Ausflugstipps: 80 Orte in Schwaben und Oberbayern, die Sie gesehen haben sollten
Ausflugstipps
80 Orte aus der Region und warum Sie sie gesehen haben sollten
Oft muss man gar nicht weit reisen, um wunderschöne Natur und Sehenswürdigkeiten zu sehen. Das sind die besten Orte aus Schwaben und dem angrenzenden Oberbayern.
Von AZ-Redaktion|31.10.25 - aktualisiert:|
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Gehört zu den 80 schönsten Orten der Region: die Burg in Harburg.Foto: Wolfgang Widemann
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Mindelburg
„Meine Burg, meine Stadt, mein Land.“ Wir wissen nicht, ob sich Georg von Frundsberg um 1500 genau das gedacht hat, wenn er den Blick vom Bergfried schweifen ließ. Was wir wissen: Der Blick von der Mindelburg auf die Stadt Mindelheim und deren Umgebung ist herrlich. Und für Liebhaber von Baustellen gibt es derzeit auch viel von dort oben zu sehen: die Arbeiten an der Mindelburg, die Sanierung des Glockenturms der Kirche St. Stephan und der Erweiterungsbau des Krankenhauses. (Axel Schmidt)
Die im zwölften Jahrhundert erbaute Mindelburg auf dem Georgenberg.Foto: dpa
2
Friedberg
Friedberg ist eine herzliche Stadt. Wer aus Augsburg über den Lech herüberkommt, ist oft überrascht, wie zugänglich die Menschen in Altbayern sind. Es gibt kein besseres Symbol dafür als das mit Rosen umrankte Herzbankerl am Rathaus. 2014 war es ein Geschenk der Partnerstadt Friedberg in der Steiermark. Seitdem ist es ein Liebling aller, für Hochzeitspaare als Foto-Hotspot ein Muss. Es ist einfach schön, zu schauen, wer dort Platz nimmt, denn die rosige Oase zaubert jedem, der sie nutzt, ein Lächeln auf die Lippen. (Ute Krogull)
Die Stadtshilouette von Friedberg ist von allen Seiten aus betrachtet sehenswert, so auch vom Afrasee aus.Foto: Rudolf Baier
3
Buttenwiesen
Das „jüdische Ensemble“ in Buttenwiesen im Landkreis Dillingen ist für mich ein besonderer Ort. Dort gibt es neben der ehemaligen Synagoge den jüdischen Friedhof, ein Ritualbad und ein ehemaliges Wohnhaus. Im Herzen des Ortes kann ich den Spuren des Zusammenlebens der Kulturen in den vergangenen Jahrhunderten folgen. Dank modernster Technik, finanzieller Unterstützung von Bund, Land und Gemeinde entstand in den vergangenen drei Jahren ein Ort, der mich zum Nachdenken anregt. (Elli Höchstätter)
Hier zeigt sich Schwaben von der oberschönen Seite: Seit Jahrhunderten leben in Oberschönenfeld im Landkreis Augsburg Ordensschwestern. Die Zisterzienserinnen gelten als gottesfürchtig, doch sie beehren auch weltliche Kundschaft mit ihrem Holzofenbrot. Als Geheimtipp empfiehlt sich die Brotsuppe im Klosterstüble. Michael Haupt gab sein Gourmetlokal auf, um die urige Wirtschaft zu übernehmen. Höhepunkt des kleinen Bilderbuchschwabens bildet das Volkskundemuseum. (Michael Pohl)
Das Kloster Oberschönenfeld aus der Luft.Foto: Augsburger Allgemeine
5
Klenzepark
Einst war die Fläche südlich der Donau ein brachliegendes Areal in Ingolstadt. Dann kam die Landesgartenschau und seit den 90er-Jahren ist der Klenzepark für die Ingolstädter weit mehr als nur ein Park, in dem man sich auf eine Bank setzt. Die Wiese wird für Konzerte genauso genutzt wie zum Fußballspielen, Wasserlauf und Brunnen sorgen für Abkühlung an heißen Tagen, am Regenbogenspielplatz können sich Kinder austoben. Und wenn’s regnet? Dann ab ins Polizei- oder Armeemuseum. (Luzia Grasser)
Ein Radler fährt im Klenzepark in Ingolstadt.Foto: Armin Weigel, dpa
6
Kuhsee
Schon bei der Hinfahrt streift man den Alltag ab wie ein Arbeitshemd: Wer aus der Stadt kommt, radelt zum Kuhsee durch den Siebentischwald und überquert am Hochablass den Lech. Der See ist in den 70er-Jahren entstanden, als ein Altarm des Lechs erst zum Kiesabbau genutzt und dann zum Naherholungsgebiet ausgebaut wurde. Selten sind öffentliche Gelder besser investiert worden. Im Sommer lockt der See Schwimmer an – der Kuhsee ist aber zu allen Jahreszeiten eine kleine Urlaubsreise. (Michael Kerler)
Panorama über den Kuhsee in Hochzoll/Augsburg.Foto: Sarah Schöniger
7
Karlsplatz in Neuburg
Wenn man schon eine Wohnung ohne Balkon hat, ist es durchaus von Vorteil, einen der wohl schönsten Plätze Bayerns vor der Haustür zu haben. Auf dem Karlsplatz, in der von der Renaissance geprägten Neuburger Altstadt, nimmt das Feierabendbier im Schein der untergehenden Sonne besonders viel Hektik aus meinem Alltag. Überraschenderweise ist dort immer ein Bänkchen unter den alten Linden frei, und mit etwas Glück ersetzt eine spontane Theatervorstellung auch gleich den Fernsehabend danach. (Florian Lang)
Der Blick auf die Hofkirche am Karlsplatz in Neuburg.Foto: Anna Hecker
8
Pfannental
Bewaldete Hügel links und rechts, dazwischen ein Schotterweg in einem kleinen Tal. Die Abendsonne hüllt alles in wohlig-warme Farben. Hier haben wir uns als Kinder an den Felsen im Klettern versucht und im Schutz der Nadelbäume Lager gebaut. Hier saßen wir zum ersten Mal auf einem Schlitten und rasten mutig die Hügel hinab. Viele Erinnerungen verbinden mich bereits mit dem Pfannental zwischen Haunsheim und Medlingen im Kreis Dillingen. Und es werden noch viele dazukommen. (Jonathan Mayer)
Zwischen Haunsheim und Medlingen im Kreis Dillingen liegt das Pfannental.Foto: Katharina Gaugenrieder
9
Augsburger Kiosk
Ohne Kiosk ist das Stadtleben ärmer. Hier, in der Nähe des Roten Tores, halten Rentner und Schulkinder und treffen Büroarbeiter auf Malocher im Blaumann. Über den Tresen gereicht werden Butterbrezen, Cappuccinos oder Brausebonbons. Doch die eigentliche Versorgungsaufgabe des Kiosks ist eine andere: Er liefert in dieser großen Welt im Kleinen ein wenig von dem sozialen Schmierstoff, der immer knapper wird: ein kurzes Wort mit einem Fremden, ein flüchtiger Blick in ein anderes Leben. (Matthias Zimmermann)
Am Roten Tor halten Rentner und Schulkinder und es treffen Büroarbeiter auf Malocher im Blaumann.Foto: Ina Marks
10
Kapellenberg
Ich war als Volontärin in der Lokalredaktion Dillingen zuständig für den Aschberg mit seinen drei Gemeinden. Meine Kollegen gaben mir den Tipp, mich mit den Bürgermeistern kurzzuschließen. Auf eine längere Sightseeingtour durch Aislingen nahm mich der Bürgermeister mit. Die führte vom Atomkraftwerk bis zur Römergeschichte. Die schönste Station war der Kapellenberg, auf dem man weit in die Region blicken kann. Wenn ich in der Gegend bin, komme ich gern hierher zurück. (Christina Brummer)
