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Wander-Saison
23.06.2014

Für eine sichere Bergtour soll ein Zeitpuffer eingeplant werden

Immer wieder passieren in den Bergen tödliche Unfälle. Archivbild
Foto: Ralf Lienert

Dramatische Unfälle sind in den letzten Tagen in den Bergen passiert. Ein Experte gibt Tipps, wie Sie eine sichere Bergtour planen.

Es ist wieder Wander-Saison. Urlauber und Tagesausflügler strömen in die Berge. Damit steigt die Zahl der Unfälle. Unfälle, die leider auch tödlich enden. Wie am Sonntag erst. Eine 28 Jahre alte Bergsteigerin ist am Pidinger Klettersteig im Berchtesgadener Land 200 Meter in die Tiefe gestürzt. Der Unfall passierte vor den Augen ihres Lebensgefährten und ihrer Mutter. Die Frau war tot.

Tödliche Unfälle in den Bergen

Ein paar Tage zuvor war ein 71-jähriger Mann aus Hessen mit seiner Schwester in den Allgäuer Alpen unterwegs. Plötzlich hörte die Frau hinter sich ein Stolpergeräusch. Sie konnte nicht verhindern, dass ihr Bruder rund 150 Meter in die Tiefe stürzte. Er war tot.

Schon im vergangenen Jahr machte es den Eindruck, dass sich die teils tödlich ausgehenden Unfälle in den Bergen häufen. In einem Interview in der letzten Wandersaison hieß es jedoch von Seiten des Deutschen Alpenvereins, dass sich diesbezüglich die Statistik nicht geändert habe. Die Todeszahlen, die bei den Rettungsorganisationen geführt werden, seien sogar über mehrere Jahre hinweg gleich geblieben, sagte da Thomas Bucher, Sprecher des Alpenvereins.

Tipps für eine sichere Bergtour

Der Sprecher des Deutschen Alpenvereins hat für Wanderer und Bergsteiger folgende Tipps parat:

- Der Bergsteiger muss sich selbst und seine Grenzen realistisch einschätzen.

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- Von der Selbsteinschätzung hat dann eine gute Tourenplanung ab.

- Wichtig bei der Tourenplanung sei ein Zeitpuffer, den man einbauen sollte. Von der angegebenen Zeit einer Tour sollte man nochmal die Hälfte dazurechnen und entsprechend den Aufbruch planen. Denn Zeitknappheit ist ein wichtiger Stressfaktor, der zum Scheitern führen kann.

- Ein guter Tipp zur Planung: Der Bergsteiger sollte vorher Kontrollpunkte definieren, wie etwa Hütten oder Gipfel, und sich überlegen, um wieviel Uhr er jeweils dort sein sollte. Kann er diesen Plan nicht einhalten, sollte er umdisponieren oder umkehren. ina

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