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08.01.2019

Wo es die meisten Kneipen gibt

Und warum die Statistik Tücken hat

Ob Eisdiele, Restaurant, Imbiss, Kneipe, Gaststätte oder Bar – in Bayern kann man mehr als 28000 verschiedene Lokalitäten besuchen. Die größten Chancen, schnell einen Ort zum Durstlöschen zu finden, hat man in der Gemeinde Chiemsee (Landkreis Rosenheim). Dort gibt es fast 22 Betriebe je 1000 Einwohner, wie das Landesamt für Statistik berechnete. Bezogen nur auf die kreisfreien Städte Bayerns gibt es in Schweinfurt, Passau und Aschaffenburg die meisten Cafés und Gaststätten. Dort kommen auf 1000 Einwohner etwa vier Betriebe.

Die fast zwei dutzend Ausgeh-Möglichkeiten in Chiemsee gibt es aber nur auf dem Papier: Chiemsee ist mit etwa 230 Einwohnern die zweitkleinste Gemeinde Bayerns. In der Realität gibt es in dem Mini-Ort, der aus den drei Chiemseeinseln Herrenchiemsee, Frauenchiemsee und der unbewohnten Krautinsel besteht, also „nur“ etwa fünf ausschenkende Betriebe – und einige Fischer, die im Straßenverkauf geräucherte Fische und Getränke anbieten.

Bayernweit lag die Gaststättendichte nach jüngsten verfügbaren Zahlen aus dem Jahr 2017 bei 2,2 Betrieben je 1000 Bewohner. Die Zahl ist im Vergleich zu 2007 leicht gesunken, als es noch durchschnittlich rund 2,4 Schankwirtschaften je 1000 Einwohner gab. Der Rückgang liegt dem Landesamt zufolge daran, dass es zum einen etwa 2000 Betriebe weniger gibt und zum anderen eine halbe Million Menschen mehr in Bayern wohnt. Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) bedauert, dass die Anzahl der Betriebe seit Jahren kontinuierlich abnimmt. „Wirtshäuser sind absolut wichtig für die Lebensgrundlage der Bewohner vor Ort und Grundvoraussetzung für Tourismus“, sagte Dehoga-Sprecher Frank-Ulrich John. (dpa)

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