Ein tragischer Unfall hat sich am Mittwochabend, 6. Mai, in München ereignet. Wie die Polizei berichtet, stürzte ein Dreijähriger aus einem Fenster im vierten Stock. Trotz Rettungsmaßnahmen starb der Bub im Krankenhaus. Wie konnte es dazu kommen?
Dreijähriger stürzt aus viertem Stock eines Mehrfamilienhauses
Gegen 23.35 Uhr erreichte den Notruf die Meldung über ein schwer verletztes Kind, das vor einem Mehrfamilienhaus auf dem Gehweg lag. Rettungsdienst und Polizei eilten zum Tatort. Die Einsatzkräfte versuchten umgehend, den dort liegenden dreijährigen Jungen zu reanimieren, und brachten ihn in ein Krankenhaus. Zwei Stunden später verstarb das Kind aufgrund der schweren Verletzungen.
Am Gehweg befanden sich auch die Eltern des Kindes. Die Beamten fanden eine Wohnung im vierten Obergeschoss, bei der ein Fenster offenstand. Das Kind stürzte dort 13 Meter in die Tiefe. Aus der Wohnung drangen die Schreie eines Kleinkinds, doch die Tür war verschlossen. Da niemand öffnete, brachen die Beamten die Wohnungstür auf und fanden einen mehrere Monate alten Säugling – das Kind der Mutter. Weitere Personen befanden sich nicht darin. Wie die Polizei berichtet, hatten die Eltern des Kindes keinen Wohnungsschlüssel dabei. Sie leben getrennt. Die Mutter war mit ihrem Säugling beim Vater des gemeinsamen Jungen zu Besuch gewesen.
Kriseninterventionsteam betreut Eltern nach Unfall
Die Beamten übergaben den Säugling den Nachbarn, die diesen weiter betreuten. Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um die Eltern. In der Wohnung sicherte die Kriminalpolizei Spuren. Wie es zu dem Sturz und dem Tod des Kindes kommen konnte, ermittelt nun das Kommissariat 12. Nach ersten Erkenntnissen waren die Eltern in einem anderen Zimmer, als der Junge aus dem offenen Fenster fiel. Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es derzeit nicht.
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