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Wintersport

18.12.2020

Trotz Lockdown: Warum sind in Oberjoch Skifahrer am Iseler unterwegs?

Noch zu Jahresbeginn ein ganz normaler Anblick: Skifahrer am Iseler in Oberjoch. Doch in der Corona-Pandemie ist das Skifahren in Bayern verboten.
Bild: Ralf Lienert (Archiv)

In Oberjoch sind am Iseler mehrere Skifahrer unterwegs - und das trotz des Lockdowns. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Was es mit den Wintersportlern auf sich hat.

Kein Skibetrieb bis 10. Januar – und doch sind am Iseler in Oberjoch Skifahrer unterwegs. „Wird da mit zweierlei Maß gemessen?“, fragt sich ein Oberallgäuer. Nein, ergibt die Recherche. In Oberjoch ist das Alpine Trainingszentrum Allgäu (ATA) des Deutschen Skiverbands. In diesem Bundes-Stützpunkt trainieren die besten Athleten aus der Region. Insgesamt haben dazu 70 die Genehmigung, bestätigt Wolfgang Weißmüller, Geschäftsführer des Bayerischen Skiverbands.

Corona-Lockdown: Auch Skifahrer müssen Mund-Nasenschutz tragen

Die Skifahrer seien in zwei vollbepackten Bussen des SC Oberstdorf gekommen, wundert sich der Oberallgäuer. „Die sind nicht voll, da bleibt immer der Mittelplatz im Bus frei. Die jungen Skifahrer müssen auch Mund-Nasenschutz im Bus tragen“, informiert Weißmüller.

Im notwendigen Hygienekonzept sei auch festgeschrieben, dass maximal 35 Athleten gleichzeitig auf zwei Pisten in Kleingruppen unterwegs sein dürfen.

Skifahren im Corona-Lockdown: Nur Ski-Athleten dürfen auf die Piste

Das bestätigt der Präsident des Bayerischen Skiverbands, Herbert John aus Kempten. Es gebe eine Liste mit Kaderathleten. Und nur die dürften auf den Pisten des ATA trainieren. „Niemand sonst“, sagt John.

Die Athleten und Trainer seien auf dieses Trainingszentrum angewiesen. „Sie können derzeit wegen der Corona-Pandemie nicht ins benachbarte Ausland ausweichen“, sagt John. Es gebe eine Liste mit Namen aller berechtigten Kaderathleten, sodass bei einer Kontrolle nachgeprüft werden könne, ob wirklich nur die Berechtigten Skifahren.

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