Die Kapelle im Markt Aislingen.Foto: Christina Brummer
11
Blick auf Neuburg
Dieser Blick! Ich habe ihn schon so oft genossen, und dennoch bin ich jedes Mal aufs Neue begeistert. Diesen Blick auf meine Heimatstadt Neuburg an der Donau kann jeder kostenfrei erhaschen und sich an diesem besonderen Ort niederlassen. Hier steht nämlich eine Bank. Und wenn man hier sitzt, schweifen der Blick und die Gedanken. Dieser Ort ist im Neuburger Stadtteil Gietlhausen. Die Bank steht am Waldrand oberhalb der Kirschbaum-Wiesen. (Barbara Wild)
Der Blick auf Neuburg an der Donau von Gietlhausen aus.Foto: Barbara Wild
12
Krumbacher Stadtgarten
An einem sonnigen Tag auf einer Bank im Krumbacher Stadtgarten zu sitzen und dem Mühlrad dabei zuzusehen, wie es sich dreht: Es gibt kaum etwas Meditativeres, das man in der Mittagspause machen kann. Man muss nur aufpassen, dass man nicht die Zeit vergisst. Wenn es die Zeit dann noch zulässt, rentiert sich ein Besuch in der Mühlkapelle, zu der man kommt, wenn man durch den Stadtpark geht und die erste Brücke links nimmt. (Rebekka Jakob)
Als kunterbunter Farbtupfer zeigt sich die Blumenwiese im Krumbacher Stadtgarten.Foto: Georg Drexel
13
Westendorfer Flure
Flanieren auf dem Feldweg – und ein bisschen kalte Füße kriegen. Wenn die Sonne untergeht, dann sind die Westendorfer Wiesen im Landkreis Augsburg ein hinreißender Ort. Alles wird rot und golden, man setzt sich am besten mit einem Campari auf ein Bänkchen und schaut einfach so vor sich hin. Und dann vielleicht noch ein paar Schritte weiter, zur Kneippanlage unter Birken, Storchengang, schnell raus, abtrocknen, kalt, warm, Gulasch gibt’s. (Stephanie Sartor)
Die Westendorfer Wiesen im Landkreis Augsburg sind ein hinreißender Ort.Foto: Stephanie Sartor
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Schwäbisches Rom
Wegen seiner vielen Kirchen, der einstigen Jesuiten-Universität und Residenz der Augsburger Bischöfe wird Dillingen gerne Schwäbisches Rom genannt. Der Blick auf die barocke Fassade der früheren Universität, in der heute Bayerns Lehrerakademie untergebracht ist, und die Studienkirche lässt mein Herz höherschlagen. Wenn man den Blick wendet, wird die Harmonie komplett. Man sieht den Mitteltorturm und die Königstraße – Dillingens Prachtmeile. (Berthold Veh)
Ein Luftbild Dillingens.Foto: Jan Koenen, Stadt Dillingen
15
Stoffenried
Gäbe es ein Ranking der schönsten Orte im Landkreis Günzburg, stünde dieser Ort unangefochten ganz oben. Stoffenried ist ein Schmuckstück mit seinem Weiher mitten im Ort. In der Kreisheimatstube wird altes Brauchtum neu belebt, Bier gebraut, Brot gebacken. Mit der Sölde aus Oberwiesenbach und dem ehemaligen „Pfründhäusel“ aus Hohenraunau, die hierhin versetzt wurden, steckt neben der Schönheit auch ganz viel Geschichte in diesem Ort. (Rebekka Jakob)
Radeln und rudern: Diese reizvolle Kombination ist am Stoffenrieder Weiher möglich.Foto: Ulrike Bosch
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Marktplatz Günzburg
Wer einst zwischen Wien und Paris mit der Postkutsche unterwegs war, kam nicht an Günzburg vorbei: Die Kutschen rollten über den Marktplatz, und sogar die spätere französische Königin Marie Antoinette machte hier Rast. Heute ist der Platz in den Sommermonaten Schwabens längstes Straßencafé, verwandelt sich beim Guntiafest und beim Nikolausmarkt in eine Feiermeile. Und mit viel Glück trifft man hier auf Opernstar Diana Damrau. (Rebekka Jakob)
Blick auf den Marktplatz von Günzburg mit der Fußgängerzone und dem Stadtturm des unteren Stadttors.Foto: Bernhard Weizenegger
17
Brandl-Bad
Wenn das Thermometer die 30-Grad-Marke knackt, hilft nur eines: Abkühlung. Für mich gibt es da nur einen Ort, der mir diese beschert, in Kombination mit Entspannung, dem ein oder anderen Eiscafé und vielleicht einem Pläuschen mit Freunden oder Bekannten. Dieser Ort ist das Brandl-Bad in Neuburg, in dem ich meine halbe Kindheit und Jugend verbracht habe und wo ich auch heute noch gerne sonnige Tage an einem der schattigen Plätze verbringe. (Katrin Kretzmann)
Das Brandl-Bad im Sommer.Foto: Katrin Kretzmann
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Staudengärtnerei Illertissen
Waren es die Enten oder die Frösche? Wohl die Frösche, die meine Kinder am meisten faszinierten. Im Sommer gingen wir oft in die Illertisser Staudengärtnerei. In einem großen Bereich ist wie in einem geordneten Dschungel vieles von dem angepflanzt, was verkauft wird. Wir gingen durch die Botanik – und die Kinder freuten sich am Froschteich, wenn einer ins Wasser hüpfte. Wenn dann noch die Laufenten vorbeieilten, war das Glück komplett. (Ronald Hinzpeter)
Ein Schmuckbild von den Gartentagen in Illertissen.Foto: Regina Langhans
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Burgkirche
Wer Ruhe sucht, ist hier richtig: auf dem Plateau einer stattlichen Anhöhe in Oberwittelsbach (Aichach). Hier stand dereinst der Stammsitz der Wittelsbacher. Die Burg gibt es nicht mehr, weil Pfalzgraf Otto VIII. 1208 in Bamberg den Stauferkönig Philipp von Schwaben tötete. Der Mörder wurde hingerichtet, seine Burg geschleift. Heute stehen auf dem Platz nur ein Denkmal und die Burgkirche. Die Wittelsbacher sollen sie nach 1418 zur Wiedergutmachung gebaut haben. (Carmen Jung)
Die Burgkirche Oberwittelsbach.Foto: Erich Echter
20
Friedenskapelle Waldheim
Es ist ein Ort der Stille, ein Ort des Erinnerns, und vor allem: ein Ort des Friedens für den Landkreis Günzburg. Im Jahr 1970 errichteten engagierte Bürger aus dem Kammeltal in Waldheim eine Gedächtniskapelle. Aus Dankbarkeit für die Heimkehr, aber auch zum Gedenken an die in der Fremde gebliebenen Kameraden des Zweiten Weltkriegs. Heute, 80 Jahre nach Kriegsende, lädt dieser Ort immer noch zum Verweilen und Nachdenken ein. (Rebekka Jakob)
Ein Blick auf die Friedenskapelle in Waldheim.Foto: Josef Miller
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Landmarke Donaukies
Ist das Kunst? Oder etwas, das vergessen wurde? Lange standen die Überreste des Kiesabbaus bei Riedhausen im Kreis Günzburg nur so da. Bis sich eine Initiative dafür starkmachte, die Landmarke Donaukies zu erhalten. Jetzt ist aus dem Kieswerk ein OutdoorMuseum geworden, wo die Geschichte des Schwäbischen Donaumooses erzählt wird. Wer sich die angehört hat, kann das Donaumoos weiter erkunden – und vielleicht einen Flamingo sehen. (Rebekka Jakob)
