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Lesetipp
11.11.2023

Sind die Grünen eine reine Stadt-Partei geworden?

Die grünen Spitzenkräfte leben größtenteils in Städten.
Foto: Peter Kneffel, dpa

Die schmerzlichsten Verluste bei der Landtagswahl muss die Öko-Partei in den ländlichen Räumen verkraften – im Allgäu und in weiten Teilen Oberbayerns. Einen Ausweg hat sie bislang nicht gefunden.

Es sind bittere Tage für Thomas Gehring. 15 Jahre lang arbeitete der Grünen-Politiker der ersten Stunde für das Allgäu im Landtag – zuerst als einfacher Abgeordneter, zuletzt als Landtagsvizepräsident. Die Wähler vor Ort haben das honoriert. Gehring holte im Oberallgäu 16,4 Prozent der Erststimmen – für einen Grünen in einer ländlichen Region ein herausragend gutes Ergebnis. Doch es reichte nicht, weil das Gesamtergebnis der Partei bei dieser Landtagswahl zu schlecht ausfiel. Nun muss der 65-Jährige seine Büros auflösen – im Maximilianeum und in Immenstadt. Das Allgäu ist zur grünen Diaspora geworden.

Gescheitert ist auch die Biobäuerin Gisela Sengl aus dem Chiemgau. Bei der Wahl 2018 hatte sie noch 19,6 Prozent Erststimmen geholt. Dieses Mal verzichtete sie darauf, auf dem Wahlzettel als Biobäuerin anzutreten, fiel prompt auf 13,5 Prozent zurück und landete damit auf der Liste der Gewählten weit hinter ihren Kolleginnen und Kollegen aus München und Umgebung. Im gesamten Südosten Oberbayerns, einst grünes Vorzeigegebiet unter dem populären früheren Landeschef Sepp Daxenberger, gibt es jetzt keinen einzigen grünen Landtagsabgeordneten mehr.

In Schwaben gibt es zwei grüne Abgeordnete vom Land

Schon im Wahlkampf hat CSU-Chef Markus Söder die Grünen zur „Stadtpartei“ abgestempelt. Nun sieht es so aus, als wäre das in der neuen Landtagsfraktion Realität geworden. In Schwaben kommen mit Landeschefin Eva Lettenbauer (Kreis Donau-Ries) und Max Deisenhofer (Kreis Günzburg) immerhin noch zwei von vier Abgeordneten aus ländlichen Regionen. Sie sollen sich jetzt auch um das Allgäu kümmern. In Oberbayern aber ist der Unterschied überdeutlich. Nur zwei von 13 Abgeordneten wohnen nicht im Einzugsbereich der Münchner S-Bahn: Gabriele Triebel (Kreis Landsberg am Lech) und Andreas Krahl (Kreis Weilheim-Schongau). Besonders krass zeigt sich das Stadt-Land-Dilemma der Grünen an ihrem schlechtesten und ihrem besten Stimmkreis-Ergebnis: fünf Prozent im Stimmkreis Cham im Bayerischen Wald und 44,1 Prozent in München-Mitte, wo Ludwig Hartmann, der bisherige Co-Fraktionschef im Landtag, Direktkandidat war. 

Die Enttäuschung in der Öko-Partei ist groß, aber die Grünen glauben, ziemlich genau zu wissen, wo die Gründe für die Verluste liegen. „Die Hauptursache war die Bundespolitik“, sagt Gehring. „Entscheidend waren im Allgäu unsere Haltung zu Corona und dann natürlich das Heizungsgesetz. Das war die Katastrophe. Das hat richtig reingehauen.“ Verstärkt durch polarisierende Propaganda und Desinformation von CSU und Freien Wählern habe seine Partei viele Wählerinnen und Wähler wieder verloren, die sie erst bei der vorherigen Wahl im Jahr 2018 neu gewonnen hatte. „Diese Wahl war eine Stimmungswahl“, sagt auch Landeschefin Lettenbauer. „Da ging es nicht um die besten Ideen für Bayern.“ Völlig untergegangen etwa seien die Vorschläge der Grünen, die auf Verbesserungen im ländlichen Raum zielten. CSU und Freie Wähler hätten nur Stimmung gegen die Grünen gemacht, ohne zu sagen, was sie konkret für die Landbevölkerung tun wollen.

