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Um den Klimawandel zu verstehen, helfen Zahlen statt gefühlter Wahrheiten

Kommentar Von Jakob Stadler
20.07.2023

Früher war es auch schon warm? Klar, aber wärmer wird es halt trotzdem. Zum Glück hat die Wissenschaft bessere Methoden als unvollständige Kindheitserinnerungen.

Es ist ein Satz, der in Diskussionen rund um den Klimawandel oft fällt: "Früher war es auch heiß." Das ist erst einmal unbestreitbar richtig. Klar, heiße Tage gab es schon immer. Doch solche Sätze werden gerne verwendet, um die Auswirkungen des Klimawandels kleinzureden oder gar anzuzweifeln. Und was das angeht, sind sie ein denkbar schwacher Beitrag zu einer Diskussion, die längst geklärt ist.

Klimawandel: Messdaten sind bessere Indizien als Kindheitserinnerungen

Das menschliche Gedächtnis ist nun mal keine statistisch saubere Quelle. Wir erinnern uns besonders gut an Dinge, die extrem waren, die vom Alltag abwichen, an denen etwas Bestimmtes passiert ist. Wer mit zehn Jahren am Badesee einen Sonnenstich hatte, wird nicht vergessen, dass es an diesem Tag extrem heiß war. Anders sieht es mit Tagen aus, die eben ganz normal waren. Auch ein ganzer besonders warmer Sommer bleibt eher im Gedächtnis als einer, der eben so lala war. Die Erinnerungen an den Sonnenstich und an eine schöne Kindheit an lauen Sommerabenden sind deswegen nicht falsch. Aber Aussagen darüber, ob es nun damals oder heute wärmer ist, sollte man nicht darauf stützen.

Das große Glück ist: Das ist auch gar nicht nötig. Schließlich gibt es eine Menge Aufzeichnungen darüber, wann es wo wie lange wie warm oder kalt war. Die Menschheit erforscht Wetter und Klima schließlich nicht erst seit gestern. Langzeitvergleiche helfen, zu verstehen, was mit unserer Welt passiert. Und sie zeigen ein klares Bild. Ja, heiße Tage gab es schon immer. Aber sie werden häufiger.

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Die Diskussion ist geschlossen.

24.07.2023

Klima ist der Durchschnitt von 30 Jahren. Herzlichen Glückwunsch! Sie haben von 1961 bis 2022 zwei Messpunkt auf der lokalen Klimaskala ermittelt. Die Schwankungsbreite im Holozän (aktuelle Phase) beträgt 1,5 Grad Cels.

"Nach der herkömmlichen Interpretation solcher «Stellvertreter-Daten» gab es in der Zeit vor 9000 und 5000 Jahren ein Klimaoptimum mit den höchsten Temperaturen des Holozäns. Damals war die Sahara zeitweise ergrünt und von Menschen besiedelt. Es folgte eine lange Phase der Abkühlung, die erst mit dem Beginn der Industrialisierung zu Ende ging."

Grüne Sahara bei höchsten Temperaturen? Nehm ich...
https://www.nzz.ch/wissenschaft/holozaen-zweifel-am-klimaoptimum-vor-9000-bis-5000-jahren-ld.1598609

20.07.2023

@Erich W. und @Christina M.
Vielen Dank für die perfekten Beispiele, wie man den Klimawandel anzweifeln und klein zu reden versuchen kann.

21.07.2023

Den Klimawandel kann man nicht anzweifeln, denn das Klima ist eine veränderliche regionale Größe (Durchnitt des Wetters über eine Periode, oder genauer: "A region’s weather patterns, usually tracked for at least 30 years, are considered its climate.").

20.07.2023

Zahlen statt gefühlter Wahrheiten?

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/vattenfall-stoppt-bau-von-meereswindpark-a-af692f86-29c2-4aed-8d4c-5e4c72cb9f57

>> Vattenfall stoppt Bau von Meereswindpark

Die hohe Inflation und steigende Kapitalkosten verteuern die Energiewende auf hoher See. Der Konzern Vattenfall zieht nun die Reißleine bei einem größeren Projekt. Auch andere Vorhaben sind gefährdet. <<

Vielleicht werden wir von den Grünen hinsichtlich der Kosten von Windkraft nicht richtig informiert?

20.07.2023

Das versuche ich doch schon immer anzuzweifeln,
@Peter P. das wir von den Grünen nur an der Nase herum geführt werden, aber eleider glaubt mir ja kaum jemand, einfach nur schade!

