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Lebensmittel

30.09.2019

Vor Bayern-Ei-Prozess: Tierschützer fürchtet neue Skandale

Friedrich Mülln ist Gründer der "Soko Tierschutz". Der Tierschutz in Bayern hat sich seiner Ansicht nach auch seit dem Skandal um Bayern-Ei nicht grundlegend verbessert.
Bild: Silvio Wyszengrad (Archiv)

Exklusiv Am Montag beginnt der Prozess um den Bayern-Ei-Skandal. Laut Tierschützer Mülln hat sich die Kontrolle in Bayern seither nicht grundlegend verändert.

Vor dem Start des Strafprozesses um den Bayern-Ei-Skandal am Landgericht Regensburg hat Tierschützer Friedrich Mülln von der „Soko Tierschutz“ Zweifel geäußert, dass sich die Lebensmittelkontrolle in Bayern seither grundlegend verbessert hat. „Der nächste große Salmonellenskandal kommt ganz sicher“, sagte Mülln.

Tierschützer zweifelt an der Qualität der Lebensmittelkontrollen in Bayern

Die Menge der Tiere sei in vielen Betrieben so groß, dass eine wirkliche Kontrolle gar nicht möglich sei. Auch Biobauern hätten oft 6000 bis 12.000 Legehennen: „Da ist es nur eine Frage der Zeit, bis wieder etwas passiert“, sagte Mülln. Die „Soko Tierschutz“ war zuletzt an der Aufklärung des Tierquälerei-Skandals in Allgäuer Milchviehbetrieben beteiligt.

Auch bei der Hühnerhaltung sei es in Bayern  um den Tierschutz es seiner Meinung nach schlecht bestellt. Gesetzlich habe sich zwar mit dem ab 2025 geltenden Verbot sogenannter Kleingruppenhaltung etwas verbessert. „Aber auch die Bodenhaltung von mehreren tausend Hühnern in einem Raum ist für die Tiere „ein Albtraum“. Nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft  leben zwei Drittel der Legehennen in Deutschland in Bodenhaltung. „Das Problem ist aber nach wie vor, dass die Behörden zu wenig kontrollieren“, sagte Mülln.

Lesen Sie dazu auch: Bayern-Ei-Skandal vor Gericht: Sind Lebensmittel heute sicherer?

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