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Bayern
11.06.2019

Wie Cannabis-Patienten um ihre Rezepte kämpfen müssen

Eine Pflanze, deren Wirkstoff für Menschen mit chronischen Schmerzen oft die einzige Linderung bietet: Cannabis.
Foto: Nir Alon, dpa

Plus Seit zwei Jahren können sich Kranke Cannabis gegen Schmerzen verschreiben lassen. Doch in der Praxis gibt es offenbar Probleme. Betroffene sind frustriert.

Es war eine groß angelegte Razzia. Mitte April statteten fast 200 Polizisten Betreibern von Hanfläden einen Besuch ab. Wenzel Cerveny – Gründer einer Kette, die seit Herbst 2018 auch in Augsburg vertreten ist – führt drei solcher Läden im Großraum München. Auch er bekam es mit der Polizei zu tun. Die Ermittler haben bei ihm Waren im Wert von 300.000 Euro beschlagnahmt, berichtet er, darunter Hanfcremes, -tees oder -öle. Die Staatsanwaltschaft begründet den Einsatz damit, dass die Produkte zu Rauschzwecken missbraucht werden könnten.

Die neuerlichen Razzien verdeutlichen: Beim Thema Hanf – lateinisch Cannabis – kann es sehr schnell an die Grenzen des Gesetzes gehen. Diese Nähe zur Illegalität dürfte mit ein Grund dafür sein, dass trotz entsprechendem Cannabis-Gesetz Schmerzpatienten in der Praxis offenbar nur schwer an den Wirkstoff kommen. Das Gesetz erlaubt es Kranken seit 2017, zu medizinischen Zwecken und in begründeten Einzelfällen Cannabis auf Rezept zu bekommen, um ihre Schmerzen in den Griff zu bekommen.

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