>>
Vielleicht werden wir von den Grünen hinsichtlich der Kosten von Windkraft nicht richtig informiert?<<

Dazu kann ich nur sagen: Wer glaubt wird "selig" aber wer nicht glaubt, kommt "auch" in den Himmel, ja aber nur dann, wenn er ein "anständiger" und kein "verlogener" Mensch ist.

21.07.2023

"Unternehmen aus der Windkraftbranche gingen leer aus. Branchenvertreter fürchten, dass die Ölkonzerne sich die Flächen zwar für viel Geld gesichert haben, dort aber am Ende gar nichts bauen."

Die machen sich doch nicht ihr eigenes Kerngeschäft kaputt.

20.07.2023

Im Wittelsbacher Land war das Frühjahr bis Ende Mai sehr kalt, regnerisch und windig. Ich bin viel draußen und mußte mir teure neue Regenkleidung kaufen. Seit dann gibt es einen Wechsel von Sonne, Wolken, Regen. Heute Morgen (20. Juli) hatten wir 16 Grad Celsius, tagsüber war es dann relativ kühl und wolkig. Mir scheint, die Augsburger Allgemeine betreibt "schockjournalistische Pseudowissenschaft", so wie es jüngst der Physik-Nobelpreisträger des Jahres 2022, Prof. Dr. John Clauser, genannt hat ("Dr. John Clauser notes that misguided climate science has 'metastasised into massive shock-journalistic pseudoscience'").

21.07.2023

Bei Mainstream-Themen, die gerade "in" sind schießen die Experten aus dem Boden. Während der Corona-Zeit waren es Pandemie- und Impfexperten, sind wir in einen Krieg verwickelt gibt es plötzlich Strategie- und Rüstungsexperten, bei Fußballevents steihgt die Zahl der Bundfestrainer und der Schiedsrichter sprunghaft an, haben wir ein Unwetter oder übermäßig große Hitze wachsen die diplomierten Klimatologen fast ins unendliche, usw.. :))))

21.07.2023

Und mal wieder: Wetter ist nicht Klima, Klima ist nicht Wetter

21.07.2023

>>> Und mal wieder: Wetter ist nicht Klima, Klima ist nicht Wetter<<<

Klima ist das Wetter in 10 Jahren und in 10 Jahren ist es kein Klima sondern Wetter.
Also kurz gesagt, eine Wettervorhersage für die kommenden 10 Jahre.

Ist doch Super.
Wenn die Wettervorhersagen schon für morgen nicht stimmen, dann können wir uns ja wenigstens auf die der nächsten 10 Jahre verlassen.

20.07.2023

>> Ja, heiße Tage gab es schon immer. Aber sie werden häufiger. <<

Ja, das ist aber schön und kein Grund zur Panik. In Heidelberg, wo wir letztes Jahr in Urlaub waren, hat es immer 3 Grad mehr als in Augsburg. Ich hab da viele glückliche Menschen in der Außengastro gesehen.

21.07.2023

Für jemand der nur Urlaub und Wien im Kopf hat mag, der Klimawandel erst mal super klingen.
Nur das Leben besteht nicht nur aus Urlaub, die wirtschaftlichen Folgen werden zudem so katastrophal sein, dass es mit Urlaub schlecht ausschaut und Wein wird es auch schlecht ausschauen.

https://www.welt.de/wissenschaft/article205479125/Weinanbau-Macht-der-Klimawandel-den-deutschen-Wein-besser.html
https://www.deutscheweine.de/wissen/weinbau-weinbereitung/klima-witterung/
https://www.landwirtschaft.de/landwirtschaft-verstehen/wie-arbeiten-foerster-und-pflanzenbauer/die-folgen-des-klimawandels-fuer-den-weinbau
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wein-klimawandel-bedroht-haelfte-der-weinanbaugebiete-a-492c6fde-fba7-4816-8bfb-31e9af96639f

Übrigens ist es ein gewaltiger Unterschied, ob man Urlaub hat oder arbeitet und seinen Alltag hat.
Sie reden auch von Work-Life-Balance. Wenn im Work-Bereich die Ressourcen nicht mehr erwirtschaftet werden (können), um ein angenehmes Life zu führen, dann sieht es mit der Balance auch nicht mehr gut aus.

21.07.2023

@ Harad V.: Es ist ja witzig, wie unterschiedlich Journalisten das Ergebnis einer spanisch-kanadischen Studie sehen. Der Spiegel macht daraus "Klimawandel bedroht Hälfte der weltweiten Weinanbaugebiete", die WELT schreibt "Deutscher Wein wird künftig besser". Ich halte mich natürlich an die WELT :)

Aber in beiden Artikeln kommt vor: "Tatsächlich bezeichnet auch Ernst Büscher, Sprecher des Deutschen Weininstituts, die deutschen Weinerzeuger als "Gewinner des Klimawandels". So würde die zunehmende Erwärmung höhere Reifegrade der Trauben bewirken, was letztendlich zu besseren Weinqualitäten führe." Und ich leb nun mal im Klimagewinnerland Deutschland, so.

