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"Reichsbürger"

23.11.2016

Warnten Polizisten den Reichsbürger?

Blick auf das Haus in Georgensgmünd, in dem der Angehörige der Reichsbürger-Bewegung bei einer Razzia geschossen hatte.
Bild: Daniel Karmann/Archiv (dpa)

In der bayerischen Polizei bahnt sich eine Affäre an: Zwei Polizisten aus Mittelfranken sollen mit dem Todesschützen von Georgensgmünd regen Kontakt gehabt haben.

Der Anhänger der „Reichsbürger“-Bewegung hatte Mitte Oktober auf Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) geschossen und einen 32-Jährigen tödlich verletzt.

Gegen einen der beiden mittelfränkischen Polizisten, einen 49-jährigen Oberkommissar, steht nach Informationen unserer Zeitung aus Ermittlerkreisen sogar der Verdacht im Raum, dass er den „Reichsbürger“ Wolfgang P. vor dem SEK-Einsatz gewarnt hat. Offiziell heißt es zwar vonseiten der Staatsanwaltschaft, dafür gebe es „derzeit keine Anhaltspunkte“, doch nach unseren Recherchen werden momentan verschlüsselte Handy-Chats ausgewertet, die diesen Verdacht belegen könnten.

„Reichsbürger“ Wolfgang P. hatte sich bei dem SEK-Einsatz am frühen Morgen im Schlafzimmer verschanzt und durch die Tür das Feuer auf die Polizisten eröffnet. Er trug eine schusssichere Weste.

Die beiden verdächtigen Polizisten wurden suspendiert. Auch sie sollen „Reichsbürger“ sein.

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