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Bad Aibling

11.02.2016

Warum es in zwei Zügen drei Blackboxen gibt

Blackbox: Drei Boxen sollen bei der Aufklärung des Zugunglücks bei Bad Aibling helfen.
Bild: Sven Hoppe, dpa (Symbol)

Eine Blackbox hilft bei der Aufklärung von Unfällen. Gleich drei Boxen gibt es beim Zugunglück bei Bad Aibling - dabei waren nur zwei Züge daran beteiligt.

Bei dem Zugunglück bei Bad Aibling (Landkreis Rosenheim) sind zehn Menschen gestorben, 17 haben sich schwer verletzt. Unklar ist immer noch: Warum stießen die beiden Züge zwischen Bad Aibling und Kolbermoor zusammen? Bei solchen Unglücken kann die Auswertung einer sogenannten Blackbox die Antwort liefern. Bei dem aktuellen Zugunglück gibt es aber gleich drei Boxen - bei zwei beteiligten Zügen. Wie kann das sein?

In den Unfall-Zügen waren sogenannte Datenspeicherkassetten (DSK) vom Typ DSK 22 verbaut, teilt der französische Zug-Betreiber Transdev auf Anfrage unserer Redaktion mit. In allen dreiteiligen Meridian-Zügen sei eine solche Blackbox verbaut, in sechsteiligen Zügen gebe es zwei Blackboxen. Da bei dem Unfall ein drei- und ein sechsteiliger Zug miteinander kollidierten, gebe es drei Blackboxen, so Transdev.

Bad Aibling: Blackbox gibt Aufschluss über Zugunglück

Die Blackboxen befinden sich jeweils in den Triebfahrzeugen. Sie erfassen unter anderem Daten wie Geschwindigkeit, Bremsmanöver, Beschleunigungen oder technische Anweisungen im Zug. Das System wird vom Infrastrukturbetreiber DB Netz überwacht. Sprechverbindungen werden laut Transdev nicht aufgezeichnet. axhe

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