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Atomkraft
18.12.2021

AKW-Aus in Gundremmingen: Wird in Bayern der Strom knapp?

Am 31. Dezember wird im Kernkraftwerk Gundremmingen der letzte Reaktorblock C abgeschaltet.
Foto: Bernhard Weizenegger

Plus Einst wurde in Gundremmingen ein Viertel der in Bayern produzierten Energie erzeugt. Doch in nur wenigen Tagen wird das Kraftwerk unwiderruflich abgeschaltet.

Nur noch wenige Tage dauert es, dann wird das Kernkraftwerk Gundremmingen im Landkreis Günzburg abgeschaltet. Damit endet eine Ära der Atomstromerzeugung in Bayerisch-Schwaben, die im Dezember 1966 mit der Inbetriebnahme des Kraftwerks begonnen hatte. Während die Abschaltung in Kreisen von Atomkraftgegnern befürwortet wird, gibt es auch immer wieder kritische Stimmen, denn rein rechnerisch hat das AKW zeitweise rund 30 Prozent des bayerischen Strombedarfs produziert. An dieser Stelle beantworten wir wichtige Fragen.

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Die Diskussion ist geschlossen.

21.12.2021

Von Robert M. 10:21 Uhr >>Das ist eine sehr euphemistische Umschreibung dafür, daß die Lobbyisten der stromfressenden Industrie in Bonn durchgesetzt haben, keine EEG-Umlage zahlen zu müssen.<<

In der Tat haben die Lobbyisten der Stromgroßverbraucher bei den Angeordneten von Union & SPD eine weitgehende Abwälzung der EEG-Kosten auf die Normalkunden, Haushalte wie Gewerbebetriebe, erwirkt. Noch gravierender ist, dass viele Kosten intransparent in die Netzkosten und -entgelte eingepreist wurden und wiederum der Anteil vieler Großverbraucher auf die "Kleinen" umgelegt wurde.

Raimund Kamm

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21.12.2021

Von Robert M. 20:38 Uhr
>>"... EEG..." Hören Sie bitte bloß mit dieser Ausgeburt von Schwachsinn auf, die die Ampel hoffentlich schnellstmöglich beerdigt. Die größten Stromfresser in Deutschland sind von der EEG-Umlage ausgenommen ...<<

Das im April 2000 eingeführte EEG war ein vorbildliches Gesetz. Es musste natürlich wegen Änderungen bei der Technik und auch in der Wirtschaft immer wieder angepasst werden. Das wurde von den ab dem Jahre 2005 regierenden Parteien missbraucht, um das EEG monströs und ungerecht zu machen.

Es war gedacht als Einführungshilfe für die Erneuerbaren Energien. Diese sind jetzt überwiegend wettbewerbsfähig und das EEG kann in einigen Jahren in das Energiewirtschaftsgesetz einbezogen werden. Bis dahin brauchen wir in der Tat durch die neue Bundestagsmehrheit, von der allerdings zwei Parteien Mitschuld an der Verunstaltung des EEG tragen, eine Reform. Diese muss den PV-Ausbau auf gut 15 GW/a und den Windkraftausbau auf rund 10 GW/a ankurbeln. Die Kosten durch neue EEG-Anlagen werden immer geringer, da die meisten Anlagen längst wettbewerbsfähig sind.

Raimund Kamm

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21.12.2021

"Das im April 2000 eingeführte EEG war ein vorbildliches Gesetz. Es musste natürlich wegen Änderungen bei der Technik und auch in der Wirtschaft immer wieder angepasst werden."

Das ist eine sehr euphemistische Umschreibung dafür, daß die Lobbyisten der stromfressenden Industrie in Bonn durchgesetzt haben, keine EEG-Umlage zahlen zu müssen. Der kleine Mann jedoch, ohne Lobby, sponsert mit seinen Abgaben die Industrie und diejenigen, die eh genug Geld haben, sich ein Eigenheim mit PV-Anlage leisten zu können. Die EEG-Umlage hat uns den zweithöchsten Strompreis in Europa beschert.

