenderorgan warten. In Bayern stehen aktuell etwa 2500 Menschen auf der Warteliste.

Ein Viertel der Deutschen lehnt eine Spende ab

Nach der Umfrage des dimap-Instituts im Auftrag des Ministeriums gaben 58 Prozent der Befragten an, sie seien zu einer Organentnahme nach dem Tode bereit. Ein Viertel lehnt das ab, 16 Prozent sind unentschlossen.

35 Prozent der Bayern haben demnach einen Organspende-Ausweis; der Bundesdurchschnitt liegt bei 28 Prozent. Das bayerische Gesundheitsministerium hatte an 6,6 Millionen Haushalte Organspendeausweise zum freiwilligen Ausfüllen geschickt. (dpa/lby)

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