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Prozess in München

23.04.2019

Wollte ein Autofahrer eine Kleinfamilie überfahren?

Wegen versuchten Mordes steht ein Mann aus Cottbus in München vor Gericht. Er soll versucht haben, die Kleinfamilie seiner Ex-Freundin zu töten.
Bild: Lino Mirgeler, dpa

Der Mann raste mit seinem Auto durch eine Hecke über die Terrasse ins Wohnhaus seiner Ex-Freundin. Ab Dienstag steht er wegen versuchtem Mordes vor Gericht.

Mit einem spektakulären Fahrmanöver soll ein Mann versucht haben, seine Ex-Freundin und ihren neuen Partner umzubringen. Zudem hat er aus Sicht der Staatsanwaltschaft das Leben des Kindes der Frau riskiert, als er mit seinem Auto durch eine zwei Meter hohe Hecke quer über die Terrasse ins Wohnhaus bretterte. Ab Dienstag, 9.30 Uhr, muss sich der 33-Jährige unter anderem wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht München II verantworten.

Der Vorfall ereignete sich 2018 im Landkreis Dachau

Der in Cottbus geborene Mann soll blind vor Wut wegen der Trennung gewesen sein. Als er im Juni vergangenen Jahres in Indersdorf (Landkreis Dachau) einige seiner Gegenstände bei seiner Ex-Freundin abholen wollte, habe er beschlossen, die Kleinfamilie zu töten, so der Vorwurf der Anklagebehörde. Nur weil die beiden Erwachsenen in anderen Zimmern waren, kamen sie unversehrt davon. Das Kind der Frau war derweil bei seinem Vater.

Vier Verhandlungstage sind für den Prozess in München angesetzt

Nach dem Anschlag soll der Angeklagte die Frau auch noch verfolgt und niedergerungen haben. Ihr neuer Lebensgefährte konnte nach Darstellung der Staatsanwaltschaft jedoch Schlimmeres verhindern. Für den Prozess sind vier Verhandlungstage bis Mitte Mai angesetzt. (dpa/lby)

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