Das Ding muß weg, und zwar schnellstmöglich!

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20.12.2021

Von Robert M. 20:38 Uhr
>>"... EEG..." Hören Sie bitte bloß mit dieser Ausgeburt von Schwachsinn auf, die die Ampel hoffentlich schnellstmöglich beerdigt. Die größten Stromfresser in Deutschland sind von der EEG-Umlage ausgenommen ...<<

Das im April 2000 eingeführte EEG war ein vorbildliches Gesetz. Es musste natürlich wegen Änderungen bei der Technik und auch in der Wirtschaft immer wieder angepasst werden. Das wurde von den ab dem Jahre 2005 regierenden Parteien missbraucht, um das EEG monströs und ungerecht zu machen.

Es war gedacht als Einführungshilfe für die Erneuerbaren Energien. Diese sind jetzt überwiegend wettbewerbsfähig und das EEG kann in einigen Jahren in das Energiewirtschaftsgesetz einbezogen werden. Bis dahin brauchen wir in der Tat durch die neue Bundestagsmehrheit, von der allerdings zwei Parteien Mitschuld an der Verunstaltung des EEG tragen, eine Reform. Diese muss den PV-Ausbau auf gut 15 GW/a und den Windkraftausbau auf rund 10 GW/a ankurbeln. Die Kosten durch neue EEG-Anlagen werden immer geringer, da die meisten Anlagen längst ohne finanzielle Unterstützung rentabel sind. Hätte man bereits die Folgekosten von Atom-, Erdgas- und Kohlestrom nicht auf zukünftige Generationen verlagert, sondern eingepreist, wären heute nahezu alle EEG-Anlagen preiswerter als die atomaren und fossilen Kraftwerke.

Raimund Kamm

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20.12.2021

@Herrn Kamm, 20.12.2021, 01:32 Uhr: „unpatriotischen Kreisen“ und „Day-Ahead-
Börsenstrompreis“
Ich verstehe nicht ganz!
Der „Day-Ahead-Börsenstrompreis“ bildet den Preis für kurzfristigen Bedarf ab. In meinen
Augen besitzen diese Momentaufnahmen keine Aussagekraft, schließlich ist auch schon Geld
dafür gezahlt worden, dass Überkapazitäten aus dem Netz genommen wurden. Solche und
ähnliche Ereignisse, wie z. B. negative Preise für Rohöl (z. B. minus 40 Dollar für ein Fass –
https://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/aus-dem-archiv-die-tanker-chroniken-i-wie-ich-
einen-oeltanker-kaufen-und-wahnsinnig-abkassieren-wollte/25760016.html) oder das
Geldanlegen für Negativzinsen, sind für den ordentlichen Kaufmann Katastrophenfälle und
keinesfalls Basis für ein neues und seriöses Geschäftsmodell.
Wenn aber der Preisunterschied (Frankreich 34 Cent/kWh, Deutschland 11 Cent/kWh) als
Hinweis dafür genannt wird, dass der deutsche Strompreis (also der, der uns Verbrauchern
von den Stadtwerken oder der LEW berechnet wird) bald stabil weit unter dem
französischen liegen wird (im Moment ist es ja gerade umgekehrt), dann erfreuen solche
Aussichten. Wir können uns dann wieder wie vor einem halben Jahrhundert Strom als
Energie zum Heizen leisten.
Helmut Eimiller

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20.12.2021

Durch die 1998 im Rahmen der EU noch zu Zeiten der Kohl/Rexrodt-Regierung begonnene Strommarktliberalisierung wurden Anbietermonopole aufgelöst und neue Stromerzeuger konnten beginnen, Strom zu erzeugen. Mit dem Inkrafttreten des EEG im April 2000 wurde der Betrieb von PV- und Windkraftanlagen oder auch Biogas- und Geothermieanlagen wie auch Wasserkraftwerken angereizt. Sie bekamen zur Markteinführung anfangs eine Abnahmegarantie und nach Erzeugungsart differenzierte feste Vergütungen. Parallel wurde der Stromhandel etabliert und ausgeweitet, um Erzeuger und Verbraucher zusammenzuführen und bei ihnen mit Strompreisen volkswirtschaftlich effiziente Investitionen wie auch volkswirtschaftlich sinnvolle Steuerung der Anlagen anzuregen.

