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München

15.06.2017

Wirtschaft protestiert weiter gegen drohendes Diesel-Verbot

295.000 der 720.000 in München zugelassenen Autos haben einen Dieselmotor.
Bild: Jan Woitas (dpa)

Oberbürgermeister Dieter Reiter denkt über ein Diesel-Verbot in München nach. Die Wirtschaft spricht von einer "existenziellen Bedrohung".

Bayerns Wirtschaft läuft weiter Sturm gegen mögliche Diesel-Fahrverbote für die Innenstadt Münchens. In einer gemeinsamen Stellungnahme vom Handelsverband Bayern (HBE) und der Handwerkskammer für München und Oberbayern ist von einer "existenziellen Bedrohung" für den Fall genereller Einfahrverbote die Rede. Man unterstütze zwar das Ansinnen von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), die Luftqualität zu verbessern. Dies müsse jedoch mit Augenmaß geschehen, die Wirtschaft dürfe nicht einseitig benachteiligt werden, heißt es in der Mitteilung von Donnerstag.

Reiter hatte am Vortag gesagt, dass man über Zufahrtsbeschränkungen für Dieselautos nachdenken müsse. Er habe seine Verwaltung gebeten, Maßnahmen zur Reduzierung der Schadstoffbelastung auszuarbeiten. Nach einem Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs müssen bis Jahresende Pläne für Fahrverbote von Dieselfahrzeugen in München vorliegen. 

Handwerkskammerpräsident Franz Xaver Peteranderl befürchtet, dass Fahrverbote die Versorgung Münchens mit handwerklichen Dienstleistungen und Waren schlichtweg unterbinden würde. Ernst Läuger, Präsident des Handelsverbands Bayern, sagte, Fahrverbote würde den ohnehin rückläufigen innerstädtischen Handel weiter schwächen. 

Diesel-Verbot: Abgas-Messwerte in München sind hoch

Hintergrund für die neu aufgeflammte Diskussion sind aktuelle Abgas-Messwerte, nach denen der von der EU zugelassene Mittelwert für die Belastung durch giftiges Stickstoffdioxid nicht nur auf den großen Ring- und Einfallstraßen regelmäßig überschritten wird, sondern auch in weit davon entfernten Gegenden. Von einem Fahrverbot betroffen wären Hunderttausende Fahrzeuge. Am Sonntag wollen sich die zuständigen Minister des bayerischen Kabinetts mit dem Thema beschäftigen. Ziel sei es, Lösungen zu finden, um Fahrverbote zu vermeiden, hieß es.

Ist auch in Augsburg ein Diesel-Verbot denkbar? Mehr dazu lesen Sie hier: Wie steht Augsburg zum Diesel-Fahrverbot?

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15.06.2017

Wenn das Dieselverbot kommen sollte, dann hoffentlich nicht mit der Ausnahme für die Kurierdienste, die zu 100erten in den Städten rumfahren um hier und da ein Päckchen abzugeben das im Internet bestellt wurde. Denn diese fahren 10 Stunden und mehr in den Innenstädten rum.

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