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München
07.03.2023

CSU-Abgeordneter überzeugt: Die zweite Stammstrecke wird noch teurer

Die zweite Stammstrecke für die S-Bahn in München (hier am Hauptbahnhof) ist ein extrem komplexes und schwieriges Projekt.
Foto: Sven Hoppe, dpa

Die Landtagspolitiker, die das Desaster in München aufklären und das Projekt begleiten sollen, machen sich auf der Baustelle ein Bild. Warum sie mit weiteren massiven Kostensteigerungen rechnen.

„Ich bin noch ganz benommen“, sagt Jürgen Baumgärtner. Eine knappe Stunde lang hat sich der CSU-Landtagsabgeordnete von leitenden Mitarbeitern der Deutschen Bahn gerade erklären lassen, wie unglaublich aufwendig und kompliziert es ist, die zweite Stammstrecke für die S-Bahn in München zu bauen. Jetzt steht er hoch über der zentralen Baustelle auf der Plattform des Info-Zentrums auf dem Münchner Marienhof und sieht sich in seiner schlimmsten Vermutung bestärkt: Selbst die letzte Kostenschätzung – 7,3 statt 3,4 Milliarden Euro – sei wahrscheinlich viel zu kurz gegriffen. „Ich schätze, dass die zweite Stammstrecke am Ende rund 14 Milliarden Euro kosten wird“, sagt Baumgärtner.

Die zweite Stammstrecke in München wird deutlich teurer und der Bau dauert länger als geplant

Der Landtagsabgeordnete aus dem oberfränkischen Kronach ist nicht irgendwer. Er leitet den Unterausschuss des Landtags, der nach Bekanntwerden des Finanz-und Planungsdesasters bei der zweiten Stammstrecke eingesetzt wurde, um das gigantische Bauprojekt parlamentarisch zu begleiten. Ähnlich wie einst nach dem Skandal um die Pleite der Bayerischen Landesbank soll der Landtag nun regelmäßig und zeitnah über den Projektfortschritt informiert werden.

Der Ortstermin am Marienhof dient der Basisinformation der Abgeordneten. Auch Mitglieder des Untersuchungsausschusses zur zweite Stammstrecke, der von dem schwäbischen Abgeordneten Bernhard Pohl (Freie Wähler) geleitet wird, sind gekommen. Während der Unterausschuss sich mit der Zukunft beschäftigt, soll der Untersuchungsausschuss der Frage nachgehen, was in der Vergangenheit bei der zweiten Stammstrecke schief gelaufen ist – konkret: wie es zu den immensen Kostensteigerungen kam und warum die Fertigstellung des Projekts sich noch einmal um voraussichtlich fast zehn Jahre verzögert.

Bahn: Eines der komplexesten Projekte in Europa

Zumindest, was die technischen Herausforderungen betrifft, können die leitenden Mitarbeiter der Bahn an diesem Vormittag einige Antworten geben. Es handelt sich, wie Kai Kruschinski-Wüst von der Bahn sagt, „um eines der komplexesten Projekte europaweit“. Die zehn Kilometer lange zweite Stammstrecke wird auf einer Länge von sieben Kilometer unter der Münchner Innenstadt gebaut. Dort ist es eng – über- wie unterirdisch. Oben gibt es kaum Platz, um Baustellen einzurichten und Material zu lagern. Nach unten muss tief gegraben werden, weil da schon jede Menge ist: Eine Ebene mit Versorgungsleitungen, zwei Ebenen für die S-Bahn, zwei Ebenen für die U-Bahn. Bis zu 40 Meter tief müssen die schweren Geräte hinunter, um die Röhre auf bergmännische Art durch den Untergrund zu treiben. Grundwasser – eine volle Badewanne pro Sekunde – muss weggepumpt werden.

Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass oben der normale öffentliche Personenverkehr weiter läuft und die Gebäude an der Oberfläche unversehrt bleiben. Alleine am Hauptbahnhof zählt die Bahn rund 450.000 Fahrgäste pro Tag, weitere rund 100.000 kommen dort in der U-Bahn hinzu. Ihre Mobilität soll durch die Bauarbeiten in den kommenden zwölf oder 14 Jahren so wenig wie möglich eingeschränkt werden. Und der Aufwand zum Schutz der Gebäude ist gigantisch. Es werden sogar Vorkehrungen getroffen, um die Fundamente der Gebäude wieder anzuheben, falls sich „Setzungen“ im Untergrund ergeben.

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SPD-Abgeordnete Aures: Da wurde von Anfang an getrickst

Baumgärtner zeigt sich von der Leistung der Ingenieure beeindruckt. „So pointiert und detailliert, wie wir das heute gehört haben, haben wir das noch nie gehört“, sagt er, stellt aber unter dem Eindruck des Vortrags die bisherigen Kostenkalkulationen infrage. Die jüngste Schätzung der Gesamtkosten in Höhe von 7,3 Milliarden Euro hält er nicht für realistisch. Sie stamme aus dem Jahr 2021. Seither seien die Preise massiv gestiegen und alleine die Inflation werde die Kosten auf etwa 10,7 Milliarden Euro in die Höhe treiben. Außerdem müsse mit weiteren unkalkulierbaren Risiken gerechnet werden. Unterm Strich, so sagt er, werden es wohl 14 Milliarden werden. „Ich weiß, das ist alles nicht sexy, was ich sage, aber es ist die Wahrheit.“

Der FDP-Abgeordnete Albert Duin rechnet sogar mit noch höheren Kosten. Und die SPD-Abgeordnete Inge Aures macht den Verantwortlichen bei der Bahn, in der Staats- und der früheren Bundesregierung den Vorwurf, „dass da von Anfang an mit gezinkten Karten gespielt wurde.“ 

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