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Corona-Richtlinien

25.01.2021

Was gilt als "Haushalt"? Wir erklären Details der Corona-Regeln

So klar wie diese Corona-Regeln, die an einem Supermarkt stehen, sind nicht alle Richtlinien. Wir klären, wer sich in Bayern nun mit wem treffen darf und welche Zahlen entscheidend sind.
Bild: Jens Kalaene, dpa

Die Corona-Regeln sorgen immer wieder für Verwirrung. So ist immer wieder von Haushalt oder Hausstand die Rede - aber was genau ist damit eigentlich gemeint?

Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen gelten seit dem 16. Dezember verschärfte Regeln. Viele Geschäfte bleiben geschlossen, Schulkinder müssen zuhause bleiben. Bayern hat die Beschlüsse von Bund und Ländern über einen sogenannten harten Lockdown weitestgehend übernommen. Die Regeln wurden erst einmal bis zum 10. Januar verabschiedet - doch der Lockdown wurde verschärft und verlängert und gilt nun bis mindestens Mitte Februar. Oberste Maßgabe bei allen Beschränkungen ist es, Kontakte zu vermeiden und damit die Verbreitung des Virus einzudämmen. Der Begriff "Haushalt" (im Gesetzestext ist vom Synonym "Hausstand" die Rede) spielt dabei eine besondere Rolle.

Corona-Regeln: Definition für Haushalt

Auf den ersten Blick scheint klar zu sein, was ein Haushalt ist: Die Menschen, mit denen Sie zusammenleben. Doch was ist mit der Freundin, die übers Wochenende zu Besuch kommt? Oder mit dem Kumpel, der vorübergehend in einem leeren WG-Zimmer unterkommt? Vom Gesundheitsministerium heißt es, unter den Begriff Hausstand würden "alle Personen fallen, welche dauerhaft in einem gemeinsamen Haushalt leben." Besucher zählen also nicht dazu.

Seit dem 11. Januar sind nur noch Treffen mit einer Person außerhalb des eigenen Hausstandes erlaubt. Grundsätzlich gilt das auch für Kinder, allerdings mit einigen Ausnahmen. So sind in Bayern Kinder bis einschließlich drei Jahren von der Regelung ausgenommen. Kinder unter 14 Jahren dürfen in in "festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaften" betreut werden - die Kinder so einer "Betreuungsgemeinschaft" dürfen aber aus höchstens zwei Hausständen kommen.

Bei Treffen zu beachten ist auch die nächtliche Ausgangssperre, die seit dem 16. Dezember in Bayern gilt. Demnach ist der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung zwischen 21 und 5 Uhr mit sehr wenigen Ausnahmen untersagt. Das bedeutet, wer einen anderen Haushalt besucht, muss bis um 21 Uhr wieder zuhause sein oder dort übernachten.

Was gilt als "Verwandte in gerader Linie"?

Immer wieder ist in den Corona-Bestimmungen auch die Rede von "Verwandten in gerader Linie". Was ist damit gemeint? Dazu zählen zum Beispiel die eigenen Eltern, Großeltern, Kinder und Enkel. Die Seitenlinien, also etwa Onkel und Tanten, Cousins und Cousinen zählen nicht dazu. Auch Geschwister gelten nicht als Verwandte in gerader Linie – sie werden im Gesetz aber zusätzlich genannt, wie auch Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft.

Lesen Sie auch: Lockdown: Welche Corona-Regeln in Deutschland gelten.

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23.12.2020

Lasst euch weiter alles vorschreiben

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23.12.2020

Offensichtlich ist die große Mehrheit - unter anderem Sie - ja auch zu blöd dafür, es ohne Vorschriften zu kapieren. Um es mit Polt zu sagen: “es muß auch blöde Leute geben. Leider werden es immer mehr...”

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23.12.2020

Ohne Anordnungen, Gesetze, Richtlinien, Ausführungsbestimmungen, Strafen- und Bußgeldkataloge können 90% der Deutschen eben nicht leben. Gottseidank gehöre ich zu den anderen 10% die ihr Gehirn zum Mitdenken noch nicht eingemottet haben.

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23.10.2020

Ein Haushalt ist der Ort von dem die höchsten Gefahren in dieser Pandemie ausgehen. Es ist absolut falsch wenn bei Personenansammlungen immer die Rede von aus einem Haushalt, aus 2 Haushalten o.ä. die Rede ist.

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23.10.2020

Zitat: "Bis zu diesem Grenzwert darf man sich mit Verwandten in gerader Linie im öffentlichen Raum unabhängig von der Anzahl der Personen und Haushalte treffen."
Was gilt im privaten Raum?

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23.12.2020

>>Was gilt im privaten Raum?<<

So wenig Kontakte wie irgendwie möglich. Das ist doch wirklich nicht so schwer zu verstehen bei fast 1000 Verstorbene an oder mit Corona und es werden täglich mehr. Wer braucht denn da noch Vorschriften.

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