Die Landmarke Donaukies im Donauried nördlich von Günzburg.Foto: Bernhard Weizenegger
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Waldlehrpfad am Grubet
Sich beim Weitsprung mit Waldtieren messen, Trinkwasser selbst hochpumpen und dabei an der Waldluft Wissenswertes lernen. Besonders für Familien mit Kindern, aber auch viele andere Liebhaber schöner Spazierstrecken ist der Waldlehrpfad am Aichacher Grubet längst kein Geheimtipp mehr. Es locken Picknickplätze, spannende Fragen rund um heimische Wälder und das kräftige Hämmern der Buntspechte. Das Grubet ist ein Ort der Entschleunigung. (Alice Lauria)
Einen Stelzenlauf der besonderen Art gibt es an dieser Station.Foto: Gerlinde Drexler
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Oberelchingen
Hinter mir die prächtige Klosterkirche, vor mir ein gigantischer Ausblick: Das Ulmer Münster ist zu sehen, die Donau, das Illertal und bei klarer Sicht die Bergkette der Alpen von Oberbayern bis in die Schweiz. Hier in Oberelchingen im Kreis Neu-Ulm, auf einem östlichen Ausläufer der Schwäbischen Alb, steht man auch auf historischem Grund: Am 14. Oktober 1805 tobte hier die Schlacht von Elchingen, die Napoleons Truppen gegen die Österreicher gewannen. (Jens Noll)
Frostige Ansicht der Klosterkirche Oberelchingen.Foto: Roland Furthmair
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Staudenkapelle
Kraft tanken, die Gedanken einmal sortieren, zur Ruhe kommen und dabei den herrlichen Blick in die waldreichen Staudenlandschaft genießen: Das alles können Besucherinnen und Besucher an der Staudenkapelle am Waldrand südlich von Grimoldsried im Landkreis Augsburg. Das kleine Gebäude gibt es schon lange, es wurde vor über 40 Jahren gezimmert und lässt sich prima mit dem Fahrrad besuchen. (Maximilian Czysz)
Ein Bild der Staudenkapelle.Foto: Walter Kleber (Archivbild)
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Schloss Scherneck
Das Schloss verfügt über zwei Vorzüge: Es liegt nicht nur inmitten einer malerischen Landschaft, es bietet auch spannende Aktivitäten. Das Anwesen thront rund 50 Meter über dem Lechtal bei Rehling im Kreis Aichach-Friedberg. Der Ausblick reicht bis nach Augsburg. Rund um das Schloss können Besucher spazieren gehen, joggen oder radeln. Kletterwald und Soccerpark locken viele junge Sportler an. Einkehren lässt sich im Schlossbräustüberl. (Evelin Grauer)
Hat enge Beziehungen zu Augsburg: das Schloss im Rehlinger Ortsteil Scherneck.Foto: Heinz Münzenrieder
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Oberrieder Weiher
Silvester, 14 Uhr: Dieser Termin steht für viele jedes Jahr im Kalender. Um diese Zeit stürzen sich die Unerschrockenen in den Oberrieder Weiher im Kreis Günzburg und zelebrieren das traditionelle Silvesterschwimmen. Mit Mützen, Badehose und einer gehörigen Portion Mut ausgestattet, machen die Profis sogar mehrere Badegänge. Einen tollen Blick darauf haben diejenigen, die nicht ganz so mutig sind, vom Badesteg nahe der Wachstation der Wasserwacht. (Rebekka Jakob)
500 Frauen und Männer gehen am Silvestertag in Breitenthal ins kalte Wasser.Foto: Christoph Sauter
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Lebenshof Hohenwart
Viele sind bestimmt schon vorbeigefahren – am Grundstück mit dem Kuh-Graffiti an der B17 südlich von Landsberg. Hier liegt der Lebenshof Hohenwart, ein Zufluchtsort für über 300 Tiere, die in der Landwirtschaft keinen Platz mehr haben: Kühe, Schweine, Schafe und viele mehr. Petra Supica und Werner Vogt schenken ihnen seit 2017 ein Zuhause. Wer mag, kann den Hof besuchen, eine Patenschaft übernehmen oder mit Spenden unterstützen. (Vanessa Polednia)
Tiere spielen eine große Rolle am Lebenshof Hohenwart.Foto: Christian Rudnik
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Bank am Kurpark
Die perfekte Bank – sie steht in Bad Wörishofen. Am westlichen Rand des Kurparks ist man richtig, gleich beim „Männergarten“ (ja, der heißt wirklich so). Die Wellenform ist ansprechend und sehr bequem. Dazu ist diese Bank auch noch perfekt platziert. Freie Sicht gen Westen, kein Verkehr, dafür abends gerne mal ein Reh. Zuvor: Sonne ab Mittag. Die Zeitung lesen oder ein Buch, Musik hören oder einfach nur ein bisschen Natur inhalieren: wunderbar. (Markus Heinrich)
Der Brunnen im Jakobsweiher im Kurpark in Bad Wörishofen.Foto: Bernd Feil
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Krumbad
Schwabens ältestes Heilbad liegt zwar bei Krumbach, es heißt aber Krumbad. Ein Ort der Entspannung, dem man seine grausame Geschichte nicht ansieht. 1390 sperrte der eifersüchtige Ritter Ulrich von Ellerbach seine Ehefrau Adelheid in eine Scheune und zündete sie an. An der Stelle, wo die Frau verbrannte, kam eine Quelle zum Vorschein. Seit 600 Jahren werden hier Kranke behandelt. Man muss natürlich nicht krank sein, um die zauberhafte Anlage zu genießen. (Rebekka Jakob)
Das Heilbad Krumbad von oben.Foto: Dr. Roland Schmid
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Terrasse des Inselbads
Das Inselbad ist in Landsberg eine Besonderheit. Die man umso mehr zu schätzen weiß, wenn man sie einige Zeit nicht nutzen kann. Denn es wird saniert, und deshalb war die Freibadsaison 2025 etwas verkürzt. Umso mehr freut man sich auf die neue Saison, wenn man nicht nur schwimmen, sondern wieder auf der Terrasse sitzen kann, die einen einzigartigen Blick auf den Lech, den Mutterturm, Rutschen und Sprungturm und das Bad bietet. (Alexandra Lutzenberger)
Das Landsberger Inselbad und seine Terrasse.Foto: Margit Messelhäuser
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Reisensburg
Die Markgrafen von Burgau, die Habsburger, die Ritter vom Stain und später die Freiherren von Riedheim: Das Schloss Reisensburg an der Donau bei Günzburg hat in seiner Geschichte schon viele Schlossherren kommen und gehen sehen. Seit 1966 gehört es der Universität Ulm und dient inzwischen als Wissenschaftszentrum. Was über die Jahre geblieben ist, ist der fürstliche Ausblick, den man vom Turm über den Stadtteil und die Donaulandschaft bekommt. (Rebekka Jakob)
Das Schloss Reisensburg ist Wissenschaftszentrum der Universität Ulm.Foto: Bernhard Weizenegger