Eva Lettenbauer (im roten Blazer) und Max Deisenhofer (im weißen Hemd) sind zwei der wenigen Abgeordneten vom Land.
Foto: Nathan Lüders, Grüne

Den Vorwurf, eine reine „Stadtpartei“ geworden zu sein, wollen die Grünen nicht auf sich sitzen lassen. Der Münchner Abgeordnete Florian Siekmann sagt: „Wir haben innerhalb der Landtagsfraktion eine recht große Dorfkind-Fraktion.“ Viele der Abgeordneten, die jetzt in Städten leben, seien in ländlichen Regionen geboren und aufgewachsen. Dem Chef der Freien Wähler hält er entgegen: „Es ist nicht so, wie Huber Aiwanger sagt, dass wir alle nur Latte macchiato trinken.“

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Schwerer als die Fehleranalyse freilich fällt den Grünen, eine Strategie zu entwickeln, um frischen Schwung zu bekommen. Dass Köpfe fehlen, von denen sich die Landbevölkerung repräsentiert fühlt, räumt die Vorsitzende der grünen Landtagsfraktion, Katharina Schulze, offen ein. „Das wird jetzt harte Arbeit sein, die Lücken zu füllen, die Kollegen wie Thomas Gehring oder Gisela Sengl hinterlassen haben.“ Schulze setzt auf möglichst viel direkten Kontakt zu Bürgerinnen und Bürgern und plant ein Projekt, das momentan noch unter dem Arbeitstitel „Wirtshaustour“ läuft. „Die besten Termine sind für mich die, bei denen man mit den Menschen ins Gespräch kommt“, sagt Schulze. Ihr Plan ist es, möglichst regelmäßig in allen Landkreisen präsent zu sein, um das aus ihrer Sicht falsche Image der Grünen zu korrigieren und Vertrauen zurückzugewinnen.

Hartmann: Energiewende hilft vor allem dem Land

Ihr bisheriger Co-Fraktionschef Ludwig Hartmann, der in das Amt des Landtagsvizepräsidenten gewechselt ist, verfolgt auf andere Art ähnliche Ziele. Er will das überparteiliche Amt nutzen, um die Debatte wieder mehr darauf zu lenken, was man mit politischen Veränderungen gewinnen kann. Hartmann ist überzeugt: „Die Profiteure der Energiewende leben in den ländlichen Räumen – Hausbesitzer, Handwerker, Stadtwerke.“ Darüber müsse wieder mehr und sachlicher geredet werden. 

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

19.11.2023

Es ist ja kein Zufall, das Bezieher von Fermwärme im neuen Gebäudeenergiegesetz mehr oder weniger schadlos wegkommen. Fernwärme ist ein typisches Merkmal städtischer Heizungen, was bedeutet, daß die Kerncilientel der Grünen da weitgehend geschont werden, wo Normalos viel Geld in die Hand nehmen müssen, nebst Nerven beim Realiseren all der Grünen Ideen zur Erreichung der Klimaziele -nach dem Abschalten der CO2 freien AKW. Ob die Fernwäme aus fossilen Kraftwerken kommt, darf den Beziehern absolut egal sein. Genial, wie die Günen Klientel da gezielt von den Grünen Hauptstadtpolitikern geschhont werden, wo andere ihre Altersersparnisse aufbrauchen müssen, um das Land mit Wärmepumpen zu fluten, abgesehen von den exorbitanten Strompreisen , auch eine Folge Grünen Erfinderreichtums als Folge des "Merrit Order" Prinzips zur Fossierung der Erneuerbaren Energien.

19.11.2023

Nochmal, es heißt Merit-Order-Prinzip und das ist keine grüne Erfindung, sondern eine effiziente marktwirtschaftliche Methode zur Preisfindung.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Merit-Order

19.11.2023

Hallo Wolfgang L. Sie haben Recht, daß das Merit Order Prinzip von den Grünen "erfunden" und eingeführt wurde, ist nicht richtig, ich nehme diese Behauptung zurück. Bleibt "nur" noch die Tatsache, das durch die ideologische Bekämpfung der Kernkraft ("Atomkraft nein Danke") ohne ausreichend Energieerzeugungskapazitäten aus erneuerbaren Energien zu haben, hierzulande das Erreichen der Klimaziele völlig unnötig und deutlich erschwert wird und im weltweiten Vergleich eine energiepolitische "Geisterfahrt" ist

19.11.2023

Christoph S., der am Ende umgesetzte Ausstiegsplan aus der Atomkraft wurde im Jahr 2011 von der Regierung Merkel zusammen mit der FDP (!) beschlossen. Der damalige bayerische Umweltminister Söder hätte sich fast in Berlin an den Bundestag gekettet, wenn das damals nicht gekommen wäre. Das ist gerade mal 12 Jahre her.

