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Lieferung von Kampfjets an die Ukraine? Scholz warnt vor "Überbietungswettbewerb"
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  3. Bayern: Zahl der Asylanträge in Bayern steigt wieder deutlich

Bayern
22.08.2022

Zahl der Asylanträge in Bayern steigt wieder deutlich

Immer mehr Menschen stellen in Bayern einen Asylantrag.
Foto: D. Karmann, dpa (Symbol)

Im Freistaat werden wieder deutlich mehr Asylanträge gestellt. Allerdings sind viele Unterkünfte überbelegt. Joachim Herrmann sieht den Bund in der Pflicht.

Immer mehr Menschen aus anderen Ländern suchen wieder in Bayern Schutz. Das zeigen Zahlen des Bundesministeriums für Migration und Flüchtlinge (Bamf). Im ersten Halbjahr 2022 haben 10.762 Menschen im Freistaat einen Erstantrag auf Asyl gestellt. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2021 waren es 7853.

Auch in Schwaben kommen immer mehr Menschen in den Ankerzentren an. In den vergangenen sechs Monaten waren es 4161. Im vergangenen Jahr waren es 972 und 2020 waren es 664 zwischen Januar und Juni. Die meisten von ihnen kommen aus Afghanistan, Irak und Gambia.

Menschen, die in Deutschland einen Asylantrag stellen, werden nach Angaben des Bamf' nach bestimmten Quoten auf die einzelnen Bundesländer verteilt. Für Bayern beträgt diese Quote derzeit etwa 15 Prozent. Höher ist sie zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen mit einem Wert von etwa 21 Prozent. Innerhalb von Bayern werden sie in sogenannten Ankerzentren untergebracht, bis über ihren Antrag entschieden wurde.

Corona und der Krieg in der Ukraine haben Auswirkungen auf Asylsuchende

Vor allem die Corona-Pandemie hat Auswirkung auf die Fluchtbewegungen. In den vergangenen zwei Jahren sei es aufgrund der Reisebeschränkungen deutlich schwieriger gewesen, Grenzen zu überqueren, heißt es vom bayerischen Innenministerium. Das hat sich auch auf die Anzahl der Asylsuchenden ausgewirkt. Außerdem habe die Pandemie die wirtschaftliche Situation in vielen Ländern verschlechtert. Aber auch der Krieg in der Ukraine hat weitreichende Folgen. Denn durch fehlende Getreidelieferungen hat sich die globale Ernährungssituation verschlechtert.

Das sieht Stephan Dünnwald, Sprecher des bayerischen Flüchtlingsrates, etwas anders. "Es war absehbar, dass wieder mehr Menschen nach Deutschland kommen werden." Vor allem in den Sommermonaten machen sich laut Dünnwald jedes Jahr viele Menschen auf den Weg nach Europa. Der Grund: In dieser Zeit gibt es etwa weniger Stürme auf dem Mittelmeer und die Überfahrt sei etwas weniger gefährlich.

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Diese Entwicklung zeige sich auch in den Flüchtlingsunterkünften, in denen es eng werde: "Es gibt zu wenig Unterkünfte und ihre Qualität ist oft schlecht." Durch den Krieg in der Ukraine gebe es nun noch mehr Menschen, die untergebracht werden müssten. Manche von ihnen hätten zuvor bei Privatpersonen gelebt, müssten nun aber in Unterkünfte ziehen.

Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern, wirft dem Bund Versäumnisse bei der Asylpolitik vor.
Foto: Daniel Löb, dpa (Archivbild)

Auch das bayerische Innenministerium ist sich dieses Problems bewusst. Auf Nachfrage unserer Redaktion heißt es, dass die Ankerzentren derzeit zu 103,2 Prozent ausgelastet seien. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) warf in diesem Kontext dem Bund vor, seiner Verantwortung in der Asylpolitik nicht gerecht zu werden. Es sei völlig indiskutabel, dass die Ampel-Koalition nicht mehr, sondern sogar weniger Mittel für die Unterbringung von Flüchtlingen zahlen wolle.

Situation ist für ukrainische Geflüchtete anders

Ob ein Asylantrag Erfolg hat, hängt unter anderem von der Staatsangehörigkeit ab. Menschen mit einem syrischen Pass haben eine Chance von 89 Prozent, dass sie bleiben können. Anders sieht es zum Beispiel für jene mit einer irakischen Staatsangehörigkeit aus. Im ersten Halbjahr 2022 haben 15,7 Prozent von ihnen einen positiven Asylbescheid bekommen.

Die Situation ist für Ukrainerinnen und Ukrainer etwas anders. Im Gegensatz zu Geflüchteten aus Syrien oder Afghanistan können sie grundsätzlich ohne Visum nach Deutschland einreisen und dürfen sich drei Monate in der Bundesrepublik aufhalten. Um jedoch Unterstützung zu bekommen, müssen sie sich an ihrem Aufenthaltsort registrieren. Manche Städte, wie etwa Augsburg, wenden mittlerweile das FREE-Verfahren an. Ukrainer ohne örtlichen Bezug können so in andere Bundesländer umverteilt werden.

Hören Sie sich dazu auch unseren Podcast an. Die Augsburgerin Tanja Hoggan-Kloubert spricht über die Angst um ihre Eltern in der Ukraine – und die überwältigende Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung.

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Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

22.08.2022

Die kulturelle Aneignung durch das Tragen von Lederhosen und Dindl könnte für Menschen mit Migrationshintergrund zu Problemen führen. Für die Stadt München rollt, bedingt durch das Oktoberfest, eine riesige Problemwelle zu.

22.08.2022

Vergessen:
Im Bezug des Kommentars von Rainer Kraus

22.08.2022

Wie wäre denn ein befristeter Aufnahmestop bis A.) erst einmal die Versorgung der einheimische Bevölkerung soweit sichergestellt ist, dass niemand der im Winter die Heizung einschaltet anschließend zur Tafel muss um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. B.) Die logistischen Voraussetzungen für weitere Aufnahmen und INTEGRATION geschaffen sind.

22.08.2022

Wie wäre es denn wenn die Leute, die es locker schul tern können etwas abgeben für die Leute die wirklich in Not sind.
Im Übrigen brauchen wir jede Arbeitskraft auch um Ihre Rente sicher zu stellen.
Immer bei den Ärmsten anfangen zu sparen habe wir doch nicht nötig.

22.08.2022

Da die Asylanträge in Bayern steigen, aber die finanziellen Vergütungen für Asylanten in allen 16 Bundesländern Deutschlands gleich sind, wird womöglich in Bayern die bessere Lebensqualität vermutet oder das Tragen von Dirndl und Lederhose bevorzugt?

22.08.2022

Zwischen-Überschrift in der Durckausgabe: "Das Reisen ist nach Corona wieder einfacher geworden" .... Habe ich das Ende der Pandemie verpasst?

22.08.2022

Wusste garnicht das in Gambia ein Krieg ist.
Das sind Flüchtlinge aus wirtschaftlichen Gründen

22.08.2022

Es muss nicht unbedingt Krieg herrschen, es kann auch die leider in manchen Ländern bestehende Verfolgung von Bevölkerungsgruppen aber auch einzelner Personen Grund genug sein (Religion, politische Anschauung, sexuelle Orientierung, etc.).