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Restaurant Reitpark
Zugegeben, die Kombination ist vielleicht nicht für jeden etwas: Im Restaurant Reitpark Mergenthau nahe Kissing im Kreis Aichach-Friedberg kann man vom Biergarten – je nach Platz – in den Pferdestall schauen, die Tiere auf der Koppel oder auf dem Reitplatz beobachten. Eine Prise Stallgeruch ist inklusive. Wem das ein Gefühl von „Urlaub-auf-dem-Bauernhof“ gibt, ist hier für einen Restaurantbesuch an der richtigen Stelle. Nicht zu vernachlässigen ist dabei auch das Essen selbst. (Marina Wagenpfeil)
Der große Umbau des Reitparks Mergenthau ist abgeschlossen.Foto: Anna Katharina Schmid
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Alpenzeiger Schwabmünchen
Den Alpen so nah – so fühlte ich mich, als ich zum ersten Mal am Alpenzeiger in Schwabmünchen im Kreis Augsburg meine Mittagspause verbrachte. 13 Linden spenden auf der Erhebung am Stadtrand Schatten. Eine Bank lädt zum Entspannen ein. Unter einem Dach zeigt eine Schautafel, welche Berge bei guter Sicht am Horizont zu sehen sind. Vom Auerberg bis zur Zugspitze. Der Blick ist mittlerweile größtenteils verbaut. Die entspannte Atmosphäre unter den Linden bleibt. (Marco Keitel)
Im Vordergrund ist der Alpenzeiger zu sehen.Foto: Nadine Kruppe
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Stadttheater als Kino
Die Wiedereröffnung des altehrwürdigen Bürgertheaters in der Stadt Landsberg vor 30 Jahren war ein besonderer Gewinn. Denn: Welche wundervollen Gastspiele und Tanztheater konnte man dort erleben und wie einzigartig waren die Erlebnisse mit einem Programmkino oder einem Independent Film Festival. Denn das Theater hat eine Besonderheit: Es ist auch als Kino nutzbar und ist ein Treffpunkt für viele Landsbergerinnen und Landsberger. (Alexandra Lutzenberger)
Die Entwurfszeichnung für die Gestaltung des Innenraumes im Landsberger Bürgertheater vermutlich aus dem Jahr 1877.Foto: Historischer Verein Landsberg
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Herzplatz
Die Goldschmiede ums Eck? Das Schaufenster des Großstadt-Juweliers? Oder der Fundort eines todsicher versehentlich verlustig gegangenen Schmuckstücks, sagen wir, am – Achtung, Kalauer! – Augsburger Dayton-Ring? Nix da, viel einfacher: Mein Lieblingsplatz ist da, wo meine Ehefrau ist. Also größtmögliche geografische Flexibilität. Einwände? Aha, vereinzelte Rufe von den billigen Plätzen: „Boah, was für ein Kitsch!“ Kitsch? Nix da, in der Liebe gibt’s keinen Kitsch. Und wenn, is auch wurscht. (Andreas Frei)
Manchmal ist der Lieblingsort so nah.Foto: Ralf Lienert
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Eching am Ammersee
Im Hintergrund die Alpen, der Blick schweift über das Wasser. Rechts hinten die Dießener Kirche, links oben thront Kloster Andechs. Zu jeder Jahreszeit lohnt ein Abstecher an den Ammersee. In Eching ist der Trubel und die Dichte an Münchner Tagestouristen bedeutend geringer als in Herrsching oder Utting. Zugleich sind Stegen und Schondorf nach einem Spaziergang leicht zu erreichen. Das erste und das letzte Eis des Jahres werden traditionell an diesem Lieblingsplatz verspeist. (Johannes Graf)
Ein Luftbild von Eching am Ammersee.Foto: Christian Rudnik
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Rosenaustadion Augsburg
Meine sportlichen Wurzeln liegen im Rosenaustadion. 1960 nahm mich mein Onkel Richard erstmals mit. Erst war ich Fan, dann durfte ich als Sportjournalist berichten. Ich sah Spieler wie Helmut Haller oder Kurt Haseneder, tolle Spiele, Siege aber auch bittere Niederlagen. Längst ist der FCA mit seinem Bundesligateam in die WWK-Arena umgezogen, mich zieht es immer noch in die Rosenau. Zur U23 des FCA und dem TSV Schwaben. In diesem Stadion liegen nun mal meine Wurzeln. (Herbert Schmoll)
Blick auf das Rosenaustadion.Foto: Ulrich Wagner
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Eiskanal
Das Baden ist verboten, dafür ist der Anblick spektakulär: Mitten in Augsburg rauscht der Eiskanal wie ein Wildbach parallel zum Lech. Die Strecke mit Betonhindernissen wurde 1972 für die Kanuslalom-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen in München gebaut, seitdem ist der Eiskanal internationaler Anziehungspunkt für Kanuten und beliebtes Ausflugsziel für die Augsburger. Als denkmalgeschütztes Ensemble ist er Bestandteil des Unesco-Welterbes zum Augsburger Wassersystem. (Stefan Krog)
Stätte für sportliche Höchstleistungen: der Eiskanal in Augsburg.Foto: Klaus Rainer Krieger
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Wertachstrand Augsburg
Ja, schon klar. Es ist kein richtiger Strand, eher ein Ufer, das sich hier im Augsburger Stadtteil Göggingen bietet. Die entspannte Stimmung ist aber definitiv die eines Strandes, sobald sich die ersten Sonnenstrahlen zeigen. Kinder lassen Steine ins Wasser flitschen, Jogger und Radler nutzen die Kieswege und baden kann man sowohl in der Sonne als auch in dem meist seichten Gewässer. Das Plätschern der renaturierten Wertach liefert den Sound für diese schönen Tage. (Florian Eisele)
Das Ufer der Wertach in Göggingen.Foto: Fred Schöllhorn
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Nördlinger Stadtmauer
Dicke Regentropfen prasseln auf das Kopfsteinpflaster. Nicht das richtige Wetter für einen ausgedehnten Spaziergang? In Nördlingen schon. Denn dort lässt es sich wunderbar im Trockenen wandeln: auf der historischen Stadtmauer, die zu einem Großteil überdacht ist. Runde um Runde kann man dort drehen, sich die Altstadt in Ruhe von oben anschauen. Wo wurde etwas Neues gebaut? Welcher Garten wurde neu gestaltet? Wer winkt denn da von unten unter dem Regenschirm? (Martina Bachmann)
Gut für Schlechtwettertage: Der Stadtmauer-Rundgang in Nördlingen ist fast durchgängig überdacht.Foto: Andreas Drouve, dpa
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Silberbrünnl
Silber gibt’s hier nicht zu finden, obwohl das Bächlein Silberbrünnl heißt. Mit seinen sieben Quellen im Wald zwischen dem Aichacher Stadtteil Oberbernbach, dem Grubethaus bei Unterschneitbach und dem Hollenbacher Ortsteil Motzenhofen ist es trotzdem ein Kleinod. Statt Silber finden Naturfreunde in dem Moorgebiet, das seit 1971 Landschaftsschutzgebiet ist, eine einzigartige Flora. Die Grubetfreunde, denen das Areal gehört, kümmern sich liebevoll um das Gebiet. (Claudia Bammer)
