Was würde er sagen – und schreiben?

Curt Frenzel hatte von den Amerikanern die Lizenz bekommen, die Augsburger Allgemeine herauszugeben. Und damit den Auftrag, eine freie Presse aufzubauen. Die ist in Zeiten von Fake News, Trump und Populismus wichtiger denn je.

Wenige Wochen vor seinem Tod am 30. Januar 1970 schrieb Curt Frenzel in einem Brief: „Es entspricht meinem Grundsatz, das Gemeinsame zu betonen, aber nicht das Trennende hervorzuheben.“ Es sind Worte, die ein journalistisches Lebenswerk verdichten. Die nachhallen. In eine Gegenwart, in der Trennendes häufiger betont als Gemeinsames hervorgehoben wird. In der das nicht mehr selbstverständlich ist, was dem Gründungsherausgeber, Verleger und langjährigen Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen so überaus wichtig war: ein offenes Deutschland.