19.11.2023

Lieber Herr Wolfgang L:
<< Christoph S., der am Ende umgesetzte Ausstiegsplan aus der Atomkraft wurde im Jahr 2011 von der Regierung Merkel zusammen mit der FDP (!) beschlossen >>
Leben Sie wirklich noch in der Vergangenheit?
(edit/mod/NUB 7.3)
Erklären Sie doch ganz einfach das "Merit-Order-Prinzip"!
Hat mit Angebot und Nachfrage überhaupt nichts zu tun!

19.11.2023

Wolfgang L. 20:46 Uhr >>Christoph S., der am Ende umgesetzte Ausstiegsplan aus der Atomkraft wurde im Jahr 2011 von der Regierung Merkel zusammen mit der FDP (!) beschlossen.<<

Wie soll unsere Gesellschaft Atommüll, der zum Abklingen seiner tödlichen Strahlung für über 1.000.000 Jahre eingeschlossen werden muss, aufbewahren, wenn schon nach 23 Jahren Grundinformationen nicht mehr bewußt sind?
Der Atomausstieg in Deutschland wurde am 14. Juni 2000 (!!) zwischen den AKW-Betreibern und der Bundesregierung vereinbart. https://de.wikipedia.org/wiki/Atomausstieg#2023:_Deutschland

Raimund Kamm

19.11.2023

VonMartin M. vor 43 Min. >>Erklären Sie doch ganz einfach das "Merit-Order-Prinzip"! Hat mit Angebot und Nachfrage überhaupt nichts zu tun!<<

Falsch!

Die Merit-Order-Methode ist m. W. nirgendwo von einem Staat festgelegt worden. Sie ist wohl eine natürliche Methode in einem transparenten Markt. Sprich in einem Markt, wo Anbieter wie Nachfrager über angebotene und über nachgefragte Mengen sowie die Herstellkosten durchblicken. Und auch realistische Vorstellungen von den Preiserwartungen der Marktteilnehmer haben.

Beispiel: Auf einem Viehmarkt werden von fünf Anbietern 1000 Schweine versteigert und 20 Nachfrager wollen Schweine kaufen. Alle Anbieter haben unterschiedliche Kosten und auch Preisvorstellungen für ihre Schweine. Wenn jetzt einer 200 Schweine für den Preis von je 200 Euro anbieten könnte, aber er weiß, dass die Kollegen erst für 230 € anbieten werden, wird auch er 230 Euro verlangen.

Raimund Kamm

20.11.2023

Martin M.,
"Erklären Sie doch ganz einfach das "Merit-Order-Prinzip"!
Hat mit Angebot und Nachfrage überhaupt nichts zu tun!"

Diese Aussage ist an Absurdität kaum zu überbieten. Womit hat das Merit-Order-Prinzip dann etwas zu tun? Wissen Sie überhaupt was Angebot und Nachfrage ist? Ich habe da meine Zweifel. :)))

Lesen Sie einfach den oben zitierten Wiki-Eintrag. Der ist zumindest in der Einleitung auch für Laien verständlich.

12.11.2023

Die Grünen haben sich in den letzten 20 Jahren gewaltig verändert. Früher (etwa bis zur Jahrtausendwende) waren die Grünen gespalten in arbeitsscheue aber lautstarke Fundis und in durchaus kompetente und engagierte Realos. Heute spalten sich die Grünen in wichtigtuerische Öko-Schwätzer und wokes Beamtentum.

Bei vielen vermeintlich Grünen Kernthemen existiert ein Stadt- Land- Konflikt. Gibt es überhaupt Genderbeauftragte die keinen grünen Parteiausweis haben? In großen Städten wird oft sehr viel Geld für ein paar Gendersternchen verpulvert – die Stadt München lässt sich das :innen stolze 4 Millionen Euro kosten. In ländlichen Gemeinden würde so was nie eine Mehrheit in den Stadträten finden.

