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Schule
23.08.2023

Wegen des Lehrermangels unterrichten immer mehr Quereinsteiger in Bayerns Klassenzimmern

Bei Weitem nicht alle Lehrkräfte in Deutschland haben eine vollwertige Ausbildung.
Foto: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolbild)

Menschen ohne volle Lehramts-Ausbildung sollen den Personalmangel an Schulen auffangen. Lehrervertreter sehen das zwiegespalten.

Wenn Mitte September die Schule wieder beginnt, werden dort mehr Quereinsteigerinnen und -einsteiger lehren als bisher. Im Kultusministerium rechnet man mit etwa 600 Menschen aus unterrichtsfremden Branchen, die dann ihre zweijährige Ausbildung zur Lehrkraft beginnen. Bayern hatte sich lange gegen Lehrkräfte ohne pädagogische Ausbildung gesträubt. Doch der anhaltende Personalmangel bewog das Haus von Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) letztlich dazu, eine große Werbekampagne unter Akademikerinnen und Akademikern aus nahezu allen Branchen zu starten. Seit dem vergangenen Schuljahr unterrichten bereits 300 Quereinsteigerinnen und - einsteiger über die Schularten verteilt. 

Innerhalb von zwei Jahren werden sie zu vollwertigen Lehrkräften fortgebildet. Diese Turbo-Aktion soll das fehlende Lehramtsstudium ersetzen. Parallel zur Ausbildung im Lehrerseminar übernehmen die Quereinsteiger auch Unterrichtsstunden. 

An Mittelschulen fehlen bis 2025 rund 1100 Lehrer, wenn die Politik nichts tut

Wie viele Fachkräfte fehlen, dokumentiert das Kultusministerium jährlich in seiner Lehrerbedarfsprognose. Während sich an Grundschulen die Lage in den nächsten Jahren entspannt, trifft es die Mittelschulen am härtesten. Dort fehlen bis 2025 der Statistik zufolge 1100 Lehrende. An Realschulen wird sich der Mangel bis 2030 auf rund 1500 offene Stellen summieren. Beides gilt dann, wenn die Politik keine Gegenmaßnahmen ergreift. Quereinsteiger sind eine dieser Gegenmaßnahmen. Für die Mittelschule bewarben sich laut Ministerium viele Personen aus dem Bereich Betriebswirtschaft und Management, aber auch mit einem Hintergrund in Germanistik, Literatur- und Kulturwissenschaft, ebenso aus Journalistik oder Politikwissenschaften. Ein beträchtlicher Teil war vorher im sportlichen Bereich tätig. Offenbar fühlen sich jene, die die erste Hälfte ihrer Ausbildung hinter sich haben, an den Schulen wohl. "Ein Großteil setzt die Ausbildung auch im kommenden Schuljahr fort", sagt ein Ministeriumssprecher. 

Anderswo gehen die Quereinsteiger ohne Ausbildung direkt in die Schule

Was das Kultusministerium als Erfolg wertet, stürzt Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, in einen Zwiespalt. "Ja, wir brauchen jeden", sagt Fleischmann. "Fakt ist aber auch: Wenn mehr und mehr Quereinsteiger, Seiteneinsteiger und Studierende an unseren Schulen unterrichten, dann führt das zur Entprofessionalisierung des Lehrerberufs. Viele Aufgaben werden nur mehr semiprofessionell erledigt." Vielen Quereinsteigern attestiert sie durchaus Qualitäten. "Sie haben Lebenserfahrung, für den Einsatz an der Schule sogar ihren alten Beruf aufgegeben und eine hohe Motivation." Ihre Leistungen im Klassenzimmer seien aber "so unterschiedlich wie die Menschen selbst". 

Stefan Düll, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, lobt wiederum die Ausbildung der Quereinsteiger in Bayern, die das zweijährige Referendariat mit Staatsexamen durchlaufen. "In anderen Bundesländern werden sie mir nichts, dir nichts in den Einsatz an den Schulen geschickt und erhalten teils in Wochenendkursen eine Schmalspur-Ausbildung in Pädagogik." Gleichzeitig sagt auch er, Quereinsteiger und Aushilfskräfte könnten "kein Mittel sein, um den Mangel auf Dauer abzufangen". Um Geld zu sparen, habe die Politik über Jahre nicht ausreichend Lehrkräfte eingestellt. Sein Verband fordert, die vorhandenen Lehrkräfte bei unterrichtsfremden Aufgaben, etwa bei der Bürokratie, zu entlasten. Sie sollten sich schließlich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren: den Unterricht.

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Die Diskussion ist geschlossen.

23.08.2023

Bluatige Hennaköpf jetzt wird´s gefährlich, wenn aus Kostengründen Bäcker den Metzgern das Schlachten beibringen müssen.

23.08.2023

"Fakt ist aber auch: Wenn mehr und mehr Quereinsteiger, Seiteneinsteiger und Studierende an unseren Schulen unterrichten, dann führt das zur Entprofessionalisierung des Lehrerberufs. Viele Aufgaben werden nur mehr semiprofessionell erledigt."

Diese Aussage ist wieder typisch für die "Beamtenschmiede"!

Dass es soweit gekommen ist - liegt an der "geschützten, von der Realität abgeschirmten" Denke der Bildungsverantwortlichen - gerade an dieser Professionalität! Da konnte der Mief nie raus - jetzt kommt neuer Wind rein - Wind aus der wirklichen Arbeitswelt - der Realität - ein Sturm wäre nötig! Ja - wie so oft - die Wirklichkeit bricht sich den Weg - auch, wenn Einige das verhindern wollen!

Ist das Professionalität - die vielen verhunzten Schulbiografien?
Ein zergliedertes Schulsystem, das die Schüler weniger fördert, als aussortiert? Z.B. die Schüler bereits nach der 4. Jahrgangsstufe entschieden nach mittlerem und oberem Weg "auszusieben". Wie durchsichtig?
Warum müssen so viele ihren Weg über den zweiten Bildungsweg beschreiten - und das oft erfolgreich? Ist das die Professionalität?

Warum bekommen so viele Lehrer Burnout? Die fehlen auch! Kosten uns nur noch viel.
Liegt es daran, dass die Abiturientenschwemme viele ein einfaches Studium suchen läßt, mit Beamten-Seeligkeit?
Liegt der Stress des Lehrerberufs darin - Wissen - oft unnötiges - in die Schüler zu bringen - gegen innere Widerstände?
Eigentlich sollte die Pädagogik doch den Weg zur Seele der Menschen kennen ?
"Lernenwollen" fördern - das geht aber nur mit dem Menschen - nicht gegen ihn!
Lernen- und Wissbegier fördern - nicht altes, vorgekautes Wissen in die jungen Menschen hineindrücken - ohne Rücksicht auf Verluste?
Finnland hatte mal gute Erfolge - aber wir, das "Zentrum der geistigen Elite" lernen ja nicht von Anderen!