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Bundestagswahl 2021

06.02.2021

Wahlkreis Oberallgäu: Gerd Müllers Sohn will in den Bundestag

Bei der kommenden Bundestagswahl würde Sohn Marius seinen Vater Dr. Gerd Müller gerne als Abgeordneter beerben.
Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Plus Bundesentwicklungsminister Gerd Müller zieht sich aus der Bundespolitik zurück. Bei der kommenden Bundestagswahl würde ihn einer seiner Söhne gerne beerben.

Ein Sohn von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller will seinen Vater beerben und in den Bundestag einziehen: Der 30-jährige Marius Müller möchte als CSU-Direktkandidat in den Wahlkampf einsteigen. Er würde im Bundestagswahlkreis Oberallgäu antreten. Gerd Müller hatte vor einigen Monaten überraschend angekündigt, sich aus der Bundespolitik zurückzuziehen und bei der Wahl im September nicht mehr zu kandidieren. Neben Marius Müller gibt es mehrere weitere Frauen und Männer, die CSU-Direktkandidat werden möchten. Die Entscheidung fällt bei einer Delegierten-Versammlung im Frühjahr.

Dr.  Gerd Müller sitzt seit dem Jahr 1994 im Bundestag, seit 2013 ist er Bundesentwicklungsminister. Er vertritt den Wahlkreis Oberallgäu, dem die Stadt Kempten sowie die Kreise Oberallgäu und Lindau angehören. Sein Sohn Marius bestätigte Informationen unserer Redaktion, dass er seinem Vater nachfolgen möchte: „Ich habe Interesse.“

Marius Müller: Gerd Müllers Sohn will in den Bundestag

Der 30-jährige Wirtschaftsingenieur und Unternehmensberater lebt derzeit in München. Er ist seit Jahren CSU-Mitglied, hatte aber bisher noch kein politisches Amt inne. Das sehe er nicht als Nachteil an, sagt Müller. Durch seinen Vater habe er einen tiefen Einblick in die Aufgaben eines Bundestagsabgeordneten bekommen und er traue sich das zu. „Das ist ganz allein meine Idee, mein Vater hat darauf keinen Einfluss genommen.“ Der CSU-Ortsverband im Oberallgäuer Durach wolle ihn als Direktkandidaten empfehlen, sagt Müller.

Bild von Marius Müller
Foto: kein Fotonachweis bekannt

Eine weitere Aspirantin mit Bezug zu einem aktuellen CSU-Mandatsträger ist Mechthilde Wittmann. Die Lebensgefährtin des CSU-Landtagsfraktionsvorsitzenden und Kemptener Kreischefs Thomas Kreuzer wird nicht das erste Mal als Bundestagskandidatin gehandelt. Vor vier Jahren winkte sie in München ab, weil ihre beiden Töchter noch zu jung waren. Mittlerweile sind diese 13 und 15 Jahre alt – und Wittmann könnte sich die Kandidatur „gut vorstellen“, sagt sie.

Die Münchnerin, die das Allgäu als zweite Heimat bezeichnet, würde ebenfalls in die Fußstapfen ihres Vaters treten. Der CSU-Politiker Fritz Wittmann war 25 Jahre lang Münchner Bundestagsabgeordneter. Und auch die 53-jährige Juristin, die aktuell am Flughafen München als „Chief-Compliance-Officer“ eine leitende Funktion bekleidet, ist politisch kein unbeschriebenes Blatt: Sie war unter anderem fast 20 Jahre Stadträtin in München und fünf Jahre Landtagsabgeordnete.

Zu denen, die für die CSU ins Rennen gehen wollen, gehört auch die Memmingerin Dr. Veronika Schraut. Die Hochschul-Professorin, die in Kempten lehrt, wurde 2019 als erste Allgäuerin in den CSU-Parteivorstand gewählt. Seit vergangenem Jahr gehört die dreifache Mutter auch dem Memminger Stadtrat an. „Ich kann mir das vorstellen“, sagt die 39-Jährige zu einer möglichen Kandidatur. Sie habe die „volle Unterstützung der schwäbischen Frauen-Union“.

Rennen um die Bundestagskandidatur "völlig offen"

David Fink (29) aus dem Westallgäuer Weiler sagt, dass „junge Leute mit neuen Ideen“ sich in der Politik engagieren sollten. Er will ebenfalls für die CSU in den Bundestagswahlkampf ziehen. Der Bankbetriebswirt sitzt in seinem Heimatort im Gemeinderat und gehört auch der CSU-Ortsvorstandschaft an. Das Rennen um die Bundestagskandidatur hält er derzeit für „völlig offen“.

Aus der Partei ist zu hören, dass die drei Kreisverbände möglichst bald festlegen sollten, wen sie bei der Delegiertenversammlung ins Rennen schicken wollen. Im Kreis Lindau ist Fink offenbar der einzige verbliebene Interessent, im Oberallgäu sieht es anders aus: „Es gibt noch einige Frauen und Männer, die mit sich ringen, ob sie antreten wollen oder nicht“, sagt der dortige Kreischef Eric Beißwenger. Weder er, noch der Lindauer CSU-Kreischef Uli Pfanner und Kreuzer äußern sich aktuell zu den Bewerbern. Sie wollen zunächst die CSU-Mitglieder informieren. Eine virtuelle Sitzung der drei Kreisverbände, bei der sich die möglichen Kandidaten vorstellen können, findet am 19. Februar statt.

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06.02.2021

Plakativer kann man diesen Filz nicht beschreiben!

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