Ebenso Energiewende. Ich selbst lebe in der Provinz und hier ist die Natur grün aber nicht die politische Landschaft. (Grün 8% CSU 35% FW 23%) Was bedeutet das für die Energiewende? Der Chatbot meines Vertrauens erklärt mir, das der Anteil erneuerbarer Energien bei uns im Kreis bei stolzen 95 % liegt. Ob die Zahl nun wirklich so stimmt sei mal dahingestellt. Aber es sind oft grüne Großstadt-Akademiker die meinen uns „rechten“ Provinzlern erklären zu müssen wie Energiewende funktioniert. Dabei ist es doch gerade das grüne Klientel dem es wichtiger ist das die Mohrenapotheke in Möhrchenapotheke umbenannt wird als das es mit der Energiewende in den Städten voran geht.

Klimawandel das selbe Spiel. In den Städten ist das ein Medienspektakel. Klimacamper inszenieren ihren Hitzetod für TikTok, Klimaaktivisten kleben auf der Straße und die Grünen brüllen sofort „Klimaleugner“ wenn jemand die falsche Semantik benutzt und nicht vom „menschengemachten Klimawandel“ sondern nur von „Klimaänderungen“ spricht. Auf dem Land da klebt halt keine Klima-Shakira in der Hofeinfahrt vom Bauern Schulze. Klimawandel auf dem Land bedeutet das die Störche keinen Bock mehr haben nach Afrika zu fliegen. Brauchen sie auch nicht mehr, die Gewässer frieren im Winter nicht mehr ein. In der Provinz ist der Klimawandel vielleicht sogar stärker zu spüren als in den Städten. Die Flora und Fauna verändert sich. Aber es ist halt kein Instagram tauglicher Hitzetod. Damit haben die Grünen ein Problem. Das dürfte daran liegen, daß bei den Grünen deutlich mehr Aktivisten und Influencer als Landwirte den Ton angeben.

Früher waren Grüne berüchtigt für ihre Diskussionsfreudigkeit. Heute sind die Grünen ein narzisstische selbstgefällige Partei die alles und jeden cancelt oder als „rechts“ bezeichnet was nicht zum eignen Milieu gehört.

12.11.2023

Sie erinnern mich an den Kabarettisten Rolf Miller der mit seiner Stammtischperson, die er verkörpert, schon vor vielen Jahren meinte: Im März schon im T-Shirt? Ich kann's ertragen.
Könnte es vielleicht sein, dass nicht die Grünen alle nieder machen, die nicht ihrer Meinung sind, sondern, dass die Mehrheit die Minderheit mittlerweile relativ effektiv niederbrüllt? SPD und Grüne haben zusammen 23%. Der Rest im Landtag will nicht gendern. Wer zwingt sie?

Es ist schon so, dass die weit überwiegende Mehrheit die Welt nicht retten will, sondern es durchaus gut findet, wenn Ihre Störche nicht mehr den beschwerlichen Weg nach Afrika nehmen müssen. Nach uns die Sintflut oder zumindest nur im Süden ist ok. Es ist nicht verboten, es laufen zu lassen. Das Bayerische Klimaschutzgesetz muß man auch nicht einhalten, kommt keiner dafür ins Gefängnis. Glückwunsch an Alle noch zum 10. Jahrestag des gesetzlichen Anspruchs auf einen Kita-Platz. Ich vermute, dass es an den Grünen liegt, dass das in Bayern nicht klappt.....wie so vieles. Die Grünen sind mittlerweile die idealen "Ausländer" (keine Bayerngene laut Söder), denen man alles in die Schuhe schieben kann, was nicht läuft.







12.11.2023

>>Die Enttäuschung in der Öko-Partei ist groß, aber die Grünen glauben, ziemlich genau zu wissen, wo die Gründe für die Verluste liegen. „Die Hauptursache war die Bundespolitik“, sagt Gehring.<<

Ein Wahlergebnis hat viele Ursachen. Doch die GRÜNEN in Schwaben würden sich und insbesondere ihren Anliegen – gerade auch dem Klimaschutz und der Energiewende! – einen Bärendienst erweisen, wenn sie die Schuld in Berlin ablüden.

