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Es fehlt bei der Digitalisierung nicht nur an Glasfaseranschlüssen

Kommentar Von Christoph Frey
24.01.2024

Der neue Digitalminister hat ein ausgeprägtes Gespür für (Selbst-)Vermarktung. Warum das helfen kann.

Das ausgeprägte Talent des schwäbischen Politikers Fabian Mehring zur Darstellung seiner selbst und der ihm übertragenen Aufgaben hat schon früher gelegentlich für Schmunzeln gesorgt. Unter seiner Berufung zum Minister hat es nicht gelitten. Dass die „Koalitions-Konkurrenten“ von der CSU verbreiteten, das Mehring übertragene Digitalministerium sei nicht sonderlich bedeutend und ein Kandidat für eine Auflösung gewesen, hat den Schwaben von den Freien Wählern nicht angefochten. Er hat sein Haus flugs zum „Zukunftsministerium“ ernannt und zum „Architekturbüro für ein modernes Bayern“.

Darüber ließe sich leicht spotten. Man kann es aber auch ernst nehmen und feststellen: Der für ein hoch entwickeltes Industrieland durchaus ausbaufähige Grad der Digitalisierung (um es mal freundlich zu formulieren) hat seinen Grund nicht nur in fehlenden Glasfaseranschlüssen für schnelles Internet.

Digitalisierung: Woran es in Bayern fehlt

Er leidet schon auch unter fehlender Akzeptanz auf vielen Ebenen, und wenn es da jemanden gibt, der mit Begeisterung und Nachdruck die Werbetrommel rührt, dann kann das nicht schaden. Nur: Eintreten sollte die schöne neue Welt dann auch, die da oft in rosigsten Farben gemalt wird. 

Denn aufzuhalten ist die Entwicklung ohnehin nicht. Wie selbstverständlich suchen wir uns heute Handwerker und Hotelzimmer digital und schauen im TV unsere Lieblings-Serien, wann es uns gefällt. Und das ist erst der Anfang. 

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