Grubetfreunde und Helfer bei der Biotoppflege im Silberbrünnl.Foto: Jan Uczen
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Römerturm in Oberschönegg
Man könnte meinen, der Name sei hier Programm. Aber so alt, wie es die Bezeichnung „Römerturm“ vermuten lässt, ist das historische Gemäuer in der Unterallgäuer Gemeinde Oberschönegg gar nicht. Der Turm ist vielmehr ein Überbleibsel einer alten Adelsburg. Die Herren von Schönegg herrschten dort vor über 800 Jahren über ein kleines Territorium. Schon sie genossen damals wohl in 30 Metern Höhe die wunderbare Aussicht bis in die Allgäuer Alpen. (Stephan Schöttl)
Solange das Laub der Bäume um ihn herum noch nicht ausgeschlagen hat, kann man den Römerturm, das Wahrzeichen der Gemeinde Oberschönegg, gut sehen.Foto: Claudia Bader (Archivbild)
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Marktplatz Wertingen
Bunte Häuser, das Plätschern des Marienbrunnens, vor mir weiß-rotes Spaghettieis. Der Marktplatz in Wertingen ist für mich mit Kindheit verbunden. Hier saß ich mit Oma und Opa unter den Sonnenschirmen der seit vielen Jahren immer gleichen Eisdiele. Neben uns zogen die Autos und die Passantinnen und Passanten vorbei, immer gab es was zu gucken. In meinen Erinnerungen scheint die Sonne. Doch auch bei Regen schaffen die bunten Häuser Licht. (Laura Gastl)
Der Marktplatz in Wertingen.Foto: Laura Gastl
44
Luitpoldpark Schwabmünchen
Mein Lieblingsort ist ein ganzer Park – der Luitpoldpark in Schwabmünchen. Denn dort ist für die ganze Familie etwas geboten: Kneippen für die Großeltern, Kletter- und Wasserspielplätze für die Kinder, eine Pumptrack-Bahn für den Teenager und ein Biergarten für die Eltern. Es finden Familienfeste, Freiluft-Foto-Ausstellungen oder Serenaden im Park statt. Wem das zu viel Aktivität ist: Bei einem Spaziergang kann man einfach die Ruhe genießen. (Carmen Janzen)
Die Kneippanlage im Luitpoldpark in Schwabmünchen gibt es seit 2018.Foto: Severin Steinberger
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Storchenkran in Kirchheim
Wer ins Unterallgäu kommt, kann es oft kaum glauben. Ein Storch! Und noch einer! Für die Einheimischen sind die Vögel ein alltägliches Bild. Angst vor den Menschen haben die Störche hier längst nicht mehr. Der Kirchheimer „Storchenkran“ ist dennoch eine Attraktion: Dort lassen sich jedes Jahr zahlreiche Paare nieder und ziehen ihre Jungen auf. Mit einem Fernglas kann man sie beobachten. Und wer mag, kann dann gleich noch auf dem 40 Kilometer langen Storchenradweg weiterradeln. (Melanie Lippl)
Der Storchenkran in Kirchheim.Foto: Ulla Gutmann
46
Japanischer Garten
Natürlich hat in einem japanischen Garten ALLES eine Bedeutung: Steine verkörpern Stabilität, Wasser symbolisiert Bewegung und Veränderung. Aber auch, wenn man nicht genau weiß, was der Landschaftsarchitekt Yoshikuni Araki mit dem von ihm gestalteten „Garten der Freundschaft“ im Botanischen Garten in Augsburg ausdrücken wollte, merkt man schnell, wie besonders dieser Ort ist. Die Harmonie, die er ausstrahlt, ist einzigartig. Am besten dort einen Platz suchen und genießen. (Miriam Zissler)
Das japanische Frühlingsfest im Botanischen Garten Augsburg.Foto: Klaus Rainer Krieger
47
Marienhöhe Nördlingen
Manches Mal ist es zu stickig in der Stadt. Dann muss man aus Nördlingen raus, hinauf auf die Marienhöhe. Dort zwitschern die Vögel, dort weht ein leises Lüftchen, dort lässt es sich so wunderbar auf einer Bank im Schatten aushalten. Zumal wenn man eines der Plätzchen ergattert, die einem einen Blick auf das Wahrzeichen Daniel ermöglichen. Wie majestätisch er sich doch erhebt, der Kirchturm von Sankt Georg – wunderbar. Noch einmal tief Luft holen, bevor es wieder hinuntergeht. (Martina Bachmann)
Die Marienhöhe in Nördlingen.Foto: Heidi Källner
48
Harburg
Es gibt Orte, da steht man über den Dingen. Das Gipfelkreuz des Bock nahe Harburg im Kreis Donau-Ries befindet sich 570 Meter über dem Meeresspiegel. Bei schönem Wetter ist ein weiter Blick möglich: vom Donau- und Lechtal über die Monheimer Alb bis ins Ries. Die Harburg, die über der Stadt thront, erscheint vom Bock aus ziemlich weit unten. Am besten eine Picknickdecke mitnehmen, auf dem Magerrasen ausbreiten und den Moment genießen. Besonders eindrucksvoll: die Sonnenuntergänge. (Wolfgang Widemann)
Die Harburg ist eine der besterhaltenen Burganlagen in Süddeutschland.Foto: Wolfgang Widemann
49
Moritzkirche Augsburg
Für diesen Raum mitten in der Großstadt scheinen eigene Gesetzmäßigkeiten zu gelten. Wer ihn betritt, spürt das unmittelbar. Es ist ein schlichter Kirchenraum. Mit einer Christusfigur, die auf einen zuläuft. Vor allem aber ist es das Licht, das ihn erfüllt und etwas mit einem macht. Ob man gläubig ist oder nicht, ob man sich eine Minute in ihm befindet oder eine Stunde. So viele schauen „mal kurz“ in die Moritzkirche, wenn sie in der Stadt ihrer Wege gehen. Sie erleben dort immer besondere Momente. (Daniel Wirsching)
Die Moritzkirche in der Augsburger Innenstadt.Foto: Fabian Kluge
50
Schwabenstadion
Ein Gefühl der Heimat kommt bei mir auf, wenn ich das Schwabenstadion Gundelfingen im Kreis Dillingen sehe. Seit der Kindheit zieht es mich zum dort beheimateten Fußballklub. Die Kühltürme des nahen Kernkraftwerks Gundremmingen waren immer damit verbunden. Selbst von den Allgäuer Alpen aus waren die zu erkennen – ich wusste am Berg, wo das Stadion ist. Dieser Orientierungspunkt ist mit Sprengung der Türme Geschichte, der Attraktivität des Ortes tut das keinen Abbruch. (Walter Brugger)
Das Schwabenstadion Gundelfingen im Kreis Dillingen.Foto: AZ
51
Iller-Roth-Günz-Radweg
Natur pur, kein Autoverkehr und – wenn überhaupt – nur leichte Steigungen: Radwege, die über stillgelegte Bahntrassen führen, bereiten mir seit meiner Kindheit großes Vergnügen. Eine Route, die in Kellmünz ganz im Süden des Landkreises Neu-Ulm beginnt und in Babenhausen im Unterallgäu endet, gehört daher zu meinen Lieblingsstrecken. Der knapp elf Kilometer Eine Prachtmeile sei die Maxstraße, so liest man das oft. Und es stimmt ja: Welche Straße in Schwaben wirkt sonst schon so imposant, welche hat so viel zu bieten? Die Brunnen, die Kirchen, das Schaezlerpalais, die Restaurants und Kneipen. Doch sie ist nicht nur Touri-Hotspot, nicht nur einfach schön, sondern auch vielfältig; nachts zeigt sie ein ganz anderes Gesicht. Sie ist ein Augsburger Herzensthema. Um die Maxstraße wird ständig gerungen, sie lässt niemanden kalt. Gut so! Jan Kandzora lange Iller-Roth-Günz-Radweg geht durch Wälder sowie vorbei an Wiesen und Feldern. Einfach herrlich! (Jens Noll)
