Finden bald wieder Olympische Spiele in Deutschland statt? Darüber, ob sich München um die Ausrichtung der Sommerspiele bewirbt, sollte jedenfalls ganz Bayern abstimmen dürfen. Das ist das eindeutige Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für unsere Redaktion. Darin geben 63 Prozent der Bürgerinnen und Bürger aus Bayern an, dass Menschen im gesamten Freistaat in die Entscheidung einbezogen werden sollten. Ein Viertel der Befragten gibt an, dass nur Münchnerinnen und Münchner abstimmen sollen. Der Rest ist unentschlossen. Hintergrund der Debatte ist, dass sich die Austragungsorte und Spielstätten nicht nur auf das Stadtgebiet Münchens beschränken würden.
Bewerbung um Olympia in Bayern scheiterte schon einmal am Bürgerentscheid
In einem Bürgerentscheid sind am 26. Oktober etwa 1,1 Millionen Menschen aufgerufen, um auf die Frage „Sind Sie dafür, dass sich die Landeshauptstadt München um Olympische und Paralympische Sommerspiele bewirbt, die entweder im Jahr 2036, 2040 oder 2044 stattfinden?“ mit Ja oder Nein zu antworten. Stimmberechtigt sind alle EU-Bürgerinnen und -Bürger, die mindestens 18 Jahre alt sind und seit mindestens zwei Monaten mit Hauptwohnsitz in München gemeldet sind. Zur Erinnerung: Im Jahr 2013 scheiterte eine Bewerbung für Olympische Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen am Bürgerentscheid.
Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzerinnen und -nutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung von Deutschlands Bevölkerung gewichtet. Für die Frage "Sollten Ihrer Meinung nach nur die Bürger:innen Münchens oder ganz Bayern über eine mögliche Münchner Olympia-Bewerbung, die u. a. auch Sportstätten außerhalb Münchens vorsieht, abstimmen?" wurden im Zeitraum vom 1.10.2025 bis 23.10.2025 die Antworten von 3000 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern aus Bayern berücksichtigt. Der statistische Fehler liegt bei 3,3 Prozent.
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