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Feiertag

30.04.2020

Wo ist Mariä Himmelfahrt 2020 ein Feiertag? Was ist die Bedeutung?

Mariä Himmelfahrt ist ein Feiertag, der nur für wenige Menschen gilt.
Bild: Marc Müller, dpa (Symbolbild)

Mariä Himmelfahrt ist für die wenigsten Menschen in Deutschland ein Feiertag. Wer hat frei? Und was ist eigentlich die Bedeutung?

Mariä Himmelfahrt - Maria Himmelfahrt, wie manche sagen, ist nicht korrekt - wird jedes Jahr im August begangen und ist ein gesetzlicher Feiertag der katholischen Kirche.

Wann ist Mariä Himmelfahrt?

Mariä Himmelfahrt ist in jedem Jahr am 15. August. 2020 ist das ein Samstag.

Wo ist Mariä Himmelfahrt am 15. August ein Feiertag in Deutschland?

Mariä Himmelfahrt ist in Teilen von Bayern und im Saarland ein gesetzlicher Feiertag. In Bayern ist der Anteil der Katholiken ausschlaggebend dafür, ob in einer Stadt oder Gemeinde an diesem Tag gearbeitet werden muss oder nicht. Aktuell gilt Mariä Himmelfahrt in rund 1700 bayerischen Gemeinden als gesetzlicher Feiertag.

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Mariä Himmelfahrt 2020: Bedeutung des Feiertags

Was genau wird nun an Mariä Himmelfahrt - oder auch "Mariä Aufnahme in den Himmel" - gefeiert? Jährlich am 15. August gedenken die Katholiken der besonderen Aufnahme Marias in den Himmel. Den Überlieferungen zufolge rief Christus nämlich Maria nach ihrer Beerdigung heim und ihr Leichnam schwang sich mit Lichtern und Engeln in den Himmel.

Die "Mutter Gottes" ist nach dem katholischen Glauben frei von jeder Sünde. Deshalb  konnte sie unmittelbar nach ihrem Tod Gott im Paradies gegenüber treten -  ohne sich dem Jüngsten Gericht stellen zu müssen. So die Überlieferung. In der Bibel findet sich diese Geschichte allerdings nicht.

Einer anderen Überlieferung nach haben Jünger in Marias Grab statt ihres toten Körpers nur Blüten und Kräuter vorgefunden.

Aus all diesen Überlieferungen lassen sich die Traditionen und Bräuche zu Mariä Himmelfahrt ableiten. Bis heute wird an diesem Feiertag die sogenannte Kräuterweihe abgehalten. Am „Frauentag“, wie der Tag auch genannt wird, sammeln die Katholiken aus Garten und Natur die verschiedensten Heil- und Gewürzkräuter und binden sie zu Kräuterbuschen oder Kräuterbüscheln. Dieser bunte Strauß wird dann in der Kirche geweiht.

Früher wurden die Kräuterbuschen dann auch in den Häusern der Menschen aufgehängt, um sie vor Unheil zu schützen.

Ursprung von Mariä Himmelfahrt

Seinen Ursprung hat das Hochfest Mariä Himmelfahrt in der Ostkirche, wo es im Jahr 431 nach Christus eingeführt wurde. In der römischen Kirche wird die Aufnahme Marias in den Himmel seit dem siebten Jahrhundert gefeiert, in Deutschland seit dem neunten Jahrhundert.

Vom 13. Jahrhundert an wurde die Aufnahme Marias in den Himmel zu der immer großartiger und festlicher dargestellten Szene der Marienkrönung. Papst Pius XII. verkündete im Jahr 1950 das Dogma von der ganzmenschlichen Aufnahme Mariens in den Himmel. (AZ)

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