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Hilfsorganisation
31.03.2022

Sea-Eye rettet mehr als 70 Migranten im Mittelmeer

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye hat im zentralen Mittelmeer mehr als 70 Menschen aus Seenot gerettet.

Die freiwilligen Helfer der "Sea-Eye 4" seien am Mittwochmittag zu dem Schlauchboot, auf dem auch 22 Kinder waren, gerufen worden, teilten die privaten Seenotretter am Donnerstagabend mit. Die Crew behandelte 15 Bootsmigranten anschließend medizinisch an Bord. Den Angaben zufolge stammten die Menschen aus Ländern wie Ägypten, Syrien oder Nigeria.

Die Regensburger Organisation hat damit nach eigenen Angaben fast 110 gerettete Migranten an Bord. Zuvor nahm das Schiff am Dienstagmittag rund 30 Menschen von einem Transportschiff an Bord. Der Frachter "Karina" einer deutschen Reederei rettete diese demnach am Montag vor der Küste Libyens in internationalen Gewässern.

Die "Sea-Eye 4" wollte am Freitag maltesische Gewässer erreichen. Das kleinste EU-Land fährt eine strenge Linie beim Thema Migration und lässt schon länger keine Schiffe mehr von privaten Seenotrettern mit Migranten an Bord in seine Häfen.

Am kommenden Wochenende will Papst Franziskus das Land besuchen. "Vielleicht kann ein unmissverständlicher Appell des Papstes an die maltesische Regierung bewirken, dass Malta sich als nächstgelegener EU-Staat für 106 schutzsuchende Menschen verantwortlich fühlt", sagte der Sea-Eye-Vorsitzende Gorden Isler.

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