Der Iller-Roth-Günz-Radweg bei Babenhausen.Foto: AZ
52
Bahnhof Neu-Ulm
Der Neu-Ulmer Bahnhof wurde vor ein paar Jahren tiefergelegt und radikal verkleinert. Seither halten die Züge im Untergrund. Und drumherum ist ganz viel Platz für neue Gebäude entstanden, unter anderem für die Glacis-Galerie, das Einkaufszentrum. Nirgendwo ist Neu-Ulm so urban, modern und lebendig wie rund um den Bahnhof. Zwar fährt der ICE nur durch, trotzdem verkörpert das Areal ein Stück weite Welt. Und ich mag den schmutzigen Großstadtcharme, den Neu-Ulm dort versprüht. (Michael Ruddigkeit)
Die Glacis-Galerie in der Nähe des Bahnhofs Neu-Ulm.Foto: Alexander Kaya
53
Nixenweiher in Dießen
Der Sage nach entstand der Nixenweiher in Dießen am Ammersee – Ortsteil Bischofsried – aus den Tränen einer Nixe. Bauern hatten deren Schwestern, die mit der Nixe im Ammersee lebten, getötet. Sie flüchtete in die kleine Grube im Wald. Es ist ein märchenhafter Ort. Allein bei den Farben, die der Teich annimmt, mag man die Nixen-Geschichte gerne glauben. Mal scheint das Wasser tropisch-türkis, mal ist es so dunkelblau wie eine Blaubeere. Aber immer ist es kristallklar und eiskalt. (Sarah Schöniger)
Der Nixenweiher in Dießen am Ammersee, Richtung Rott.Foto: Sarah Schöniger
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Maxstraße Augsburg
Eine Prachtmeile sei die Maxstraße, so liest man das oft. Und es stimmt ja: Welche Straße in Schwaben wirkt sonst schon so imposant, welche hat so viel zu bieten? Die Brunnen, die Kirchen, das Schaezlerpalais, die Restaurants und Kneipen. Doch sie ist nicht nur Touri-Hotspot, nicht nur einfach schön, sondern auch vielfältig; nachts zeigt sie ein ganz anderes Gesicht. Sie ist ein Augsburger Herzensthema. Um die Maxstraße wird ständig gerungen, sie lässt niemanden kalt. Gut so! (Jan Kandzora)
Augsburgs Prachtmeile: die Maxstraße.Foto: Silvio Wyszengrad
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Schneidt‘scher Garten
Es gibt diesen einen Ort der Stille in Nördlingen: den Schneidt’schen Garten. Gegenüber der Deininger Mauer, zwischen Deininger und Reimlinger Tor, breitet er sich aus. Mit einem Baum, in dessen Schatten schon Generationen von Nördlingern verweilt haben. Mit einer Liege, die zum Träumen einlädt. Vor wenigen Jahren wurde der Garten umgestaltet. Protest regte sich. Doch eigentlich ist er nur schöner geworden und ein Ort der Ruhe geblieben. (Martina Bachmann)
Im Schneid´tscher Garten findet man viel Ruhe zum Entspannen.Foto: Antonia Renz
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Felsenstadion
An dieser Stelle oute ich mich gerne als hoffnungsloser Fußball-Romantiker. Am liebsten ist mit als Sportredakteur immer noch der Sonntag auf dem Fußballplatz nebenan. Das Felsenstadion des TSV Buch im Landkreis Neu-Ulm ist so etwas wie der Inbegriff des Dorffußballs. Der Platz ist eng, das Spielfeld kleiner als handelsüblich. Auf der einen Seite sitzen hinter dem Tor die Nachbarn auf der Terrasse, auf der anderen werden am Spielfeldrand Bier und Bratwurst verkauft. (Stephan Schöttl)
Das Felsenstadion des TSV Buch.Foto: Augsburger Allgemeine
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Theklaberg Welden
Der Theklaberg in Welden im Kreis Augsburg ist eine bezaubernde Anhöhe, die mich immer wieder anlockt. Mit einer Höhe von etwa 35 Metern erhebt sich dieser Berg über Welden und es bietet sich ein Rundumblick über den Ort. Außerdem thront die Wallfahrtskirche St. Thekla auf seinem Gipfel, die eine sehenswerte Station des zweistündigen Meditationsweges darstellt. Wer bei einer kurzen Rast den Ausblick auf bewaldete Hügel und das schöne Welden genießen möchte, ist hier richtig. (Gerald Lindner)
Karmelitinnen-Kloster auf dem Theklaberg in Welden.Foto: R.A. Zitzelsberger-Jakobs
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Allerheiligen
Alteingesessene Dorfbewohner nennen diesen Ort den „Heiligen Berg“: Auf einer Anhöhe, hinter den letzten Häuschen von Scheppach, ragt die Turmspitze der Wallfahrtskirche Allerheiligen aus dem Wald. Wer die vielen Holzstufen hinaufschnauft, findet oben einen Platz von Ruhe und Kraft. Im Herzen eine Kastanie, die Jahrhunderte gesehen hat. Ein altes Wirtshaus, in dem bis vor kurzem der Wirt Melodien auf der Zither spielte. Und die Kirche, eine Rokoko-Pracht. Ein kostbarer Ort. (Veronika Lintner)
Hier die Wallfahrtskirche Allerheiligen bei Scheppach.Foto: Ernst Mayer
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Allmannshofer Forst
Das Moos so weich, dass es die Schritte federt und man sich einfach reinlegen mag, ins sanfte Grün. Wer dennoch weiterläuft durch den Wald bei Allmannshofen im Landkreis Augsburg, der findet, mit etwas Glück, wunderbare Pilze, Braunkappen, Butterpilze, vielleicht sogar einen Steinpilz. Von allem, was Lamellen hat, lieber die Finger lassen. Am Abend dann in Gedanken an den Wald in der Küche sitzen, Pilze putzen und sich auf die Semmelknödel freuen. (Stephanie Sartor)
Der Wald bei Allmannshofen im Landkreis Augsburg.Foto: Stephanie Sartor
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Wolfzahnau Augsburg
Ruhige Orte gibt es viele in der Stadt, aber einer der schönsten liegt in der Wolfzahnau. Dort, im Norden von Augsburg, wo Wertach und Lech zusammenfließen, ist die Landschaft verwildert. Urwaldähnlich mutet der Auwald an, eine Straße führt am Fluss bis zum Wasserkraftwerk. Das 1902 erbaute Klinkerstein-Gebäude ist allein schon sehenswert. Aber richtig idyllisch wird es dahinter. Ein verwucherter Pfad führt durch den Wald – und mit etwas Glück sitzt man allein an der Landspitze. (Felicitas Lachmayr)
Das Wasserkraftwerk Wolfzahnau in Augsburg zwischen Lech und Wertach.Foto: Axel Hechelmann
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Denzel-Kapelle Oberthürheim
