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Vohburg an der Donau

01.09.2018

Zehn Verletzte bei Großbrand in Raffinerie bei Ingolstadt

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Auf dem Gelände von Bayernoil bietet sich am Samstag ein Bild der Zerstörung.
Bild: Stefan Küpper

Nach der Explosion auf dem Raffineriegelände von Bayernoil ist die Zahl der Verletzten auf zehn gestiegen. Die Lage hat sich mittlerweile beruhigt.

Eine Explosion mit anschließendem Großbrand auf dem Raffineriegelände der Firma Bayernoil nahe Ingolstadt hat am Samstag für Aufruhr gesorgt. Die Zahl der Verletzten ist mittlerweile auf zehn angestiegen, sie sollen sich hauptsächlich Schnittverletzungen durch berstendes Glas zugezogen haben.

Zunächst sollten nach Polizeiangaben 1800 Menschen aus umliegenden Häusern wegen der Rauchentwicklung ihre Wohnungen verlassen. Tatsächlich evakuiert wurden etwa 200 Menschen, die in der Nähe der Unglücksstelle wohnen. Sie wurden in einer Turnhalle unterbracht und konnten gegen Mittag zurück in ihre Häuser. Seit 14 Uhr sind auch die meisten Straßensperren wieder abgebaut, die B16a ist wieder befahrbar. Auch die amtliche Gefahrenwarnung zu möglicherweise gefährlichen Schadstoffen aufgehoben.

 

Am Vormittag traf auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann in Vohburg ein, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Er lobte den schnellen Einsatz der Rettungskräfte, die auf Grundlage des Notfallplans für die Raffinerie sofort reagierten. Wenn man sich die Schwere der Verwüstungen auf dem Firmengelände anschaue, sehe man sofort, dass es auch zu Todesfällen hätte kommen können: "Ganze Hauswände sind umgerissen worden."

Explosion und Großbrand halten am Samstag die Region um Ingolstadt in Atem. Auch Bayerns Innenminister Herrmann kam nach dem Unglück mit zehn Verletzten nach Vohburg im Kreis Pfaffenhofen.
Video: Stefan Küpper

Auch Bayerns Umweltminister Marcel Huber kam zum Unglücksort, um sich über die Folgen der Explosion zu informieren. Er teilte mit, dass im verwendeten Löschschaum keine umweltschädigenden Stoffe enthalten seien.

Schwere Explosion in Bayernoil-Raffinerie nahe Ingolstadt

Das Landratsamt Pfaffenhofen an der Ilm löste laut Polizei am frühen Morgen Katastrophenalarm aus. Dies sei eine Entscheidung der Einsatzleitung gewesen, damit die Kräfte optimal zusammenarbeiten können, sagte Kammerer. Wie es zu der Explosion und dem Feuer kam, war zunächst noch unklar. Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot von etwa 600 Kräften vor Ort.

 

Über dem Gelände kreiste ein Hubschrauber. Das Gebiet um die rund 130 Hektar große Raffinerie ist weiträumig abgesperrt, auch die Bundesstraße B16a war bis zum frühen Nachmittag in dem Bereich nicht befahrbar. Anwohner sollten zeitweise Fenster und Türen geschlossen halten.

Eine schwere Explosion hat sich am frühen Samstagmorgen in der Bayernoil-Raffinerie im Kreis Pfaffenhofen an der Ilm ereignet. Der Bürgermeister von Vohburg, Martin Schmidt, schätzt die Lage ein.
Video: Stefan Küpper

Explosion war auch mehrere Kilometer von Vohburg entfernt zu spüren

Augenzeugen berichten von einem großen Knall, der Anwohner im Umkreis von etwa fünf Kilometern aus dem Schlaf gerissen hat. Kurz nach dem Knall war am Nachthimmel weithin ein großes Leuchten zu sehen. Auch mehrere Kilometer von der Raffinerie entfernt seien in manchen Häusern Bilder von den Wänden gefallen.

Eine Druckwelle soll im Osten von Ingolstadt zu spüren gewesen sein, einzelne Fensterscheiben von Häusern zerbarsten, an vielen Autos wurden die Alarmanlagen ausgelöst. (AZ/dpa)

Eine schwere Explosion hat am Samstagmorgen den Kreis Pfaffenhofen an der Ilm erschüttert. Der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, Hans-Peter Kammerer, zu dem Vorfall in der Bayernoil-Raffinerie.
Video: Stefan Küpper
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