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Wird die Trockenheit auch in Augsburg zum Problem? Wird die Trockenheit auch in Augsburg zum Problem? Wassermangel, Regen, Wasser, Bewässerung, Bewässerungsverbot, Dürre, hier im Süden von Augsburg, Haunstetten,  Symbolbild, Symbolfoto
Foto: Silvio Wyszengrad

Gesundheit

Hitze, Dürre, Hochwasser: Die Region ist kaum auf Klimafolgen vorbereitet

Die Klimakrise wird drastische Folgen haben – auch in unserer Region. Doch viele Kreise und Städte sind dafür noch nicht gerüstet. Auch, weil Geld fehlt.

Etwa 4500 Menschen sind vergangenes Jahr laut Robert Koch-Institut in Deutschland an den Folgen von Hitzewellen gestorben. Die Zahl von Sturzfluten steigt. Auch Unwetter, wie sie in der Nacht auf Mittwoch fast überall in Schwaben Verwüstungen anrichteten und 160 Polizei-Einsätze auslösten, werden zukünftig wohl häufiger auftreten. Aufhalten lässt sich diese Entwicklung nicht. Aber mit Maßnahmen zur Klimaanpassung können die Folgen abgemildert werden. Die will die Bundesregierung mit einem neuen Gesetz verbindlich machen. Denn bisher fehlen Konzepte zur Klimaanpassung noch in den meisten Landkreisen und Städten – auch in der Region. Das zeigt eine gemeinsame Recherche unserer Redaktion mit Correctiv, NDR, BR und WDR.

Nur wenige Kreise und kreisfreie Städte haben ein Konzept zur Klimaanpassung

Befragt wurden alle Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Nur ein Viertel derer, die auf die Umfrage antworteten, gab an, ein Konzept zur Klimaanpassung erarbeitet zu haben. Auch in der Region fehlen solche Konzepte noch in vielen Landkreisen. Darunter Günzburg, Aichach-Friedberg oder Neuburg-Schrobenhausen. Einen eigenen Etat für die Klimaanpassung haben bisher nur Kempten, das Oberallgäu und das Ostallgäu.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) möchte das ändern und die Kommunen verpflichten, Strategien zur Klimaanpassung zu erarbeiten. Das geht aus einem Entwurf für das Klimaanpassungsgesetz hervor, der unserer Redaktion vorliegt. Auch der Bund und die Länder sind angehalten, entsprechende Konzepte zu erstellen. Der Entwurf soll am Donnerstag vom Kabinett beschlossen werden. 

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Das Problem: Häufig fehlen den Kommunen und Landkreisen die Ressourcen, um solche Konzepte umzusetzen. "Wird hierfür Geld aufgewendet, steht das in Konkurrenz zu anderen Aufgaben, zum Beispiel ÖPNV, Schulen oder Krankenhäuser", sagt beispielsweise ein Sprecher des Landkreises Ostallgäu. Ähnlich äußert sich der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler). "Wir lehnen das geplante Gesetz ab. Ein Gesetz, das neue Bürokratie schafft, brauchen wir nicht", sagte er gegenüber unserer Redaktion. "Der Bund sollte gute Förderprogramme auflegen, statt Druck auf die Kommunen auszuüben." Jede Kommune wisse selbst, welche Maßnahmen vor Ort am besten seien. "Dazu braucht es keine Aufforderung aus Berlin."

Der Augsburger Klimaforscher Harald Kunstmann weist auf mögliche praktische Probleme beim bisherigen Förderkonzept zur Klimaanpassung hin: "Für viele kleine Kommunen wird es eine beträchtliche Herausforderung sein, die Förderung zu bekommen, da die erfolgreiche Beantragung Expertise von in der Antragstellung erfahrenem Personal voraussetzt, was gerade in kleinen Behörden schwierig ist. Darüber hinaus wird auch immer nur ein Teil gefördert, ein Eigenanteil muss von der Kommune selbst gestemmt werden.“

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Doch die Zeit drängt. Medizinerinnen und Mediziner warnen eindringlich vor den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels: "Aber die Gefahr durch Hitze wird leider völlig unterschätzt", sagt die Augsburger Umweltmedizinerin Prof. Claudia Traidl-Hoffmann und ergänzt: "Hitze ist eine Gesundheitsgefahr." Doch "die Umsetzung von Hitzeschutzkonzepten stockt leider seit Jahren". Sie begrüßt es deshalb, dass zusätzlich zu Lemkes Klimaanpassungsgesetz Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) einen Hitzeschutzplan vorlegen will. Den hält auch Dr. Gerald Quitterer, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, für dringend nötig. "Denn wir brauchen hier verbindliche Regeln. Es müssen Menschen vor Ort für einen ausreichenden Hitzeschutz gerade der Risikogruppen, also beispielsweise der alten Menschen in Pflegeheimen, aber auch der Kinder in Kitas und Schulen, verantwortlich sein. Auch müssen bei Hitze Schulsportveranstaltungen im Freien unterbleiben. Nur auf freiwillige Schutzkonzepte zu setzen, reicht hier nicht."

Diese Recherche ist Teil einer Kooperation der Augsburger Allgemeinen mit Correctiv, NDR, BR und WDR. Das Netzwerk Correctiv.Lokal recherchiert zu verschiedenen Themen, darunter in einem Schwerpunkt langfristig über die Klimakrise. Weitere Infos unter correctiv.org/klima