Die Probleme auf dem Arbeitsmarkt sind in Deutschland viel größer als es scheint. Die Wirtschaft lahmt mittlerweile schon seit Jahren und Unternehmen, die nicht investieren, schaffen auch keine Jobs. Jüngere Menschen haben es selbst mit Hochschulstudium inzwischen deutlich schwerer, den Einstieg zu finden.
Gut bezahlte Industriearbeitsplätze verschwinden derweil in schwindelerregendem Tempo. Dass die Arbeitslosenquote bisher nicht viel stärker gestiegen ist, liegt zum einen am demografischen Wandel und der sinkenden Verfügbarkeit von Arbeitskräften. Zum andern am Aufbau von Stellen im öffentlichen Sektor und Dienstleistungsbereichen wie der Pflege.
Die Sozialsysteme brauchen genügend Beitragszahler
Hinzu kommt ein weiteres Problem, das langfristige Folgen hat: Eine viel zu große Zahl von Menschen findet keinen Job, weil ihre Fertigkeiten und Qualifikationen nicht mehr zu den Profilen passen, die von Unternehmen gesucht sind.
Deutschland kann es sich nicht leisten, eine so große Zahl von Arbeitssuchenden abzuschreiben. Ob Rente, Gesundheitssystem oder Pflege – Dreh- und Angelpunkt für alle anstehenden Sozialreformen ist, dass es im Land ausreichend Beitragszahler gibt. Ausbildung und Weiterbildung sind dafür der Schlüssel und müssen weiter gestärkt werden.
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