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Warnstreik in Kindertagesstätten
14.03.2014

KiTa-Streik am kommenden Dienstag: Das müssen Eltern wissen

Die Kita-Streiks gehen weiter.
Foto: DPA

In ganz Bayern soll es in der kommenden Woche zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst kommen. Am Dienstag werden Kindertagesstätten bestreikt. Das müssen Sie als Eltern wissen.

Ver.di ist mit den Ergebnissen der ersten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst unzufrieden. Am kommenden Dienstag werden daher Warnstreiks stattfinden. Durch fehlende Anerkennung des Leistungen ihrer Arbeitnehmer haben die öffentlichen Arbeitgeber die Warnstreiks regelrecht provoziert, erklärte Norbert Flach von ver.di Bayern.

Ver.di fordert eine Grunderhöhung des Entgehlts um 100 Euro monatlich und darauf eine Erhöhung um 3,5 Prozent. Die Arbeitgeber legten kein Angebot vor. Flach betonte: "Gute Arbeit hat ihren Preis!" Bevor die Tarifverhandlungen am kommenden Donnerstag in Potsdam fortgesetzt werden, wird es in vielen Städten zu Warnstreiks kommen. Dabei ist nicht nur die Verwaltung betroffen, sondern auch viele andere Einrichtungen.

Ver.di will betroffene Eltern informieren

Der Nahverkehr wird nicht bestreikt, da er einem anderen Tarifvertrag unterliegt. Betroffen sind aber beispielsweise Familien. Denn auch in Kindertagesstätten soll es Warnstreiks geben. Laut Norbert Flach wurden die Streitleitungen angewiesen, die Eltern der bestreikten KiTas rechtzeitig zu informieren.

Kai Winkler von ver.di Augsburg erklärte gegenüber AZ Online, dass die betroffenen Eltern rechtzeitig informiert werden. Noch ist die Planung nicht abgeschlossen. Daher ist auch noch nicht geklärt, welche Kindertagesstätten in Augsburg bestreikt werden.

Ersatzbetreuung finden

Wichtig ist für betroffene Eltern, dass rechtzeitig eine neue Betreuung für die Kinder gefunden wird. Das Gespräch mit dem Arbeitgeber ist in jedem Fall wichtig. Gerade, wenn ein Streik kurzfristig angesagt wird. Je nach Beruf können Sie Ihr Kind möglicherweise mit zum Arbeitsplatz nehmen. Es ist auch möglich, dass Ihnen ein freier Tag gewährt wird, da Sie keine Schuld an dem fehlenden Betreuungsangebot tragen.

Möglicherweise sind ihre Kollegen ebenfalls durch den Streik betroffen und eine Lösung kann gemeinsam mit dem Arbeitgeber gefunden werden. Wer sich nicht frei nehmen kann, kann versuchen, seine Kinder nicht bei Verwandten oder Nachbarn unterzubringen. Auch Tagesmütter können eine Option sein.

Da im Moment Semesterferien sind, könnten auch Studenten als Baby-Sitter in Betracht gezogen werden. In Absprache mit anderen Eltern der Kindertagesstätte kann vielleicht eine gemeinsame Betreuungsmöglichkeit für mehrere Kinder gefunden werden.

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