Es herrscht Stille. Kein Auto ist weit und breit zu hören oder zu sehen. Hinter mir wiegt sich das Dunkelgrün des Waldes im leichten Wind, vor mir erstreckt sich der Blick in die Weiten der Landschaft. Und in der Ferne grasen ein paar Kühe. Dieses Bild bietet sich mir bei meinem Besuch der Denzel-Kapelle in Oberthürheim im Landkreis Dillingen. Sie ist eine von sieben, die sich in der Region verteilen. Und durch ihre Architektur eine besondere Atmosphäre schaffen. (Laura Gastl)
Die Denzel-Kapelle in Oberthürheim.Foto: Laura Gastl
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Mandichosee
Der Mandichosee bei Merching im Kreis Aichach-Friedberg ist ein idealer Ausflugsort. Egal, ob Wassersportler, Spaziergänger oder Naturliebhaber, die gerne Wasservögel beobachten – hier kommt jeder auf seine Kosten. Der See gilt als Mekka für Windsurfer. Auch Segler und Stand-up-Paddler zieht es an die Lechstaustufe 23. Gut ausgebaute Spazierwege führen rund um den See. Ein Spielplatz und ein Beachvolleyballfeld bieten kleinen und großen Besucherinnen und Besuchern viel Spaß. (Eva Weizenegger)
Schwäne am Mandichosee bei Sonnenaufgang.Foto: Erich Schmid
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Historisches Stadttheater
Diese neoklassizistische Pracht würde man hinter den in Eierschalengelb gestrichenen Mauern mit bodenhohen Fenstern und blauen Läden nicht vermuten: Das Historische Stadttheater in Weißenhorn im Kreis Neu-Ulm ist ein Kleinod. Die Winzigkeit des kleinsten bespielbaren Theatersaals in Bayern steht in Kontrast zur prächtigen Ausmalung des Innenraums. Mit 142 Gästen sind Veranstaltungen dort, etwa die Aufführungen der Weißenhorner Kammeroper, ausverkauft. (Franziska Wolfinger)
Das Historische Stadttheater in Weißenhorn.Foto: Alexander Kaya
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Geotop Lindle
Wer das Ries verstehen will, muss seine Geschichte kennen. Die vom großen Knall, vom Asteroid, der einst an dieser Stelle auf die Erde aufschlug und den Krater erst formte. Der besonderes Gestein – den Suevit – und besondere Menschen – die Rieser – hervorbrachte. Einer der Orte, der diese Geschichte erzählt, ist das Geotop Lindle. Es gibt Infotafeln und einen Picknickplatz. Für den Aufstieg zur Aussichtsplattform wird man mit einem wunderbaren Blick über die Kraterlandschaft belohnt. (Martina Bachmann)
Einen tollen Blick hat man von der Aussichtsterrasse im Geotop Lindle.Foto: Josef Heckl
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Ballonmuseum
Seit über 100 Jahren wird in Augsburg Ballonsport betrieben. Die Gründung des Vereins fand am 30. Mai 1901 unter dem Namen „Augsburger Verein für Luftschiffahrt“ statt. Er war einer der ersten Vereine, der in Deutschland überhaupt gegründet wurde. Das Ballonmuseum Gersthofen war das erste Museum weltweit, das sich diesem Aspekt der Luftfahrt widmete. Es vermittelt die Faszination, die die Luftfahrtpioniere in den Himmel aufsteigen ließ, und begeistert mich immer wieder. (Gerald Lindner)
Ein Ballon als Blickfang im Ballonmuseum in Gersthofen.Foto: Klaus Rainer Krieger
66
Donauspitz
Markant ist er, dieser Ort – und doch liegt er etwas versteckt. Das macht auch den Reiz des Donauspitz in Donauwörth aus. Der Blick auf die langsam vor sich hinfließende Donau ist phänomenal, gleichzeitig ist der Ort aber nicht überlaufen. So ist es ein wunderbarer Fleck, um die Natur auf sich wirken und den Alltag etwas hinter sich zu lassen. Und wer vom Blick aufs Wasser irgendwann doch genug hat, der kann auch den schön angelegten Park mit der Friedenslinde genießen. (Bill Titze)
Der Donauspitz wurde deutlich aufgewertet.Foto: Bill Titze
67
Golfplatz Burgwalden
Jetzt im Herbst ist es vielleicht am schönsten in Burgwalden, wenn die Bäume und Gräser in allen Farben leuchten. Die Seen sind zwar abgelassen, die Schwäne aber immer noch da. Golfer sind natürlich klar im Vorteil. Aber auch Spaziergänger und Wanderinnen finden schöne Wege (auf denen sie unbedingt bleiben sollten) rund um Burgwalden – der Weg zum Engelshof ist ein Klassiker nicht nur für Familien auf Kastanienjagd. Und wer die Scheppacher Kapelle nicht kennt: unbedingt mal hingehen. (Doris Wegner)
Luftbild vom Golfplatz in Burgwalden.Foto: Ulrich Wagner
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Siebentischwald
Eine Pause vom Großstadtleben nehmen? Ein paar Rehe am Morgen sehen? Oder mit den ersten Nebelschleiern kurz vor Sonnenaufgang langsam Abschied vom Sommer nehmen? Oder einfach nur die perfekte Laufstrecke suchen? Der Siebentischwald im Süden von Augsburg bietet den Kontrast zur zubetonierten Stadt. Anfangs hat der Wald noch Parkcharakter, hier ein Spielplatz, dort Grillplätze, da eine Gastro, tiefer drin finden sich Biotope wie die Schießplatzheide. (Richard Mayr)
Bunte Blätter auf der Ilsungstraße im Siebentischwald.Foto: Michael Hochgemuth
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Altstadt Augsburg
In Augsburg existieren um die 530 Kanal-, Bach- und Flussübergänge. Damit hat die Stadt wohl mehr Brücken als Venedig. Viele befinden sich im Lechviertel in der Altstadt, das schon immer Anziehungspunkt für Spaziergänger und Touristen ist. In den vergangenen Jahren sind inhabergeführte Läden und ein bunter Mix an Lokalen dazugekommen. Manche Besucher kommen auch zum Singen. Jeden Montag um 17.30 Uhr werden am Holbeinplatz vier Lieder aus allen Himmelsrichtungen gesungen. (Miriam Zissler)
Der große Sohn der Stadt Augsburg, Bertolt Brecht, wurde am 10. Februar 1898 im heutigen Brechthaus Auf dem Rain 7 geboren. Das schmale Haus idyllisch gelegen inmitten zweier Lechkanäle.Foto: Diana Zapf-Deniz
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Sonnenplatz
Hund sans scho, die Katzn, so heißt es. Und in der Tat kann man viel von ihnen lernen, von meiner jedenfalls: Sobald die Sonne rauskommt, sich in selbige zu begeben. Zumindest wenn mal Zeit ist (weil mir samma ja Menschen). Ob auf der Bank vorm Haus oder dann später im Jahr zumindest drinnen vorm Fenster. Und in jedem Fall Tag für Tag und Jahr für Jahr den Moment, das Draußen, die Natur vorbeiziehen lassen. Wie es blüht, wie es trägt, wie es welkt. Zuschauen, entspannen – und nicht nachdenken. (Christian Imminger)
Katzen mögen die Sonne.Foto: Julian Stratenschulte, dpa (Symbolbild)
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Meringer Freibad
