1. Startseite
  2. Bayern
  3. Wie kann man am besten Fake News erkennen?

Medien-Pädagogik

20.11.2019

Wie kann man am besten Fake News erkennen?

Die EDUswabia ist die digitale Bildungsoffensive der Schulämter, der Bildungsregion Augsburg und Günzburg, zusammen mit der Augsburger Allgemeinen. In diesem Jahr gab es 400 Teilnehmer und viele praktische Tipps und Hilfestellungen.
Video: rt1.tv

Mehrere hundert Pädagogen lernen beim Lehrermedientag, wie sie Kinder und Jugendliche richtig durchs Netz begleiten können.

Was sind eigentlich Fake News? Wie können Schüler sie erkennen und enttarnen? Welche Werkzeuge helfen dabei? Und welche Rolle spielen die sozialen Netzwerke? Mit solchen Fragen haben sich am Mittwoch beim Lehrermedientag in Neusäß rund 370 Lehrer aus ganz Schwaben beschäftigt.

Das Thema der Veranstaltung: Wie digital kann Schule sein und welche Werte gelten in einer digitalen Gesellschaft? In diesem Jahr war der Lehrermedientag erstmals Teil einer dreitägigen Bildungsmesse, EDUswabia 2019. Lehrer aller Schularten hatten am Berufsschulzentrum Neusäß die Gelegenheit, sich in 50 Workshops mit den neuesten Entwicklungen in der digitalen Welt auseinanderzusetzen.

Wie können Schüler und Lehrer Fake News erkennen?

Einer dieser Workshops, der in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion ausgerichtet wurde, behandelte das Thema Fake News. Das sind laut der Europäischen Kommission „nachweislich falsche oder irreführende Informationen, die mit dem Ziel des wirtschaftlichen Gewinns oder der vorsätzlichen Täuschung der Öffentlichkeit vorgelegt und verbreitet werden und öffentlichen Schaden anrichten können“.

Wie kann man am besten Fake News erkennen?

Damit Lehrer solche Fake News erkennen und ihre Schüler darüber aufklären können, erarbeiteten sie Qualitätskriterien für seriöse journalistische Inhalte. Das soll ihnen helfen, Fake News von Fakten abzugrenzen. Wichtig ist zum Beispiel, dass eine Information immer von mindestens zwei Quellen bestätigt sein sollte. Zudem gilt: Wahrheit ist wichtiger als Aktualität.

Darüber hinaus ging es in dem Fake-News-Workshop auch darum, dass Jugendliche sich heutzutage fast ausschließlich in sozialen Netzwerken wie Instagram, Facebook, Snapchat oder WhatsApp bewegen. Sie kommen dort auf unterschiedliche Art und Weise mit Fake News in Berührung. Eine der beliebtesten Apps unter Teenagern ist TikTok, eine Plattform, auf der sie kurze Videoschnipsel posten. Das war auch eine Erkenntnis vom Schülermedientag, der Anfang Mai an Schulen in ganz Bayern stattfand. Viele Schüler berichteten dort, dass sie kaum noch Zeitung lesen und dass sie fast alle Nachrichten aus sozialen Netzwerken beziehen.

„Eigentlich gehört jeder Lehrer in die sozialen Medien. Entweder um für sich selbst zu lernen oder um mitzukriegen, was das eigentlich mit uns und unseren Schülern macht“, mahnte Sebastian Schmidt, Preisträger des Deutschen Lehrerpreises, vor wenigen Tagen bei der Preisverleihung in Berlin.

Auf dem Lehrermedientag wurden interaktive Tafelbilder für das Klassenzimmer vorgestellt.
Bild: Ulrich Wagner

Lehrermedientag in Neusäß: Nur die wenigsten Lehrer sind in Sozialen Netzwerken unterwegs

Während des Lehrermedientages in Neusäß zeigte sich jedoch: Das ist eine Wunschvorstellung. Denn viele der teilnehmenden Lehrer sind nur vereinzelt oder gar nicht Mitglied in sozialen Netzwerken. Deshalb war es ihnen wichtig zu lernen, wie zum Beispiel Instagram funktioniert und wie sich auf Facebook und Youtube Fake News verbreiten können. Vor allem über die App TikTok wollten die Lehrer mehr erfahren.

Gleichzeitig war die Nachfrage groß nach Hilfsmitteln, die beim Erkennen von Fake News helfen können – nicht nur Lehrern, sondern jedem, der sich online bewegt. Im Internet gibt es dazu verschiedene Werkzeuge. Um zu prüfen, wie aktuell ein Foto ist, gibt es beispielsweise die Bilder-Rückwärtssuche von Google. Mithilfe dieser Funktion kann man herausfinden, wo ein Foto bereits überall hochgeladen wurde – und in manchen Fällen sogar, wer das Foto ursprünglich verbreitet hat. Zusätzlich sind im Internet Programme zu finden, die untersuchen, ob ein Foto bearbeitet und manipuliert wurde.

Diese Hilfsmittel stießen bei den Lehrern auf großes Interesse. Die Schüler können sie im Unterricht ausprobieren und sie zeigen anschaulich, wie man Fake News entlarven kann.

Die EDUswabia ist die digitale Bildungsoffensive der Schulämter, der Bildungsregion Augsburg und Günzburg, zusammen mit der Augsburger Allgemeinen. In diesem Jahr gab es 400 Teilnehmer und viele praktische Tipps und Hilfestellungen.
Video: rt1.tv
Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren