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Jugendgewalt
28.03.2024

So reagiert Bayern auf die Gewalt an Schulen

Prügeleien auf dem Pausenhof und mehr: Die Zahl der Delikte an Schulen steigt.
Foto: Kleefeldt, dpa (Symbol)

Plus Die Zahl der Gewalttaten an Schulen ist um ein Viertel gestiegen. Kultusministerin Anna Stolz will nun mehr tun, um Lehrkräfte zu unterstützen. Den Grünen reicht das nicht.

Die Zahl der Gewalttaten an bayerischen Schulen ist innerhalb eines Jahres um fast 25 Prozent angestiegen. Im Jahr 2023 registrierte die Polizei an den rund 6200 Schulen im Freistaat insgesamt 9620 Delikte, fast 700 davon waren Gewalttaten wie Raub, räuberische Erpressung, Vergewaltigung und gefährliche oder schwere Körperverletzung. Immerhin: Bei Rauschgiftdelikten sank die Zahl der neuesten Kriminalstatistik zufolge.

Die Grünen im bayerischen Landtag fordern jetzt ein verpflichtendes Schutzkonzept gegen Gewalt an jeder Schule. „Viele Schulleitungen und Lehrkräfte sind überfordert im Umgang mit Gewalt“, sagt deren bildungspolitische Sprecherin Gabriele Triebel. „Manche versuchen die Fälle intern zu klären, haben Angst, dass sie an die Öffentlichkeit gelangen und der Ruf ihrer Schule leidet. Dabei muss das Gegenteil passieren.“ Schulen bräuchten verlässliche Werkzeuge, um im konkreten Fall zu handeln. Auch der Kontakt zu Eltern müsse großgeschrieben werden. „Nur wenn man die Problematik offen anspricht, kann Prävention funktionieren.“ Speziell für sexuelle Gewalt hat die Kultusministerkonferenz im vergangenen Jahr einen Leitfaden mit Arbeitsmaterialien und Handlungsempfehlungen entwickelt. Triebel fordert: „Er muss verpflichtend ins Unterrichtsgesetz aufgenommen werden.“ 

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