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Unterallgäu
27.10.2017

Vermisste Frau aus Memmingen ist tot - zwei Festnahmen

Die Polizei fand die Leiche einer seit Monaten vermissten Frau.
Foto: Benedikt Siegert (Symbolbild)

Eine 35 Jahre alte Frau aus Memmingen, die seit August vermisst wird, wurde jetzt tot aufgefunden. Gegen zwei Verdächtige aus dem familiären Umfeld wurden Haftbefehle erlassen.

Die vermisste 35 Jahre alte Frau aus Memmingen ist tot. Es spreche vieles dafür, dass sie Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist, sagten Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Leiche sei in der Nacht von Donnerstag auf Freitag im benachbarten Memmingerberg von Ermittlern ausgegraben worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Gegen zwei 50 und 59 Jahre alte tatverdächtige Männer ordnete eine Richterin Untersuchungshaft an. Sie sind mit der Frau verwandt.

Wie die 35-Jährige zu Tode kam, wollten die Ermittler zunächst nicht sagen. Entdeckt worden war die Leiche unter der Erde in einem Industriegebiet in Memmingerberg. Hinweise auf den Fundort hätten Ermittlungen ergeben - Einzelheiten gab die Kriminalpolizei jedoch nicht bekannt. Wo die Syrerin, die mit ihrer Familie bereits seit Jahren in Deutschland lebte, umgebracht wurde, sei noch unklar, sagte der Polizeisprecher.

Die Frau hatte am 23. August die Wohnung ihrer Familie in der Innenstadt von Memmingen verlassen. Angehörige meldeten sie anschließend als vermisst. Nach Angaben der Ermittler gab es bereits Hinweise darauf, dass sie Streit mit einem Mann gehabt habe. Um wen es sich dabei gehandelt haben könnte, ist bislang unklar.

Die Kripo hatte schon vergangene Woche ein Verbrechen für möglich gehalten. Polizisten durchsuchten Wohnungen, eine Werkstatt, ein leeres Gebäude und einen Veranstaltungsraum in Memmingen. 

Möglicherweise ist die Frau bereits seit Längerem tot. Nach ihrem Verschwinden im August sei sie nicht mehr gesehen worden, sagte der Polizeisprecher.

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Keine Auskünfte gaben die Ermittler zu der Frage, in welchem Verhältnis die beiden festgenommenen Männer zu der 35-Jährigen standen. Auch die Tatverdächtigen schweigen -  sie wollten zunächst keine Aussagen machen. dpa

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