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Wetter und Garten
09.10.2015

Jetzt kommt der Frost: Welche Pflanzen Sie reinholen sollten

Immergrüne wie Buchsbaum bekommen im Winter oft zu wenig Feuchtigkeit, da sie bei Frost kein Wasser aus den Boden ziehen können.
Foto: Bernd Thissen (dpa)

Der nächste Frost steht vor der Tür und nicht nur Hobbygärtner müssen ihren Garten winterfest machen. Wie und wo sie Ihre Pflanzen am besten durch die kalten Tage bringen

Im Winter muss nicht nur das Auto, sondern auch der Garten für den Winter vorbereitet werden. Höchste Zeit, damit anzufangen, denn die Nächte mit Minustemperaturen werden häufiger. Hoch Petra aus Skandinavien beschert bringt am Sonntag kühlere Temperaturen. Vor allem im Allgäu, aber auch im nördlichen Schwaben und der Region Augsburg kann dann vereinzelt Bodenfrost auftreten, sagt Meteorologe Jürgen Schmidt von wetterkontor.de.

Gartenliebhaber aufgepasst: Die Nächte werden kalt

Insbesondere Pflanzenliebhaber, bei denen es im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon noch blüht, sollten jetzt handeln. Gartenpflegerin Veronika Schreier vom Verein für Gartenbau und Landespflege Wehringen e.V. verrät, welche Pflanzen frosttolerant sind - und welche unbedingt einen Überwinterungsplatz benötigen. 

Welche Pflanzen Sie vor dem ersten Frost retten sollten

Enzianstrauch Bei bis zu knapp drei Grad kann der Enzianstrauch draußen noch blühen. Vor dem ersten Frost benötigen er aber einen hellen Überwinterungsplatz, da er sein Laub im Herbst nicht abwirft.

Palmen Dattel- oder Phoenixpalmen, die als Kübelpflanze auf dem Balkon oder der Terrasse stehen, sind sehr kälteempfindlich und sollten schon bei Temperaturen unter 15 Grad hineingebracht werden. Dort können sie ganz normal bei Zimmertemperatur an einem helleren Platz gehalten werden.

Geranien Die beliebten Balkonpflanzen sollten vor den ersten Minusgraden ebenfalls in ein Winterquartier gebracht werden. Da sie nicht unbedingt Licht benötigen, können sie auch im Keller aufbewahrt werden. Vorher ist es jedoch wichtig, sie richtig zuzuschneiden. Optimal wäre es, „zwei bis drei Augen“ (Stellen, an denen mal Blätter waren) übrig zu lassen. So können sie bis zum Frühjahr wieder neu blühen.

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Rosmarin Manche Arten der bekannten Gewürz- oder Duftpflanze überleben sogar milde Winter im Freien. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt den Rosmarin aber lieber zu Hause überwintern. Da es sich um eine immergrüne Pflanzenart handelt, braucht er viel Licht. Gleiches gilt übrigens auch für den Salbei.

Was Sie ruhig noch etwas draußen lassen können

Fuchsien Ein bisschen Frost und Schnee halten die Fuchsien aus. Zur Überwinterung sollten sie jedoch trotzdem hineingebracht werden: Wie andere Kübelpflanzen auch werden sie dann am besten in einem dunklen, eher kühleren Raum gelagert wie beispielsweise im Keller oder in der Garage. Im Frühjahr können sie dann wieder umgetopft werden.

Oleander Der Umzug kann relativ spät erfolgen, da der Oleander bis minus fünf Grad noch frosttolerant ist. Bei stärkerem Frost oder Dauerfrost benötigt er dann jedoch einen hellen und eher kühlen Überwinterungsplatz, zum Beispiel im Wintergarten.

Wintersalate aus dem Gemüsebeet genießen

Solange sie mit Vlies als Frostschutz abgedeckt sind, können Zuckerhut und Zichoriensalat im Gemüsebeet überwintern. Auch Endivien, die im Spätherbst noch geerntet werden, liefern im Winter leckeren Salat. Bis ungefähr Januar können sie abgedeckt draußen bleiben. Grünkohl und Rosenkohl gewinnen bei ersten frostigen Temperaturen sogar etwas an Aroma. Generell gilt natürlich das Gemüsebeet im Garten abzuräumen und über den Winter mit Laub oder Stroh zu bedecken.

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