Wo war denn die Kampagne, um den Lügen von Aiwanger, Söder & Co. zum Gebäudeenergiegesetz zu widersprechen?
Waren denn in Schwaben grüne Persönlichkeiten sichtbar, denen die verunsicherten Wählerinnen und Wähler abnehmen, dass Klimaschutz existenziell wichtig und machbar ist? Frauen und Männer, die auch kämpfen können und den Populisten Aiwanger & Söder massiv entgegentreten? Das ist insbesondere eine Aufgabe für die Altgedienten.

Und merkt man nicht, dass einige es verlernt haben, mit den Gruppen und Verbänden zusammenzuarbeiten, die verwandte Themen bearbeiten?

Und gab es eine kluge Parteistrategie bei der Listenaufstellung, die die strukturellen Nachteile der KandidatInnen, die nicht im Raum Augsburg angetreten sind, versucht hätte auszugleichen?

Mit unzutreffender Ursachenanalyse a la „Berlin ist schuld“ begibt man sich auf einen Holzweg. Seit vier Jahrzehnten beobachte ich bei der SPD, wohin das führt.

Raimund Kamm

12.11.2023

Ist schon so. Das war ein hilfloser Wahlkampf der Grünen. Man hat zwar sachlich gegen alle möglichen Behauptungen von Aiwanger und Söder argumentiert, aber hängengeblieben ist das Geplärr der Bierzeltredner. Dann reicht es halt nur für eine weiterhin machtlose Oppositionsrolle, wenn man sich nicht lautstark wehrt und angreift.

12.11.2023

Hallo Herr Kamm spricht da nicht "eine Altgediente"
die "richtigen Maßnahmen an?
Lesen Sie bitte mal diesen Artikel ganz sorgfältig durch und beantworten Sie dann die Frage, wer daran schuld ist, dass das bisher sooo "nicht gemacht" wird?

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100279478/islamisten-demo-ex-ministerin-will-versammlungsfreiheit-beschneiden.html

Pro-Palästina-Demos
Ex-Justizministerin will Versammlungsfreiheit beschneiden

>>Die islamistische Kundgebung der vergangenen Woche beschäftigt Nordrhein-Westfalen weiterhin. Eine ehemalige Bundesministerin wagt nun einen umstrittenen Vorstoß.<<

Sie sind doch bezüglich des "Grundgesetzes" doch sicherlich viel besser informiert als ich, oder?

12.11.2023

Man wollte sich als freundliche Alternative gegen Rechts und als Garant für Anstand in der Politik und den Erhalt der Demokratie darstellen. Gegen die Kampagnen der Springerpresse und die grob unsachlichen Attacken der CSU hatte man in der aufgeheizten Stimmung aber keine Chance. Dass sogar Aiwanger mit dem blamablen Umgang mit seiner unsäglichen Vergangenheit profitierte, spricht Bände.

Klar ist natürlich auch, dass die Grünen in der Migrationspolitik auf die Träumer und unverbesserlichen Idealisten in der Partei keine Rücksicht mehr nehmen dürfen. Dazu ist die Lage in den Kommunen tatsächlich heute schon zu ernst und der Migrationsdruck wird in der Zukunft wegen des Klimawandels massiv zunehmen. Es müssen harte Entscheidungen getroffen werden, die vor zehn Jahren undenkbar waren.

Erst, wenn dieses Problem gelöst ist, können die Grünen auch mit ihren Themen wieder auf breiter Basis durchdringen. Dazu müsste aber auch die Weltpolitik endlich wieder in ruhigere Fahrwasser kommen. Wer Angst vor einem Krieg hat, dem ist das Schicksal zukünftiger Generation nicht so wichtig.
Und wir werden uns darauf einstellen müssen, dass die Desinformation und die Verhetzung der Bevölkerung durch KI noch ganz andere Formen annimmt. In den nächsten Jahren wird es darum gehen, dass die Demokratie in Europa überlebt.

12.11.2023

VonFranz Wildegger 17:17 Uhr >>Hallo Herr Kamm, ... Lesen Sie bitte mal diesen Artikel ganz sorgfältig durch und beantworten Sie dann die Frage, wer daran schuld ist, dass das bisher sooo "nicht gemacht" wird?<<

Ihre Frage verfehlt das hier diskutierte Thema.

Raimund Kamm

12.11.2023

Anscheindend setzt bei Ihnen @Wolfgang L.
allmählich die "Götterdämmerung" ein, zumindest kann ich das so Ihren Zeilen entnehmen, Ja!
Ich denke dass da noch "so manche Grünen" dieser Einschätzung folgen werden, wohl auch ein Herr Kamm, Ja!

