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Hitzeschutz-Check für Städte in Bayern: Augsburg. München und Neu-Ulm im Ranking

Hitze-Check

Eine Stadt in Schwaben ist weit hinten: So hitzefest sind Bayerns Städte

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    Mehr heiße Tage, weniger kühle Orte: Wie Bayerns Städte bei einer Auswertung der Deutschen Umwelthilfe abschneiden.
    Mehr heiße Tage, weniger kühle Orte: Wie Bayerns Städte bei einer Auswertung der Deutschen Umwelthilfe abschneiden. Foto: Pia Bayer, dpa

    Viel Asphalt, wenige Grünflächen und immer weniger Bäume: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kommt in ihrem jährlichen Hitze-Check für deutsche Städte zu einem vernichtenden Ergebnis. „In fast allen deutschen Städten finden Bürgerinnen und Bürger immer weniger Schutz vor den Folgen der Klimakrise“, heißt es in der Auswertung der Umweltschutzorganisation, die sich seit 2018 mit der Flächenversieglung deutscher Städte befasst.

    Während Kiel und Wuppertal gut abschneiden, sind drei baden-württembergische Städte die Schlusslichter unter den 195 bewerteten Kommunen: Offenburg, Lahr und Mannheim. Doch auch in Bayern gibt es zahlreiche Städte, bei denen die Bewertungsampel Rot leuchtet. Die Umwelthilfe hat 17 Kommunen in Bayern untersucht – am weitesten hinten liegt Neu-Ulm (Platz 188), am besten in Bayern schneidet in der Untersuchung die Landeshauptstadt München (Deutschland weit auf Platz 64) ab. 

    Hitze-Check: Diese Städte aus Bayern schneiden schlecht ab

    • Platz 188: Neu-Ulm
    • Platz 180: Fürth
    • Platz 179: Nürnberg
    • Platz 167: Rosenheim
    • Platz 162: Aschaffenburg
    • Platz 159: Bamberg
    • Platz 155: Schweinfurt
    • Platz 147: Ingolstadt
    • Platz 142: Regensburg
    • Platz 138: Kempten
    • Platz 135: Augsburg
    • Platz 130: Passau
    • Platz 119: Erlangen
    • Platz 101: Landshut
    • Platz 98: Bayreuth
    • Platz 85: Würzburg
    • Platz 64: München

    So bewertet die Deutsche Umwelthilfe die 195 Kommunen

    Für die Auswertung werden neben den Sommertemperaturen und der Bevölkerungsdichte einzelner Städte auch die Menge an Beton und Asphalt sowie die Zahl der schattenspendenden Bäume und Grünflächen mithilfe von Luftbildern in den Blick genommen. Es handelt sich somit um Schätzwerte, bei denen nicht alle Faktoren berücksichtigt werden, die für eine lokale Hitzebelastung ausschlaggebend sind. Neu gepflanzte Bäume gehen beispielsweise nicht in die Schätzung ein.

    Wie viel ist versiegelt, wie viel bepflanzt? Eine größere Rolle spielt seit diesem Jahr etwa die Frage, wie sich die Flächenversieglung in den einzelnen Städten mit mehr als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern seit dem Jahr 2018 entwickelt hat und welcher Anteil der Gesamtfläche mit schattenspendender Vegetation bepflanzt ist. Bayerische Städte hinken seit Jahren beim Hitzeschutz hinterher, vor allem der hohe Grad der Versiegelung sorgt immer wieder für schlechte Gesamtnoten.

    In den Städten zu heiß: Fast eine Million weniger Bäume fehlen

    Doch auch in anderen Kategorien sieht es schlecht aus. Bei der sogenannten Baumüberschirmung belegt Neu-Ulm in Bayern den letzten Platz, auch im vergangenen Jahr war die Stadt schon schlecht bewertet worden. Beim Zuwachs der Versiegelung verzeichnete sie Plus von 1,48 Prozent und somit eine der höchsten Versiegelungsraten der gesamten Studie. Damit liegt Neu-Ulm deutlich hinter den gemeinhin als versiegelt geltenden Großstädten München, Würzburg und Augsburg. Allerdings erreicht keine der untersuchten bayerischen Städte den der DUH zufolge wissenschaftlich empfohlenen Richtwert von mindestens 30 Prozent Baumbeschirmung.

    Trotz der insgesamt mäßigen Ergebnisse in Bayern gibt es etwa bei der direkten Hitzebelastung der Bevölkerung (Hitzebetroffenheitsindex) einzelne positive Beispiele. Passau erzielt hier mit einem Wert von 13,84 das beste Ergebnis in Bayern und verfehlte eine grüne Einzelbewertung in dieser Kategorie nur knapp.

    Hitzewellen sind weltweit aufgrund des Klimawandels intensiver und auch wahrscheinlicher geworden – das geht mit gesundheitlichen Risiken insbesondere für Ältere oder Vorerkrankte einher. Damit wird auch die Anpassung von Städten an diese Bedingungen wichtiger. Daher kommt Grünflächen, Naherholungsgebieten und Parks eine immer größere Bedeutung in der Städteplanung zu. Dennoch sind von 2018 bis 2025 der DUH zufolge mehr als 900.000 Bäume aus den untersuchten Städten verschwunden.

    In Augsburg waren es 3129 Bäume, in Neu-Ulm 1825 und in München insgesamt 15.329 Bäume, die verschwunden sind. „Diese Tatsache lässt sich nicht schnell wieder umkehren, denn Bäume brauchen Zeit, um zu wachsen. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, leben wir in wenigen Jahren in menschenfeindlichen Betonwüsten“, sagt Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH. (mit dpa)

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