Dass ich mal wegen des Klimawandels weniger verdienen werde und mir kein angenehmes Leben mehr leisten kann, ist doch nur Angstmache. Wie soll das gehen? Braucht man keine kaufmännischen Berufe mehr wenn es wärmer wird? In den 2000er Jahren ist die Zahl der Arbeitsplätze in D außerdem kontinuierlich gestiegen sagt das Statistische Bundesamt, parallel zu den Temperaturen. Weil durch die Anpassung ans wärmere Klima entstehen nämlich neue Arbeitsplätze.

21.07.2023

Darf ich jetzt nicht mehr mitdiskutieren? Weil mein letzter Beitrag nicht veröffentlicht wurde. Ich habe nur aus den von Harald V. eingestellten Links zitiert, dass Deutschland beim Weinanbau Klimagewinner ist.

(Anmerkung der Moderation: bitte entschuldigen Sie. Ihr Kommentar war aus technischen Gründen leider nicht publiziert worden. Das wurde nun nachgeholt)

21.07.2023

Danke für die Links, Harald V. Sie haben aber schon gelesen, was da drinnen steht?

"Tatsächlich bezeichnet auch Ernst Büscher, Sprecher des Deutschen Weininstituts, die deutschen Weinerzeuger als "Gewinner des Klimawandels". So würde die zunehmende Erwärmung höhere Reifegrade der Trauben bewirken, was letztendlich zu besseren Weinqualitäten führe."

21.07.2023

@M. Ich halte mich natürlich an die WELT :)
Klar, dass Ihnen die Springerpresse besser gefällt wie Medien, die sich an der wirklichen Welt orientieren.

22.07.2023

Wenn Sie die Artikel alle und auch weitere zu dem Thema gelesen haben und ein Gesamtbild ziehen, ist es so.
1. Bestimmte Rebsorten können Klimagewinner sein.
2. Der Verlust von nicht wenig Weinanbaufläche droht.
3. Extremwetter wie sie die Klimaveränderung mitsichbringt gefährden aich die "Klimagewinner". Lange Trockenphasen und dann extreme Niederschläge schaden auch diesen. Eine Bewässerung ist zudem aufwendig und deshalb teuer und auch eine Versalzung der Böden droht.

Alles hat seine Vor- und Nachteile. Nur wenn man die 10 % Vorteile nur sieht, heisst es nicht, dass die restlichen 90 % deshalb verschwinden. Und der Weinanbau ist nur ein sehr kleiner Teil des Problems. Zumal Wein kein Grundnahrungsmittel ist, sondern ein Genussmittel.

22.07.2023

@ Harald V.:
>> Und der Weinanbau ist nur ein sehr kleiner Teil des Problems. Zumal Wein kein Grundnahrungsmittel ist, sondern ein Genussmittel. <<

Ich bin eben ein Genussmensch :) aber ich hab mich auch mit den Nahrungsmitteln beschäftigt, und es gibt keinen Grund zur Panik. Follow the science!

Quelle: Studie "Klimawandelbedingte Ertragsveränderungen und Flächennutzung" vom DWD, JKI (Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen) und ZALF (Leibnizzentum für Agrarlandforschung), Stand August 2022. Sie vergleichen da die Zeiträume 1971-2000 und 2031-2060 und stellen fest:

"Mit dem Agrar-Ökosystem-Modell MONICA werden zukünftige Erträge der Hauptkulturarten in Deutschland, unter Annahme von drei unterschiedlichen Klimaszenarien mit entsprechend steigender atmosphärischer CO2-Konzentration, simuliert. Dabei werden für sieben der acht wichtigsten Ackerkulturen fast ausschließlich Ertragssteigerungen projiziert. Sommergerste, Kartoffel und Zuckerrübe erreichen besonders im RCP4.5-Szenario erhebliche Ertragssteigerungen, während dies für Winterweizen, Winterroggen, Wintergerste und Winterraps im RCP8.5-Szenario der Fall ist. Die größten Zuwächse von bis zu 30 % können in Regionen verzeichnet werden, in denen die Böden gute Wasserhaltekapazitäten vorweisen und deshalb stärkere Winterniederschläge zu einer besseren Wasserversorgung führen könnten. Für Silomais bleibt das Ertragsniveau in allen angenommenen Szenarien auf einem stabilen Niveau."