12.11.2023

H. Wildegger, grüne Regierungspolitiker waren schon immer Realpolitiker, die sich allerdings oft sehr schwer taten, Teilen ihrer Basis zu erklären, warum man nicht immer jede idealistische Wertvorstellung und jede fundamentalistische Einstellung in Regierungshandeln umsetzen kann. Die rüheren Schlachten auf Parteitagen sind legendär. SPD-Politikern geht es mit ihren Jungsozialisten übrigens ähnlich.

Bei Christsozialen und Christdemokraten fragt man sich immer, wie sie ihre oft menschenfeindlichen und rigiden Vorstellungen mit den christlichen Glaubensvorstellungen vieler ihrer Anhänger in Einklang bringen und eigentlich selten offener Widerstand nach Außen dringt. Ich erkläre mir das mit dem autoritären Charakter der konservativen Parteien. Da tut man einf0ach, was von oben angeschafft wird und man will dem natürlichen Herrschaftanspruch der eigenen Partei ja auch nicht im Wege stehen. Fürs gute Gewissen und den Platz im Himmel gibt's außerdem die Beichte. :))

12.11.2023

Das ist wohl viel Wahres dran an der Aussage- dass die Grünen eine Stadtpartei sind. An München und Augsburg sieht man das sehr deutlich. Die Sichtweise der Grün/Linken Stadt Bourgeoisie meint ihre Ideologie aufs ganze Land ausdehnen zu dehnen zu können; aber es zeigen ihrer Grenzen ihrer Reglementierungspolitik auf. Die Bürger beginnen sich zu wehren gegen die grünen Hals über Kopf Reformen ohne Hand und Fuss. Das reicht von der Klima- und Verkehrspolitik an bis hin zur unbegrenzten Aufnahme von Migranten. Das macht die Mehrheit der Bürger nicht mit. Und Kommentare glühender Anhänger der grünen Ideologie äußern sich herablassend oder belehrend über Andersdenkende als rückschrittlich bis hin zu rechtsradikal.

12.11.2023

„Da ging es nicht um die besten Ideen für Bayern.“
„Wir sind Regierungsfraktionen im Wartestand“
„Es ist nicht so, wie Huber Aiwanger sagt, dass wir alle nur Latte macchiato trinken.“

Eines muss man den Grünen lassen, ohne sie wäre viel weniger unfreiwillige Komik in der Politik.

Aber das Land braucht etwas anderes, als moralingeschwängerte infantile Narzissten in den Parlamenten.

Grüne Landwirtschaftspolitik treibt das Hofsterben. Das haben die Betroffenen längst erkannt und machen von ihrem demokratischen Recht Gebrauch, den Grünen die Macht zu entziehen.

Und jeder der auf seine Stromrechnung schaut, sollte darüber nachdenken, wem er das zu verdanken hat.
Im Osten sind die Betroffenheiten Grüner Politik noch viel ausgeprägter, da es dort nach der politischen Wende nie zur Ausprägung einer so massiven Grün/Linken Bourgeoisie kam, wie man das z.B. aus München kennt. Dort werden im kommenden Jahr die Grüne darum bangen dürfen, die Parlamente überhaupt noch von innen zu sehen.

Wer so offensichtlich Politik gegen die Interessen der Menschen, gerade auch auf dem Land, betreibt, wie es die Grünen tun, braucht sich in einer Demokratie nicht wundern, wenn er nicht gewählt wird.

12.11.2023

@Thomas T.
Vielleicht wird man 20 oder 30 Jahren sagen, was die Gegner der Grünen für ein komisches Bild abgegeben haben und warum sie nicht mehr auf den Erhalt von Umwelt und Klima geachtet haben? Und warum die "Nicht-Grünen" diese verheerende Politik gegen das Wohlergehen der Menschen betrieben haben? Vielleicht erlangen Ihre Kommentare irgendwann traurige Berühmtheit, wenn sie als Negativbeispiel in einem Arbeitskreis herumgereicht werden :-))))))

11.11.2023

wenn man überlegt was Frau Schulze verkündet muß man sich fragen warum überhaupt noch jemand diese Partei wählt

11.11.2023

Die Grünen sind eine Statt-Partei? Stimmt!