Über den europäischen Stromhandel an der Strombörse
https://de.wikipedia.org/wiki/EPEX_SPOT
Speziell Day-Ahead-Handel
https://de.wikipedia.org/wiki/EPEX_SPOT#Day-Ahead-M%C3%A4rkte

Börsenstrompreise sind natürlich keine Endverbraucherpreise. Wie mehrmals von mir dargelegt, kommen zu den Erzeugerpreisen natürlich noch viele Steuern, Abgaben und Umlagen. Gerade auch die Netzentgelte machen viel aus.

Das Heizen direkt mit Strom (Widerstandsheizung, man lässt durch Strom Drähte zum Glühen bringen https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrow%C3%A4rme ) ist vorgestrig verschwenderisch. Mit einer elektrisch betriebenen Wärmepumpe kann man aus 1 kWh Strom 3-4 kWh Wärme gewinnen.

Raimund Kamm

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20.12.2021

"... EEG..."

Hören Sie bitte bloß mit dieser Ausgeburt von Schwachsinn auf, die die Ampel hoffentlich schnellstmöglich beerdigt. Die größten Stromfresser in Deutschland sind von der EEG-Umlage ausgenommen, die Zeche bezahlt der kleine Mann, der eh schon kein Geld für ein Eigenheim mit PV-Anlage hat.

Weg damit, und zwar bald!

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21.12.2021

https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/luftwaermepumpen-nur-heisse-luft-3849.html

>> Warum spricht die Umweltgruppe der Luftwärmepumpe die Fähigkeit ab, nennenswert CO2-Ausstoß zu vermeiden? Bei 22 der 25 gemessenen Anlagen habe das Verhältnis zwischen der abgegebenen Wärme und dem eingesetzten Strom im Laufe eine Messjahres, also die Jahresarbeitszahl (JAZ), den Wert 3,0 nicht überschritten. <<

Ohne großen Garten für den Erdkollektor oder einen legalen Zugang zum Grundwasser geht es nicht vernünftig.

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19.12.2021

Zwar mag Atomkraft auf dem ersten Blick CO2 neutral sein, aber neben der extrem Gefahr von Strahlung, Verseuchung, Entsorgungsproblemen führt es auch zur Wassererwärmung der Donau,…

Fazit: Ich bin sehr froh, wenn diese Gefahr weg ist.

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19.12.2021

>>Von Jochen H. 18.12.2021

Ihre Sorge um einen Krieg in der Ukraine ist wohl unberechtigt; der Westen redet das herbei bzw einige ehemalige Ostblockstaaten. RU /UDSSR hat die Gaslieferungen nie von der politischen Lage abhängig gemacht und immer vertragsgetreu geliefert.<<

Ich hoffe, dass Sie mit Ihrer Vermutung recht haben!
Doch warum hat Russland über 100.000 Soldaten mit starken offensiven Panzerverbänden an der Grenze zu seinem militärisch weit unterlegenen Nachbarland aufmarschieren lassen?

Raimund Kamm

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19.12.2021

4 Anmerkungen

1. „Einst wurde in Gundremmingen ein Viertel der in Bayern produzierten Energie erzeugt.“
Grundsätzlich nein. Denn Energie umfasst auch andere Energieformen und nicht nur Strom und all diese Energie wird aus Sonnenenergie (heute: Bioenergie, Solar, Wasser- und Windkraft; fossil gespeichert in Erdgas, Erdöl und Kohle) und Kernenergie (bei der Entstehung der Welt in den Atomkernen gespeicherte Energie) gewonnen. Auch wenn dies einigen als haarspalterisch vorkommt, ist die Unterscheidung bedeutsam. Denn die Gleichsetzung von Strom und Energie behindert die energiepolitischen Einschätzungen. Grob macht der Stromverbrauch nur ein FÜNFTEL der Energienutzung in Deutschland aus.

