Im Böhmerwald wachsen die Bäume unheimlich dicht, die Hänge sind felsig und steil. „Hier sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht“, sagt Dominik Schönberger von der Bergwacht Furth im Wald.
Foto: Alexandra Hartmann

Vermisste Achtjährige

Hunderte suchten nach ihr: Julias einsame Tage im Böhmerwald

45 Stunden haben 1400 Menschen die Achtjährige gesucht – bis zum Happy End. Die Rekonstruktion eines Einsatzes, der Deutschland und Tschechien in Atem hielt.

Das Allradfahrzeug der Bergwacht holpert über die Pfade des Böhmerwalds hinauf zum Gipfel des Cerchovs. Die Bergungsliege im Kofferraum quietscht bei jeder Wurzel ohrenbetäubend. Dominik Schönberger lenkt den Wagen routiniert durch den Matsch. Obwohl er vor zwei Wochen hier stundenlang durch den Wald gefahren ist, muss er manchmal innehalten und sich orientieren. Die dichten Bäume schirmen die letzten Sonnenstrahlen vom Waldboden ab, Nebelschwaden kriechen den Hang hinauf. „Man sieht hier den Wald vor lauter Bäumen nicht“, sagt er – und trifft es damit auf den Punkt. Das hat das Ganze ja so schwierig gemacht vor zwei Wochen. Für die achtjährige Julia, die nicht aus dem Wald fand. Und für 1400 deutsche und tschechische Einsatzkräfte, die sie nicht im Wald fanden.

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Von  Alexandra Hartmann