Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem bestehenden Abo (Tageszeitung, e-Paper oder PLUS) zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Verarbeitungszwecke:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
Newsticker
Ukrainische Behörden: Probleme mit der Stromversorgung den ganzen Winter lang
  1. Startseite
  2. Bayern
  3. Glosse: Aiwanger, Pschierer und Co.: Jahrmarkt der politischen Eitelkeiten

Aiwanger, Pschierer und Co.: Jahrmarkt der politischen Eitelkeiten

Glosse Von Uli Bachmeier
30.09.2022

Hubert Aiwanger singt auf Twitter vermeintlich eigene Lobeshymnen auf sich, Franz Josef Pschierer wechselt nach fast 30 Jahren Union die Partei. Über Fettnäpfchen und Egos.

„Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.“ Karrieristen, die diese einfache, wenn auch grammatikalisch holprige Lebensregel befolgen, können es weit bringen. In der Politik gehört sie zum kleinen Einmaleins, genauso wie „Tue Gutes und rede darüber“ oder „Eine schlechte Presse ist besser als gar keine“.

Aiwanger lobt sich mit Twitter-Fettnäpfchen selbst

Als Großmeister der politischen Selbstvermarktung darf in Bayern Hubert Aiwanger gelten. Sogar wenn er sich mal wieder verheddert, schwärmen seine Fans: „Ja mei, so is er halt, der Hubsi.“ Er nimmt das als Beweis für die herzliche Zuneigung des Volkes. Nur eines mag er gar nicht: wenn mal einen Tag nicht über ihn geredet oder geschrieben wird. Da hilft er dann schon mal selber nach und verbreitet eigenhändig Lobeshymnen wie jetzt auf Twitter: „Herr Aiwanger, wir bräuchten mehr Politiker wie Sie, mit Verstand und Pragmatik. Mit dem Ohr am Bürger und nicht wie viele andere weltfremd im Wolkenkuckucksheim!“

Das Volk im Twitter-Universum brach erstaunlicherweise nicht in Begeisterungsstürme aus. Im Gegenteil. Häme und Spott ergossen sich über den Niederbayern. Sogar ein Gedicht wurde „Hubert aus dem Hinterland“ gewidmet: „Huldigung gab’s nie genug/ Zur Tat schritt Hubert frohgemut/ Ein Loblied sollte laut erklingen/ Niemand wollte es ihm singen/ So sang er es sich selber vor/ Das war ein Schuss ins Ofenrohr.“ Man sollte es dem Dichter nachsehen, dass er das kleine Einmaleins der Machtpolitik offenbar nicht kennt.

Franz Josef Pschierer wechselte geschwind die Partei

Doch auch das zeigen die Ereignisse dieser Woche im Landtag: Alles Wissen um die Mechanismen im politischen Geschäft nutzt nichts, wenn sich eine stolze Karriere ihrem Ende zuneigt. Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: leise Servus zu sagen oder noch einmal ein Spektakel zu inszenieren.

Franz Josef Pschierer, ehemaliger CSU-Politiker und ehemaliger bayerischer Wirtschaftsminister, nimmt an einer Pressekonferenz der FDP teil.
Foto: Sven Hoppe, dpa

Seinem Ego folgend hat sich der Schwabe Franz Josef Pschierer, als er seiner CSU nach 28 Jahren als Abgeordneter, Staatssekretär und Minister den Rücken kehrte und zur FDP wechselte, für den zweiten Weg entschieden. Er keilte kräftig gegen seine Ex-Parteifreunde, sie keilten munter zurück. Die FDP-Fraktion nahm ihn freundlich auf.

Lesen Sie dazu auch

Austritte aus dem Fraktionen des bayrischen Landtags häufen sich

Freundlichkeit aber hat in der Politik eine geringe Halbwertszeit. Vor Jahren wurde der frühere FDP-Abgeordnete und Schlagersänger Toby Thalhammer mit großem Tamtam in der CSU aufgenommen, ein Comeback in den Landtag aber blieb ihm versagt. Auch Pschierers Zukunft also darf als ungewiss gelten. Zunächst hat er es nur von der „kritischen Stimme in der CSU“ zum „FDP-Hinterbänkler“ gebracht.

Ob aus Überzeugung oder verletzter Eitelkeit – die Austritte aus Fraktionen im Landtag häufen sich in dieser Wahlperiode. Bei der AfD sind es bisher sechs, bei der CSU jetzt drei, und auch bei der SPD sagte diese Woche ein Abgeordneter leise Servus: Michael Busch aus Coburg. Der war aber schon vorher nicht besonders laut.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um die Umfrage von Civey anzuzeigen

Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, kann die Civey GmbH Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten. Die Einwilligung kann jederzeit von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden. Datenschutzerklärung

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

01.10.2022

Wenn Aiwanger den Mut und die Fähigkeit hat auf die Schwächen der politischen" Erbschleicher" hinzuweisem und zu analysieren, braucht Bayern keine AfD zu wählen.