2. „Die Energiepolitik Bayerns sei aber dennoch darauf ausgerichtet, einen möglichst großen Anteil des in Bayern benötigten Stroms aus erneuerbaren Energien in Bayern zu erzeugen.“
Dieses vernünftige Ziel wurde von der CSU und der Bayerische Staatsregierung vor einigen Jahren aufgegeben als man sich entschloss, den Windkraftausbau in Bayern weitgehend zu blockieren.

3. „Wird der Strom teurer?“
Die Strompreisentwicklung hängt von mehreren Faktoren ab. Jetzt wird der Strom infolge schwerer politischer Fehler Deutschland aus zwei Hauptgründen teurer:
a. Wir haben zu wenig moderne PV- und Windkraftanlagen, die den Strom für 4 – 5,5 Cent je Kilowattstunde liefern können. Deswegen laufen die teuren und preissetzenden Gaskraftwerke zu viel und brauchen wir zu viele CO2-Zertifikate, was wiederum deren Preise steigen lässt.
b. Unser System aus Steuern, Abgaben und Umlagen („SAU“) ist verkommen. Strom ist viel höher damit belastet als gerade Erdgas, Atom und Kohle. Gerade auch die Abwälzung mancher Kosten auf die Netzentgelte und die zwanghafte Beibehaltung einer Strompreiszone führt zu preistreibenden Fehlentwicklungen.

4. >>“Bayerisch-Schwaben ist als starker Industrie- und Produktionsstandort mehr als andere Regionen auf eine verlässliche Stromversorgung angewiesen“, sagt der stellvertretende Präsident der IHK Schwaben, Gerhard Pfeifer.<<
Nicht Herr Pfeifer aber andere Führungspersonen der IHK Schwaben haben seit Jahrzehnten schwere Schuld auf sich geladen, weil sie die Stromwende in Schwaben und in Deutschland sabotiert haben. Sie haben immer wieder ohne die Folgen und die Folgekosten ehrlich auszusprechen die Atomkraft gelobt. Das AKW Gundremmingen war sehr einflussreich in der IHK. Zugleich haben solche IHK-Vertreter den Ausbau der strompreissenkenden Solar und Windkraft auch in Schwaben kritisiert und gebremst.

Raimund Kamm

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19.12.2021

Wer sich mal die Mühe macht und die Stromflüsse zwischen den Ländern anschaut, der wird feststellen, dass Frankreich insbesondere in der Winterzeit sehr viel Strom aus Deutschland bezieht. Aktuell zu dieser Minute fließt rein rechnerisch 2 x Gundremmingen ins gelobte Land der Atomkraft. Plus weitere Importe dorthin aus anderen Nachbarländern. Den Franzosen dämmert immerhin so langsam, dass die Atomkraft nur aufgrund massiver staatlicher Unterstützung des Betreibers EDF (der dem Staat gehört) überhaupt tragbar ist. In den nächsten 10 Jahren stehen hunderte Milliarden an nötigen Investitionen in marode französische AKWs an.

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19.12.2021

>> Wer sich mal die Mühe macht und die Stromflüsse zwischen den Ländern anschaut, der wird feststellen, dass Frankreich insbesondere in der Winterzeit sehr viel Strom aus Deutschland bezieht. <<

Deutscher Kohlestrom nicht PV-Strom - und zwar für Heizzwecke!

https://www.iwr.de/news/kaeltewelle-frankreich-auf-stromimporte-aus-deutschland-angewiesen-strompreise-klettern-news37233

>> In Frankreich wird vielfach mit Strom geheizt und bei einer Kältewelle steigt die Stromnachfrage mitunter so stark, dass die französischen Kraftwerke an ihre Grenzen kommen. <<


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18.12.2021

Das Ausland freut sich über die kommenden Stromimporte. Niederlande kehrt zur Atomkraft zurück; und Deutschland hat immer noch nicht ergündet, was wirtschaftlich und sozial angebracht wäre. Nicht nur die Importe werden gravierend steigen, auch die Preisspirale wird sich mehr und mehr nach oben bewegen. Schon heute wird Strom zu einem kostbaren Gut für einen Großteil der Bevölkerung. Nur hat man politisch dies noch nicht begriffen.

