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Bayreuth

11.03.2009

Wagner-Festspiele: Verträge sollen in Kürze unterschrieben werden

Wagner-Festspiele: Verträge noch nicht fertig
Bild: DPA

Die Verträge für die beiden Bayreuther Festspielleiterinnen KatharinaWagner (30) und Eva Wagner-Pasquier (63) sollen in Kürze unterschriebenwerden. Erste programmpunkte der diesjährigen Festsspiele stehen bereits fest.

Bayreuth (dpa/lby) - Die Verträge für die beiden Bayreuther Festspielleiterinnen Katharina Wagner (30) und Eva Wagner-Pasquier (63) sollen in Kürze unterschrieben werden.

"Wir sind auf der Zielgeraden", sagte der Vorsitzende des Verwaltungsrats der Bayreuther Festspiele, Toni Schmid, am Mittwoch der Deutschen Presse- Agentur dpa. Am Dienstag hatten sich der Verwaltungsrat und der Stiftungsrat der Richard-Wagner-Festspiele zu Sitzungen getroffen. "Wir sind mit den Vertragsgesprächen ein gutes Stück vorangekommen", sagte Schmid. Er sei optimistisch, dass es nun rasch zu einer Lösung kommen werde.

Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier hätten an den Sitzungen teilgenommen. Die beiden Halbschwestern waren nach jahrelanger Diskussion am 1. September 2008 vom Stiftungsrat als Nachfolgerinnen ihres Vaters Wolfgang Wagner (89) zu gleichberechtigten Festspielleiterinnen bestimmt worden. Ihre Amtszeit soll sieben Jahre betragen und 2015 enden. Die Verträge für Wolfgang Wagners Töchter stehen jedoch bereits seit mehr als einem halben Jahr aus, was reichlich Anlass zu Spekulationen bot.

Wagner-Festspiele: Verträge sollen in Kürze unterschrieben werden

Nach Angaben aus dem Verwaltungsrat gab es zwar keine grundsätzlichen Einwände gegen die schwesterliche Lösung; dennoch hätten zwischen den Gesellschaftern der Festspiele viele Einzelfragen abgestimmt werden müssen, was zu der monatelangen Verzögerung führte. Schmid machte über Einzelheiten der Vertragsgestaltung keine Angaben. Träger der Bayreuther Festspiele GmbH sind der Bund, der Freistaat Bayern, die Stadt Bayreuth und die Mäzene "Gesellschaft der Freunde von Bayreuth". Die GmbH betreibt die Festspiele, während die Richard- Wagner-Stiftung Eigentümerin des Festspielhauses ist.

Wie Schmid, der am Dienstag auch als Vorsitzender des Stiftungsrates wiedergewählt wurde, weiter mitteilte, erhöhen die öffentlichen Träger Bund, Land Bayern und Stadt Bayreuth ihre Zuschüsse an die Festspiele um insgesamt rund eine Million Euro. Dies sehe der Wirtschaftsplan für 2009 vor, den der Verwaltungsrat beschloss. Damit verbessert sich die finanzielle Situation der Festspiele, die noch im vergangenen Sommer als ausgesprochen angespannt galt. Die öffentlichen Zuwendungen waren zuvor jahrelang eingefroren gewesen.

Die diesjährigen Richard-Wagner-Festspiele werden am 25. Juli mit mit der Wiederaufnahme der Oper "Tristan und Isolde" in der Regie von Christoph Marthaler eröffnet. Auf dem Spielplan stehen bis zum 28. August ferner Aufführungen der Werke "Die Meistersinger von Nürnberg", "Der Ring des Nibelungen" und "Parsifal".

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