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Fußball: Eintracht mit Siegeswillen und Trapp zum FC Bayern

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Eintracht mit Siegeswillen und Trapp zum FC Bayern

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    Eintracht Frankfurts Cheftrainer Oliver Glasner spricht bei einer Pressekonferenz.
    Eintracht Frankfurts Cheftrainer Oliver Glasner spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Arne Dedert, dpa (Archivbild)

    Eines stellte Oliver Glasner vor dem Gastspiel des Tabellenvierten Eintracht Frankfurt am Samstag (18.30 Uhr/Sky) bei Bayern München mal ganz klar. "Wir haben nie das Ziel ausgegeben, dass wir den FC Bayern überholen wollen", betonte der Trainer am Freitag vor dem 104. Bundesligaduell der beiden Clubs. Die Bayern seien zehnmal am Stück Meister geworden und hätten nur eines der 25 Pflichtspiele in dieser Saison verloren: "Ich weiß nicht, ob wir schon auf Augenhöhe sind, sein müssen oder sollen. Aber es ist auch egal. In einem Spiel kann man immer gewinnen."

    In der vergangenen Saison haben die Hessen mit einem 2:1 gezeigt in München bewiesen, dass es beim FC Bayern klappen kann. Allerdings: Das Hinspiel zur Eröffnung der aktuellen Spielzeit ging im eigenen Stadion mit 1:6 gegen den Rekordmeister verloren. "Da sind wir mit 0:5 in der ersten Halbzeit mit einem Ring durch die Nase durch die Arena gezogen worden", meinte Glasner immer noch mit Grausen.

    Dass die Mannschaft von Coach Julian Nagelsmann nur mit Unentschieden in Leipzig und gegen Köln ins neue Jahr gestartet ist, ändert für den Kollegen Glasner nichts an der schwierigen Ausgangslage. "Die Bayern haben die beste Offensive der Liga und die beste Defensive. Da muss bei uns alles passen", sagte der 48 Jahre alte Österreicher. "Es ist uns egal, was geschrieben wird: Bayern-Jäger oder was auch immer wir sein sollen, dass darf für uns nicht relevant sein."

    Er sei aber überzeugt, den Münchnern das Leben schwer machen zu können "Dazu sind wir in der Lage dazu. Es gibt einfachere Aufgaben", sagte Glasner. "Aber wir freuen uns darauf, fahren mit großem Elan dahin und werden alles raushauen, um zu gewinnen. Es muss aber alles passen."

    Zumindest passt es gut, dass Nationaltorwart Kevin Trapp von einem grippalen Infekt genesen und nach seiner Pause zuletzt beim SC Freiburg (1:1) wieder eingesetzt werden kann. "Wir haben ihn gescheckt, es ist alles okay. Er fühlt sich bereit und sagt, er ist bereit", sagte Glasner.

    Geärgert hat den Eintracht-Trainer, dass nach den nicht so glanzvollen Leistungen in den ersten beiden Liga-Partien gegen Schalke 04 (3:0) und in Freiburg Kritik aufkam - ungeachtet der besten Hinrunde seit 1993/94 und dem Einzug ins Achtelfinale sowohl in der Champions League als auch im DFB-Pokal. "Gefühlt ist es immer noch zu wenig. Da wird man den Leistungen der Spieler nicht gerecht. Diese Gruppe hat bisher herausragendes geleistet für die Eintracht", meinte er und fügte an: "Seid sicher, dass wir kritisch mit uns umgehen und uns verbessern möchten. Aber man darf auch mal sagen: Jungs, Daumen hoch - und weiter so!"

    Nach so einer langen Winterpause brauche es etwas Zeit, um wieder in Topform zu kommen. "Die Abstimmung ist noch nicht so perfekt. Wir müssen noch mehr Gefühl füreinander entwickeln", erklärte Glasner. Er könne aber eines versprechen: "Die Spieler werden nicht nachlassen. Der Hunger und Spirit bleiben."

    (Andreas Schirmer, dpa)

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