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18.12.2021

Früher war die Versorgungssicherheit durch einen breit angelegten Energiemix ein hohes Gut, welches wir aus der Hand gegeben haben, ohne für ausreichend Alternativen zu sorgen. Sollte es jetzt tatsächlich zu einem Krieg in der Ukraine kommen, dann befürchte ich, dass wir durch die übermäßige Abhängigkeit von Russischem Gas großen wirtschaftlichen Schaden davontragen werden.

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18.12.2021

Ihre Sorge um einen Krieg in der Ukraine ist wohl unberechtigt; der Westen redet das herbei bzw einige ehemalige Ostblockstaaten. RU /UDSSR hat die Gaslieferungen nie von der politischen Lage abhängig gemacht und immer vertragsgetreu geliefert. Und NS 2 hat erst Mal gar nichts mit dem UA Konflikt zu tun. Alternativen zu RU Gas gibt es real auch nicht, denn die USA liefern ihr LNG Gas lieber nach Asien, weil dort der Verkaufserlös höher ist.

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18.12.2021

Nationaler Alleingang zum Wohl DEU und Gefallen der deu Umweltschützer. Aber wie schon im Artikel erwähnt, Bayern wird zum Strom Importgebiet. Und der kommt nicht nur aus relativ umweltfreundlichen Gaskraftwerken, sondern in Deu vermehrt aus Kohlekraftwerken und aus dem Ausland- Atomkraftwerken in FRA oder Tschechien usw. Damit ist eigentlich niemanden geholfen und Umweltgedanke sticht nicht mehr. Man fühlt sich nur wohl.

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20.12.2021

In Deutschland herrschen in manchen unpatriotischen Kreisen schlimm falsche Vorstellungen von Deutschlands Stromwirtschaft. Nur zwei Beispiele:
In Deutschland lag am 19.12.21 der maßgebliche Day-ahead Börsenstrompreis bei 11,3 ct/kWh. Dieser ist infolge der Windkraft und guten Winds so niedrig. Morgen wird er wieder fast dreimal so hoch sein.
https://energy-charts.info/charts/price_average/chart.htm?l=de&c=DE&year=2021&interval=day&day=m12

In Frankreich hingegen lag am selben Tag der Preis bei 34,3 ct/kWh. Also dreimal so hoch!
https://energy-charts.info/charts/price_average/chart.htm?l=de&c=FR&year=2021&interval=day&day=m12

Raimund Kamm

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18.12.2021

„Es ist daher für die Versorgungssicherheit nicht zwingend notwendig, dass der gesamte benötigte Strom ortsnah erzeugt wird.“
und
"Rund 70 Prozent des Strombedarfs, so die Schätzungen, müssen daher künftig über Importe aus dem In- und Ausland gedeckt werden."

Das machen dann die französischen AKWs und polnischen Kohlekraftwerke. Ist natürlich ethisch viel besser!
Frankreich und Polen sind schon dabei, Gundremmingen zu ersetzen:

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/macron-atomkraftwerke-frankreich-101.html

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/international/2129942-Polens-Weg-in-die-strahlende-Zukunft.html

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18.12.2021

Das passt doch gut zu der Scheinheiligkeit der Öko Debatte. Wir sind so toll, keine (in der Tat gefährliche) Atomkraft. Dafür importieren wir schön Atomstrom aus dem Ausland, wo die Sicherheit nicht immer auf gutem Niveau ist.

Aber frei nach dem Motto, der Strom kommt aus der Steckdose.
Dafür halten wir Kohle- und Gaskraftwerke vor. So toll.

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