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Demo mit Musik: Münchner „Krachparade“ wird zur Großkundgebung

Demo mit Musik

Münchner „Krachparade“ wird zur Großkundgebung

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    Mehrere Tausend Menschen nehmen in München an der «Krachparade» teil.
    Mehrere Tausend Menschen nehmen in München an der «Krachparade» teil. Foto: Felix Hörhager/dpa

    Die alljährliche Münchner „Krachparade“ gegen hohe Mieten und für eine lebendige Kulturszene ist zur Großkundgebung geworden: Am Samstag nahmen je nach Schätzung in der Spitze zwischen 25.000 und 30.000 Menschen an der Kundgebung teil. Nach dem Auftakt im Universitätsviertel mit an die 5.000 Menschen wurde der Zug im Laufe des Nachmittags immer größer, mehrere Dutzend Musikmobile und fahrende Bühnen rollten durch die Straßen. Die Schlusskundgebung fand am Abend auf der Theresienwiese statt. Laut Münchner Polizeipräsidium gab es nur vereinzelte Störungen.

    Damit fiel die diesjährige Krachparade ungleich größer aus als erwartet: Angemeldet hatten die Veranstalter bis zu 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Der Demonstrationszug erstreckte sich über zwei Kilometer durch die Innenstadt“, resümierte Demonstrationsleiter Timm Buchheit jetzt. Die Kundgebungen des Bündnisses „Mehr Lärm für München“ finden seit 2014 statt, inspiriert von Rave-Paraden. In diesem Jahr beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter 60 Vereine, Initiativen und Kollektive.

    Die einen wollen feiern, die anderen ihre Ruhe

    Abgesehen vom Protest gegen horrende Mieten und Gentrifizierung in der Landeshauptstadt fordert das Bündnis mehr Freiraum für Feiern, Musiker und laute Veranstaltungen. Buntes städtisches Leben, Kultur, Gastronomie, Clubs, Spielplätze oder Außenveranstaltungen erzeugten sozialen Lärm und dürften nicht mit Baustellen- oder Verkehrslärm gleichgesetzt werden, sagte Florian Raabe, der Anmelder der Kundgebung.

    In München gibt es seit Jahren Diskussionen um das abendliche Freizeittreiben auf den Straßen in den Sommermonaten. Weniger feierfreudige Bewohner der innenstadtnahen Viertel sind genervt von Gaststättenlärm, lauten Gruppen von Zechern auf den Plätzen und den Qualmwolken, die die Grillpartys an der Isar an schönen Sommerabenden erzeugen.

    Eine fünfstellige Zahl von Menschen demonstriert bei der Münchner «Krachparade» gegen die hohen Mieten und für eine lebendige Kulturszene - inklusive lauter Feiern.
    Eine fünfstellige Zahl von Menschen demonstriert bei der Münchner «Krachparade» gegen die hohen Mieten und für eine lebendige Kulturszene - inklusive lauter Feiern. Foto: Felix Hörhager/dpa
    Trotz wechselhaften Wetters und eines kräftigen Schauers nahm eine fünfstellige Zahl von Menschen an der «Krachparade» teil.
    Trotz wechselhaften Wetters und eines kräftigen Schauers nahm eine fünfstellige Zahl von Menschen an der «Krachparade» teil. Foto: Felix Hörhager/dpa
    Die Band Toxic Pills nahm ebenfalls an der Münchner «Krachparade» teil.
    Die Band Toxic Pills nahm ebenfalls an der Münchner «Krachparade» teil. Foto: Felix Hörhager/dpa
    Mehrere Tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer versammelten sich vor der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität.
    Mehrere Tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer versammelten sich vor der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. Foto: Felix Hörhager/dpa
    Die Teilnehmer kamen auch aus der Kreativszene.
    Die Teilnehmer kamen auch aus der Kreativszene. Foto: Felix Hörhager/dpa
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