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Was an Bayerns Corona-Finanzierung falsch ist

Kommentar Von Henry Stern
18.11.2020

Der Freistaat Bayern muss sich wegen Corona massiv verschulden. Auf Dauer kann dies auch für die Bürger nicht ohne spürbare Folgen bleiben.

Auch in Bayern sind die finanziellen Folgen der Corona-Krise dramatisch. Gegen die 300 Milliarden Euro, die der Bund wegen Corona am Kapitalmarkt beschafft, nehmen sich die 20 Milliarden Euro Neu-Schulden in Bayern zwar fast bescheiden aus. Doch man darf sich nicht täuschen: Es dürfte mehr als eine Generation brauchen, bis das Geld zurückgezahlt ist. Zum Vergleich: 2008 musste der Freistaat zehn Milliarden Euro zur Landesbank-Rettung aufnehmen. Davon sind noch immer gut sieben Milliarden Euro Schulden übrig.

Ministerpräsident Markus Söder will trotzdem nicht sparen, sondern sogar mehr denn je in Forschung, Bildung oder Gesundheit investieren. Bis vor kurzem hätte sich niemand derart gewaltige Finanzlöcher im reichen Bayern vorstellen können. Trotzdem ist das Investieren auch auf Pump in der aktuellen Situation absolut richtig.

Falsch ist jedoch, dass die Söder-Regierung so tut, als wäre die Aufrechterhaltung aller staatlichen Leistungen trotz Corona aus der Porto-Kasse zu bezahlen. Denn frisches Geld ist mitnichten ohne Ende vorhanden – auch nicht in Bayern. Und niemand weiß, ob und wann der Aufschwung kommt.

Noch lebt der Freistaat vom finanziellen Polster der fetten Jahre. Auf Dauer werden sich jedoch spürbare Einschnitte für die Bürger nicht mehr vermeiden lassen.

Lesen Sie dazu auch: Das kostet Corona den Freistaat - und so will er das bezahlen

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