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Polizei

13.05.2011

Zwei Leichen aus der Donau geborgen

Das vermisste Ehepaar wird aus der Staustufe Bertoldsheim geborgen.
Bild: Barbara Feneberg

Im Stausee lag das Fahrzeug des Ehepaares aus Wellheim im Landkreis Eichstätt, das seit 2. März vermisst wird. Nun gilt es herausfinden, was jener Märznacht geschah.

Anmerkung der Redaktion: Liebe Leser, bitte beachten Sie, dass dieser Artikel bereits im Jahr 2011 erschienen ist.

Ihr Verschwinden gab den Ermittlern Rätsel auf. Seit 2. März war ein Ehepaar aus Wellheim (Landkreis Eichstätt) wie vom Erdboden verschluckt. Das Fahrzeug der Eheleute wurde aus der Donau gezogen, darin zwei Leichen: eine Frau und ein Mann.

Offiziell bestätigen wollte die Polizei nicht, dass es sich um das vermisste Paar handelt, dazu müssten erst noch weitere Untersuchungen angestellt werden, hieß es aus dem Polizeipräsidium Oberbayern. Aber kaum einer zweifelt noch daran. Auch die Angehörigen wurden bereits benachrichtigt und von einem Kriseninterventionsteam betreut.

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Nun gilt es herauszufinden, was in jener Märznacht im Wohnhaus des kinderlosen Ehepaares passiert ist. Der Mann, Elektriker bei einer großen Ingolstädter Firma, war gegen 23 Uhr das letzte Mal gesehen worden, als er von der Spätschicht nach Hause kam. Etwa um 3 Uhr hörte ein Nachbar, dass der Motor des Fahrzeugs einige Minuten lief. Dann fuhr der Wagen davon.

Fahndungsaufruf im Fernsehen

Als die Konditorin nicht wie gewohnt zur Arbeit erschien und auch nicht auf Anrufe und Klingeln an der Wohnungstür reagierte, rief eine Kollegin gegen 3.30 Uhr die Polizei. Seitdem fehlt von den Eheleuten jede Spur. Eine groß angelegte Suchaktion der Kripo blieb erfolglos und auch der Fahndungsaufruf in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ brachte zwar etliche Anhaltspunkte, aber letztlich keine neuen Erkenntnisse.

Am Mittwoch bekamen die Ermittler rein zufällig den alles entscheidenden Hinweis. Mitarbeiter des Energiekonzerns Eon, der an der Staustufe Bertoldsheim bei Rennertshofen (Kreis Neuburg-Schrobenhausen) ein Wasserkraftwerk betreibt, hatten bei Routineuntersuchungen ein Fahrzeug im Wasser entdeckt. In einer aufwendigen Aktion wurde gestern mit einem Spezialkran das Fahrzeug aus dem Wasser geborgen und zur Untersuchung nach Eichstätt gebracht.

Fest steht, dass eine männliche Person auf dem Fahrersitz gefunden wurde, eine weibliche im hinteren Teil des Autos. Ob die Frau gewaltsam ums Leben kam und wie der Mann starb, muss nun eine Obduktion klären.

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