Seit fast 70 Jahren zieht es im Sommer nicht nur die Meringerinnen und Meringer in ihr Freibad. Im großen Schwimmbecken oder im Plantschbecken lassen sich hohe Temperaturen gut ertragen. In der vergangenen Saison suchten vermehrt auch Menschen aus der weiteren Umgebung Abkühlung in Mering. Der Andrang war zum Teil so groß, dass die Bademeister einen Einlassstopp verhängen mussten. Außerhalb des Wassers können Gäste Tischtennisplatten sowie ein Beachvolleyballfeld nutzen. (Jonathan Lyne)
Das Freibad in Mering aus der Luft.Foto: Bernhard Weizenegger
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Stadtpark in Senden
Senden im Kreis Neu-Ulm ist nicht gerade als schöne Stadt mit historisch gewachsenem Kern bekannt. Stattdessen ist es eher ein Ort für alle, die an Liebe auf den zweiten oder fünften Blick glauben – und die sich gern überraschen lassen. So ging es mir zumindest vor Kurzem: Wegen einer Baustelle musste ich meine Route ändern und stieß im Stadtpark auf abgelegene Pfade und ein Rehgehege. Ich fühlte mich unvermittelt in eine andere Realität katapultiert – und in eine Mini-Auszeit. (Annemarie Rencken)
Der Stadtpark in Senden – hier während der Aufbauarbeiten für das Jubiläumsfest.Foto: Alexander Kaya
73
Ponyreiten Horgau
Wohl jedes Kind träumt von einem Ritt auf einem Pferd. In Horgau können Groß und Klein mit den Ponys des Reiterhofs Winterhalder einen schönen Ausflug in die Westlichen Wälder unternehmen. Die sympathischen Tiere sorgen dafür, dass selbst gestresste Mütter beim Ausflug mit ihren Kindern entspannen können, und das verbunden mit einem schönen Naturerlebnis. Wer dann noch Lust hat, kann im Erlebnisbauernhof Reh im Horgauer Ortsteil Herpfenried vielen Tieren begegnen. (Gerald Lindner)
Ein echter Tipp: Ponyreiten auf dem Reiterhof Winterhalder in Horgau. Im Bild Amelia Hank mit Julia mit Pony "Eleven" und Birgit Offik mit Emily und Pony "Kleiner Donner".Foto: Marcus Merk
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Freibad am Schellenberg
Das Freibad am Schellenberg in Donauwörth ist in den warmen Monaten von Mai bis September mein absoluter Lieblingsplatz. Hier kann man morgens beim Frühschwimmen entspannt in den Tag starten, sich nachmittags nach der Arbeit abkühlen und danach noch gemütlich die Abendsonne genießen oder, wie im Bild zu sehen, bei der Freibadserenade den Klängen der Stadtkapelle lauschen – und nebenbei auch noch den schönen Sonnenuntergang bestaunen. (Clarissa Ramminger)
Das Freibad am Schellenberg in Donauwörth.Foto: Ramona Ziegelmüller, Stadt Donauwörth
75
Wittelsbacher Schloss
Die Geschichte des ehemaligen Wittelsbacher Schlosses in Rain im Kreis Donau-Ries ist wechselhaft. Es war Schauplatz prunkvoller Feste, Gericht, Kaserne, Hinrichtungsplatz nach Hexenprozessen und sagenumwobener Ort eines geheimnisvollen Silberschatzes. Nach Jahren des Verfalls hat die Stadt aus Gemäuer und Park durch Sanierung ein Geschenk an die Bürger gemacht. In und um das Schloss finden heute Feste und Kultur statt. Es ist Mittelpunkt im gesellschaftlichen Leben. (Barbara Würmseher)
Das ab 1421 errichtete Rainer Schloss war Sitz des herzoglichen Pflegers, der strenge Berichtspflicht nach München hatte; Westflügel und Mittelteil gehen auf das 15. Jahrhundert zurück.Foto: Adalbert Riehl
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Goldberg
Wenn die Landschaft fluderplatt ist, wird die kleinste Erhebung zum Spektakel. Kindheitserinnerungen rauschen auf dem Schlitten den Goldberg bei Lutzingen abwärts, später guckt man halt lieber runter in alle Richtungen in die Weite, macht Spaziergänge nach oben, durch den Wald droben (manche mögen auch eine Lauschtour zwischen historischer Schlacht von Höchstädt, Kapelle und Mythos Goldberg-Männle), von oben wieder runter … Was immer bleibt: die Einkehr auf der Alm irgendwann. (Wolfgang Schütz)
Für Naturfreunde: die Gegend rund um den Goldberg.Foto: Martina Bachmann
77
Kloster Wettenhausen
Als ich zur Schule ging, am St. Thomas Gymnasium in Wettenhausen, da bewunderte ich die Klosterschwestern: Patente Lehrerinnen in Ordenstracht, die nach der Deutschstunde ihren Klostergarten mit Traktoren pflügten und Hefezopf für uns Schüler backten. Und heute? Bedeutet mir Wettenhausen – Dorf, Schule, Kloster – noch immer Heimat. Ein Bilderbuchort mit Tante-Emma-Geschäft und süßem Café, mit viel Wald rundum und Schwestern, die diese Geschichte fortschreiben. (Veronika Lintner)
Im Kloster Wettenhausen leben junge Ordensschwestern.Foto: Pauline Held
78
Wakepark in Thannhausen
Ich bin in Thannhausen aufgewachsen und der Turncable-Wakepark war für mich schon immer ein besonderer Ort. Palmen und Wassersport im Schwabenländle! Und jeder kommt auf seine Kosten: Wer es sportlich mag, tobt sich mit dem Board an Hindernissen im Wasser aus, wer gemütlich, ist im Beachclub auf der Wiese am See richtig. Mittlerweile ist die Anlage weit über das kleine Städtchen hinaus bekannt. Sie ist ein beliebter Treffpunkt der deutschen Wassersportszene. (Mariana Silva Lindner)
Spektakuläre Bilder gibt es regelmäßig vom Wakepark in Thannhausen.Foto: Ernst Mayer
79
Hofgarten Augsburg
Ein historisches Garten-idyll für Innenstädter, morgens in paradiesischer Ruhe, der Brunnen plätschert, gepflegte Blumen und Bäume prangen im Wechsel, stets einen Blick wert der Bücherschrank, die barocken Zwergskulpturen am Teich blicken ironisch. Saisonal halt Liegewiesenhorden und Rummelplatzkinder, ja, aber Hunde, Ballspiele und Grillen unerwünscht, danke. Und irgendwann dunkelt’s romantisch, nachts und winters geschlossen, ein Sehnsuchtsort kann nicht immer zugänglich sein. (Wolfgang Schütz)
Der Hofgarten in Augsburg gilt als einer der schönsten Orte der Stadt.Foto: Sina Ettmer, stock.adobe.com
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Die Tanke
Man muss es, frei nach B. B., nicht übertreiben, die A8 nach München ist nicht das Beste an Augsburg. Aber manchmal die HEM Tanke bei der Auffahrt Ost. Auch wenn Lechhausen, obwohl ein Landtagsabgeordneter mich mal vom Gegenteil überzeugen wollte, keine Perle ist. Manchmal muss man verlassen, was man schätzt. Vergewisserung durch Abstand. Also: auftanken, losfahren. Dafür steht dieser Aufbruchsort. Vorher ein Dosenbier mit dem einen Kollegen. Bisschen die blaue Linie justieren. Dann weg. (Stefan Küpper)
Die HEM-Tankstelle in Lechhausen.Foto: Bernhard Weizenegger
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