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Drogen

24.06.2017

Zahl der Drogentoten in Bayern steigt

In Bayern gab es im ersten Halbjahr mehr Drogentote als im selben Zeitraum des Vorjahrs.
Bild: Symbolfoto: Frank Leonhardt/dpa

In Bayern sind im ersten Halbjahr 144 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums gestorben. Das ist eine deutliche Steigerung zum Vorjahr.

Die Zahl der Drogentoten in Bayern ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Wie das Landeskriminalamt (LKA) auf Anfrage mitteilte, sind dieses Jahr bis Mitte Juni insgesamt 144 Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums gestorben, das ist eine Steigerung von 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

"Ursächlich für die meisten Todesfälle ist nach wie vor eine Überdosierung, auch in Kombination mehrerer Rauschgifte", sagte Kriminalhauptkommissar Alexander Groß. Meistens handelt es sich um Heroin, aber auch der übermäßige Konsum von psychoaktiven Stoffen nimmt neuerdings zu. Diese Substanzen werden verharmlosend als Badesalz oder Kräutermischungen verkauft, meist übers Internet. 

Allein in Niederbayern sind bisher 24 Menschen an Drogen gestorben, das entspricht einem Anstieg um 140 Prozent. Nur in Oberbayern ist die Zahl der Drogentoten dieses Jahr bislang gesunken. In München verzeichnet die Polizei sogar einen Rückgang um knapp 40 Prozent, dort starben 20 Menschen im Zusammenhang mit Drogen.

In Bayern gibt es die meisten Drogentoten, aber...

Im vergangenen Jahr kamen bayernweit 321 Menschen durch Drogenkonsum ums Leben. So viele Drogentote verzeichnete zwar kein anderes Bundesland. Auf die Bevölkerungsanzahl umgerechnet ist Bayern aber nicht das Land mit den meisten Drogentoten. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl starben 2016 in Berlin, Hamburg und Bremen mehr Rauschgiftkonsumenten. dpa, lby

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