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Corona-Pandemie
01.09.2022

Münchner Infektiologe: Angepasste Impfstoffe kommen zu spät

Der Infektiologe Clemens Wendtner nimmt an einer Pressekonferenz im Münchner Rathaus teil.
Foto: Sven Hoppe, dpa (Archivbild)

Die erwartete EU-Zulassung der beiden angepassten Corona-Impfstoffe kommt aus Sicht des Münchner Infektiologen Clemens Wendtner zu spät.

Er verwies in der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag) darauf, dass die Omikron-Sublinie BA.1, gegen die die neuen Mittel besonders gut schützen sollen, in Deutschland keine Rolle mehr spielt. "Man erkennt da mit bloßem Auge, dass der neue Impfstoff zu spät kommt." So langsam sickere bei vielen durch, dass der Impfstoff nicht vollumfänglich das halte, was suggeriert werde, ergänzte Wendtner. Zwar wirkten die Präparate in gewissem Maße auch gegen die aktuell vorherrschenden Sublinien BA.4 und BA.5 - das habe das bisherige Präparat aber auch schon getan.

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat am Donnerstag den Weg für die beiden angepassten Impfstoffe freigemacht. Die EU-Kommission muss noch formal über die Zulassung entscheiden. Die EMA-Entscheidung betrifft Anträge von Biontech/Pfizer und des US-Unternehmens Moderna auf Zulassung von sogenannten bivalenten mRNA-Impfstoffen, die vor dem ursprünglichen Sars-CoV-2 und vor der Omikron-Sublinie BA.1 schützen sollen.

Vorbehaltlich der erwarteten EU-weiten Zulassung sollen in den beiden Wochen ab 5. September rund 14 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer und Moderna nach Deutschland kommen, die an die Variante BA.1 angepasst sind. Das geht aus einem Schreiben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hervor.

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